Grübel beschert UBS-Aktie Kurssprung von 16 Prozent

Die Schweizer Aktien haben am Donnerstag deutlich zugelegt. Gesucht waren vorallem Finanzwerte. Der neue UBS-Chef Oswald Grübel wurde mit einem Kursfeuerwerk begrüsst.

Die überraschende Ernennung von Oswald Grübel als Konzernchef der UBS ist am Schweizer Aktienmarkt im Fokus gestanden. Die UBS-Aktien machten einen Sprung von mehr als 16 Prozent. Gestützt von den beiden Grossbankentiteln legte der SMI deutlich zu. Auch andere Aktienmärkte schlossen mit Gewinnen.

Der Swiss Market Index (SMI) legte am Donnerstag um 1,45 Prozent auf 4770,78 Punkte zu. Die Liste der Gewinner im Blue-Chips-Index führte die UBS an, die nach der sofortigen Auswechslung von Konzernchef Marcel Rohner durch den international hoch angesehenen Ex-CS-Banker Grübel um bis zu 18,4 Prozent auf 11,96 Franken abhoben und schliesslich bei 11,74 Franken und damit 16,2 Prozent höher als am Vortag schlossen. Im Schatten davon stiegen auch Credit Suisse um 10,9 Prozent, während die Avancen von 2,5 Prozent bei Julius Bär etwas bescheidener ausfielen.

Nestle, Novartis und Roche gaben nach

Deutlich zulegen konnten auch die grossen Versicherungskonzerne, allen voran Swiss Re mit 15,8 Prozent, Zürich mit 9,3 Prozent und Swiss Life mit 5,6 Prozent. Baloise verbesserte sich um 1,0 Prozent. Der Technologiekonzern ABB wurde 4,8 Prozent höher bewertet. Noch stärkere Gewinne des SMI verhinderten die Indexschwergewichte Nestle, Novartis und Roche. Nestle gab 1,5 Prozent nach, Novartis 1,4 Prozent und Roche 0,5 Prozent. Die Liste der Verlierer führte Nobel Biocare mit minus 6,6 Prozent an.

Finanztitel zogen auch andere Aktienmärkte nach oben. Grund ist nach Einschätzung der Marktbeobachter die Aussicht auf weitere Staatshilfen sowie massive Kostensenkungspläne der Institute.

Auch andere Börsen Europas legten zu

Der Deutsche Aktienindex DAX schloss in Frankfurt am Main 2,51 Prozent fester bei 3942,62 Punkten. An die Spitze im DAX stürmten Deutsche Bank mit über 14 Prozent und Allianz mit mehr als zwölf Prozent Wertgewinn. Münchener Rück folgte mit fast neun Prozent. Grösster Verlierer war mit fast sechs Prozent die Deutsche Post nach ihrem ersten Bilanzverlust seit 1996, gefolgt von Infineon mit ebenfalls fast sechs Prozent.

In Paris legte der CAC 40 1,78 Prozent zu. In London verbesserte sich der FTSE 100 um 1,73 Prozent. Die teilverstaatlichte Royal Bank of Scotland gewann 19 Prozent hinzu - trotz dem mit 24,14 Milliarden Pfund (27,13 Milliarden Euro) höchsten Jahresverlust der britischen Wirtschaftsgeschichte. In Tokio hatte der Nikkei praktisch unverändert geschlossen. 7.457,83 Zähler bedeuteten ein Plus von 0,04 Prozent.

Die Wallstreet eröffnete freundlich. Der Dow Jones stand knapp drei Stunden nach Handelsaufnahme bei 7.314,7 Punkten und damit 0.6 Prozent höher als beim Vortagesschluss. (vin/ap/sda)

Erstellt: 26.02.2009, 18:31 Uhr

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