SNB soll jedem Einwohner 1200 Franken schenken

Ein Wirtschaftsdachverband macht einen Vorschlag zur Krisenbekämpfung.

Das geschenkte Geld soll über die Krankenkasse verrechnet werden: Ein Kunde an einem Bankschalter. (Archivbild)

Das geschenkte Geld soll über die Krankenkasse verrechnet werden: Ein Kunde an einem Bankschalter. (Archivbild) Bild: Keystone

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Die Kaufkraft ist zu schwach, der Franken zu stark. Um dem entgegenzuwirken, macht der Dachverband HandelSchweiz einen Vorschlag: Die Schweizerische Nationalbank soll jedem Bürger 1200 Franken schenken – 100 pro Monat. «Wir fordern, dass die SNB künftig jedem Schweizer Einwohner direkt eine bestimmte Geldration verteilen kann», sagt Jean-Marc Probst, Präsident von HandelSchweiz, zur «Schweiz am Sonntag». Viel zu verlieren habe man nicht. «Die Risiken sind sicher geringer, als wenn die SNB weiterhin im Devisenmarkt interveniert.»

Der geistige Vater der Initiative ist der Ökonom Michaël Malquarti. Er würde die 100 Franken pro Monat über die Krankenkassenprämie verrechnen, da jeder Bürger über eine Krankenkasse verfügt. «Diesen Mechanismus hat die Schweiz bereits bei der Rückzahlung der CO2-Abgabe erfolgreich angewandt», sagt Malquarti zur «Schweiz am Sonntag».

Diese Woche hat die SNB bekanntgegeben, dass sie ihre Geldpolitik unverändert fortführt. So bleiben der Leitzins und der Negativzins auf dem früheren Niveau. (woz)

(Erstellt: 20.03.2016, 09:39 Uhr)

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