Wirtschaft
Wie weiter mit der Zeitung?
Treue Leserschaft: 2008 gaben die Schweizer 1,8 Milliarden Franken für Zeitungen und Zeitschriften aus. (Bild: Keystone)
Die Schweizerinnen und Schweizer haben im letzten Jahr insgesamt 1,8 Milliarden Franken für Zeitungen und Zeitschriften ausgegeben, das ist gleich viel wie im Vorjahr. Grund für das stabile Ergebnis sind neue Publikationen und die Erhöhung der Verkaufspreise.
Der Werbemarkt war hingegen weniger beständig: Insgesamt gingen die Werbeeinnahmen bei den Schweizer Printtiteln im letzten Jahr um 3,3 Prozent zurück. Besonders gelitten hat die Tagespresse, während die Sonntagspresse um 10,3 Prozent zulegen konnte.
Die Schweizer Printtitel nahmen im letzten Jahr 4,2 Milliarden Franken ein. Dies geht aus der aktuellen Studie des Verbands Schweizer Presse hervor, die am Mittwoch in Zürich veröffentlicht wurde.
Printtitel bis 2025 ausgestorben?
Erstmals befragte der Verband seine Mitglieder zudem zu ihrer Einschätzung der aktuellen Entwicklung. Die Umfrage bei 137 Führungskräften zeigt deutlich, dass die Verlags- und Medienmanager zwar bereit sind, den Wandel konstruktiv anzugehen. Die Wirtschaftskrise verschärft jedoch den Druck, was Kosten und Innovationen angeht.
Mit 96 Prozent sind fast alle Befragten der Meinung, dass Kooperationen zwischen Medienunternehmen weiter zunehmen werden. Fast ebensoviele (94 Prozent) sind überzeugt, dass den multimedialen Angeboten die Zukunft gehört.
22 Prozent der Befragten gehen so weit, dass sie für die Printtitel keine Zukunft mehr sehen. Sie glauben, dass gedruckte Medien bis spätestens 2025 aussterben werden. (mbr/sda)
Erstellt: 01.07.2009, 12:18 Uhr
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