Astra lockert Zulassungsverbot für VWs

Autos des Volkswagenkonzerns, die vor dem 2. Oktober 2015 in die Schweiz importiert wurden, dürfen ab nächster Woche eingelöst werden.

Auch die Schweiz war vom Abgasskandal betroffen: Ein Güterzug mit VW-Fahrzeugen bei Basel. (1. Oktober 2015)

Auch die Schweiz war vom Abgasskandal betroffen: Ein Güterzug mit VW-Fahrzeugen bei Basel. (1. Oktober 2015) Bild: Keystone

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Das Bundesamt für Strassen (Astra) lockert das Zulassungsverbot für bestimmte Fahrzeuge des VW-Konzerns, die von der Abgas-Manipulation betroffen sind. Die Lockerung gilt ab dem kommenden Montag. Amag hebt den Verkaufsstopp für zahlreiche Fahrzeuge auf.

Am 2. Oktober 2015 war eine Weisung des Astra in Kraft getreten, wonach Fahrzeuge des VW-Konzerns, die von den Abgas-Manipulationen betroffen waren und zu diesem Zeitpunkt in der Schweiz noch nicht in Verkehr gesetzt waren, nicht mehr zugelassen werden durften. Diese Weisung wird nun gelockert, wie das Astra am Freitag mitteilte.

Stichttag 2. Oktober

Zugelassen werden nun Fahrzeuge , die vor dem 2. Oktober in die Schweiz importiert und verzollt wurden, aber noch nicht zugelassen waren. Der Generalimporteur der VW-Gruppe in der Schweiz, Amag, kündigte am Freitagabend an, den selbst erlassenen Verkaufsstopp für die wenigen hundert betroffenen Neuwagen wieder aufzuheben.

Fahrzeuge, die erst nach dem 2. Oktober importiert und verzollt wurden, werden gemäss Astra erst nach der erforderlichen Umrüstaktion zugelassen. Laut Amag betrifft dies allerdings insgesamt nur 20 Fahrzeuge des Modells Caddy der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge. Für diese Fahrzeuge gelte weiterhin der von der Amag verhängte Verkaufsstopp sowie das Zulassungsverbot.

Schritte für Schritt

Mit den geplanten Rückrufaktionen richten sich Astra und Amag nach der Vorgehensweise des Deutschen Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Dieses hat im Januar grundsätzlich die Massnahmen gebilligt, die ihm der VW-Konzern zur Wiederherstellung der betroffenen Fahrzeuge unterbreitet hat.

In einem nächsten Schritt genehmigt das KBA jede einzelne Massnahme für jeden einzelnen Fahrzeugtyp. Von dieser schrittweisen Genehmigung des deutschen Amtes hängen die in der Schweiz geplanten Rückrufaktionen ab.

Amag werde jeweils unmittelbar nach Genehmigung der einzelnen Massnahmen des KBA die Rückrufaktion für die in der Schweiz immatrikulierten Fahrzeuge starten, teilte das Astra mit. Die Behörde geht weiter davon aus, dass bis im Herbst 2016 «sämtliche Massnahmen für die betroffenen Fahrzeugtypen vom KBA freigegeben» sein werden.

Rückruf im Gange

Nach Angaben von Amag hat die Rückrufaktion für den VW Amarok der ersten Generation bereits begonnen. Die Software für das Update stehe den autorisierten Servicepartnern zur Verfügung, und in den nächsten Tagen würden die betroffenen Kunden benachrichtigt.

Die Nachbesserung der Fahrzeuge in den autorisierten Werkstätten werden laut Amag in mehreren Stufen über das ganze Jahr 2016 ausgeführt. Der Zeitplan hängt vom in das Fahrzeug eingebauten Motor sowie der jeweiligen Ausstattung ab.

Volkswagen hatte mit einer Software Abgastests bei Dieselfahrzeugen manipuliert. In der Schweiz sind nach Astra-Angaben rund 180'000 Autos von Marken der Volkswagengruppe mit der manipulierten Software bestückt. Das KBA hatte einen Rückruf der betroffenen 2,4 Millionen Autos in Deutschland in die Werkstätten angeordnet. Weltweit geht es um 11 Millionen Fahrzeuge. (dia/sda)

(Erstellt: 29.01.2016, 17:17 Uhr)

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