Wirtschaft

Ziehen jetzt Ausländer ihre 2000 Milliarden aus der Schweiz ab?

Aktualisiert am 16.03.2009 48 Kommentare

Ausländische Privatkunden haben doppelt so viel Geld bei Schweizer Banken wie bisher angenommen. Die Konsequenzen durch das gelüftete Bankgeheimnis könnten daher für die Volkswirtschaft bedeutend sein.

Gemäss einer neuen Schätzung der Schweizerischen Bankiervereinigung verwalten Banken in der Schweiz rund 2000 und nicht bloss 1000 Milliarden Franken von Privatpersonen aus dem Ausland, berichtet die «NZZ am Sonntag».

Diese Zahl ist mehr als doppelt so hoch wie die von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ausgewiesenen Vermögenswerte in den Wertschriftendepots der Banken.

Ein Grund liegt darin, dass die Bankiervereinigung auch Vermögenswerte von institutionellen Kunden mit einrechnet, hinter denen oft Privatpersonen stehen, wie der Sprecher des Bankendachverbands, Thomas Sutter, einen Bericht der «NZZ am Sonntag» bestätigt.

Kleiner Teil institutionelle Anleger

Bis zu 42 Prozent des von Schweizer Banken verwalteten Geldes stammt von Privatkunden aus dem Ausland – und wurde im Ursprungsland womöglich nicht versteuert.

Nur 14,5 bis 20,5% der Auslandvermögen stammen von institutionellen Anlegern wie Pensionskassen, die mit Sicherheit kein undeklariertes Geld in die Schweiz bringen.

Gravierende Konsequenzen möglich

Diese erstmals veröffentlichte Schätzung der Bankiervereinigung ist brisant, prophezeit die «NZZ am Sonntag». Sie widerspricht diametral dem statistischen Zahlenmaterial der Schweizerischen Nationalbank (SNB), das nun in der Weltpresse zirkuliert.

Sind die Schätzungen der Bankiervereinigung korrekt, könnte die Lockerung des Bankgeheimnisses gravierendere Konsequenzen haben als bisher angenommen. Ausländische Privatpersonen könnten jetzt in grossen Summen nicht deklariertes Geld aus der Schweiz abziehen.

Weil diese Vermögenswerte doppelt so hoch sind wie bisher angenommen, erhält diese Gefahr eine entsprechend grössere volkswirtschaftliche Dimension, schreibt die «NZZ am Sonntag».

Aus einer Berechnung des ehemaligen Preisüberwachers Rudolf Strahm lässt sich ableiten, dass der Teil des Bankgeschäfts, der bisher auf dem Bankgeheimnis basierte, etwa zwei Prozent der Schweizer Wirtschaftsleistung ausmacht. (bru)

Erstellt: 16.03.2009, 06:31 Uhr

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48 Kommentare

Maximilian Blöchlinger

15.03.2009, 11:37 Uhr
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Die Verwaltung von nicht deklariertem Geld sollte nicht das Geschäftsmodell der Schweiz sein. Weg damit. Antworten


Walter Albiez

15.03.2009, 11:42 Uhr
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ist ja im Sinn der SVP, die möchten die Deutsche Autoindustrie boyokatieren, nun sollen doch auch alle das Geld aus der Schweizer Banken abholen. Dann hat die SVP das, was sie wollten. Es liegt noch viel Drogengelder und Gelder wo Diktatoren auf Schweizer Banken verstecken, von denen leben viele Schweizer Banken, wo zurzeit noch niemand weis. Antworten



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