Die derbe Zeichensprache der Börsentrader

Die Börsenhändler sind nicht gerade für Zurückhaltung bekannt. Ein Onlineportal hat nun über 400 Handzeichen identifiziert – darunter hat es einige Obszönitäten.

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Schnelle und zuverlässige Kommunikation über den gesamten Handelssaal ist für die Börsenmakler an der New Yorker Börse essenziell. Deshalb werfen sich die Händler untereinander Handzeichen zu, die das Wirtschaftsportal Businessinsider.de als rassistisch, sexistisch, obszön und grausam bezeichnet.

Historisch gesehen, sind diese Gesten aus einem ganz bestimmten Grund entstanden, wie Ryan Carlson vom Onlineportal «Trading Pit History» erklärt: «Die Vorgänge in einem lauten und hektischen Handelssaal, in dem Geschäfte über Zurufe abgeschlossen wurden, waren nur dann wirklich transparent für die Makler, wenn sie erkennen konnten, wer alles gerade am Markt aktiv war. Daraus haben sich dann symbolische Handzeichen für die grössten Brokerhäuser und Händler entwickelt.»

Wenn sich im Laufe der Zeit nicht ein neues, universelles Signal zur Identifizierung des Brokers gebildet hatte, blieben die Gesten aus dem Handelssaal weiter das Mittel der Wahl, um die Marktteilnehmer zu identifizieren, so Carlson, der als ehemaliger Börsenmakler das Handwerk des Traders bestens beherrscht und versteht.

«Trading Pit History» hat über 400 einzigartige Handzeichen zusammengetragen, mit denen grosse Broker unter anderem im Handelssaal der New Yorker Börse identifiziert wurden und zum Teil wohl auch bis heute noch werden.

(nag)

Erstellt: 07.03.2016, 16:17 Uhr

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