Burckhardt Compression streicht in Winterthur 50 Stellen

Der Kolbenkompressoren-Hersteller Burckhardt Compression kämpft mit schlechten Zahlen und muss weltweit Kündigungen aussprechen. Betroffen ist vor allem der Standort in Winterthur.

Schweres Marktumfeld zwingt zum Stellenabbau: Burckhardt Compression in Winterthur. (12. November 2007)

Schweres Marktumfeld zwingt zum Stellenabbau: Burckhardt Compression in Winterthur. (12. November 2007) Bild: Walter Bieri/Keystone

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Der Winterthurer Kolbenkompressoren-Hersteller Burckhardt Compression baut am Standort Winterthur 50 Stellen ab. Weltweit streicht das Unternehmen insgesamt 100 Stellen, wie es am Donnerstagabend mitteilte.

Das Marktumfeld für das Geschäft mit Kompressorsystemen habe sich in den letzten Monaten weniger positiv entwickelt als erwartet, hiess es in einer Medienmitteilung. Der Bestellungseingang sei in den letzten Monaten schleppend und werde das Vorjahresniveau nicht erreichen.

Zudem sei der Bestellungseingang des Geschäfts mit Anwendungen, für die ausschliesslich Einzelkompressoren benötigt werden, zurückgegangen. Dies habe einen spürbaren Einfluss auf die Auslastung in der Fertigung zur Folge. Auch das Servicegeschäft sei langsamer gewachsen als erwartet.

Mittels Kündigungen

Der grösste Teil des Stellenabbaus müsse leider mittels Kündigungen vorgenommen werden, schrieb das Unternehmen. Für die betroffenen Mitarbeiter existiere ein Sozialplan. Burckhardt Compression beschäftigt in Winterthur rund 730 Personen und weltweit rund 2100.

«Das veränderte Marktumfeld macht eine Anpassung des Personalbestandes leider unumgänglich, was ich sehr bedaure», wird CEO Marcel Pawlicek im Communiqué zitiert.

Die Guidance für das Geschäftsjahr 2016/17 wird beim Bestellungseingang gesenkt. Neu wird mit weniger als 500 Millionen Franken gerechnet. Ansonsten bleibe der im Juni dieses Jahres kommunizierte Ausblick mit einem Umsatz von deutlich über 500 Millionen unverändert. (sda)

Erstellt: 25.08.2016, 18:26 Uhr

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