ABB stoppt Talfahrt – Dividende leicht erhöht

Der Energie- und Automationstechnikkonzern hat im letzten Jahr erneut einen Umsatzrückgang verzeichnet. Der Konzerngewinn ist dagegen gestiegen.

Mensch-Maschine-Kollaboration: Ein Kontrolleur hantiert an einem Industrieroboter. (Archiv)

Mensch-Maschine-Kollaboration: Ein Kontrolleur hantiert an einem Industrieroboter. (Archiv) Bild: Laurent Gillieron/Keystone

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Der auf Elektrotechnik und Automation ausgerichtete Industriekonzern ABB hat 2016 – wie schon in den vorangegangenen Geschäftsjahren – einen rückläufigen Umsatz verzeichnet. Die Einnahmen gingen diesmal um 5 Prozent auf 33,8 Milliarden Dollar zurück. Nach der ersten Handelsstunde lagen die Aktien in einem weitgehend unveränderten Gesamtmarkt rund 2,7 Prozent im Minus. Im vierten Quartal 2016 sank der Umsatz laut einer Mitteilung des Konzerns heute um 3 Prozent auf rund 9 Milliarden Dollar. Als Gründe für diese Entwicklung gibt ABB die schwierigen Marktbedingungen sowie zeitliche Effekte bei grossen Industrievorhaben an. Beim Konzerngewinn konnte die Industriegruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr dagegen die Talfahrt der Vorjahre stoppen. Das Konzernergebnis legte um 2 Prozent auf rund 2 Milliarden Dollar zu. Der Verwaltungsrat schlägt eine Dividendenerhöhung um 0.02 Franken auf 0.76 Franken je Aktie vor.

Bereits in den vorangegangen Geschäftsjahren musste Konzernchef Spiesshofer immer wieder Umsatz- und Gewinnrückgänge vermelden. So brachen 2015 die Einnahmen um 11 Prozent auf 35,5 Milliarden Dollar und der Konzerngewinn um 25 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar ein. 2014 ging es beim Umsatz um 5 Prozent auf 40 Milliarden Dollar und beim Konzernergebnis 7 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar nach unten.

Bessere Aussichten für nächstes Jahr

Für das laufende Geschäftsjahr lässt das ABB-Management einen besseren Geschäftsverlauf durchblicken – spricht aber dennoch von einem Übergangsjahr. Die makroökonomischen Signale aus den USA seien weiter positiv. Für China erwartet ABB ein fortgesetztes Wachstum.

Allerdings gebe es auch zahlreiche Unsicherheiten, wie die geopolitischen Spannungen in der Welt sowie den Brexit. Die Auftragseingänge 2016, die gewissen Aufschluss für künftige Umsätze geben, sanken laut Communiqué aber um 8 Prozent auf 33,4 Milliarden Dollar. (nag/sda)

Erstellt: 08.02.2017, 07:29 Uhr

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