Wirtschaft

«2010 wird ein schwieriges Jahr»

Aktualisiert am 11.10.2009 4 Kommentare

Die ersten zwei Konjunkturpakete des Bundes haben einige tausend Arbeitsplätze gerettet und neue Jobs geschaffen. Dennoch sieht Serge Gaillard, oberster Arbeitsmarktchef des Bundes, schwarz.

«Die Konjunkturpakete retteten einige tausend Arbeitsplätze»: Serge Gaillard.

«Die Konjunkturpakete retteten einige tausend Arbeitsplätze»: Serge Gaillard.
Bild: Keystone

In einem Interview mit der Zeitung «Sonntag» sagte Serge Gaillard, mit den Stabilisierungspaketen verfüge die öffentliche Hand über ein Instrument, um gegen die Krise zu kämpfen. «Allein in der Bauwirtschaft wurde die Auftragssumme in diesem Jahr mit den ersten zwei Paketen um mehr als eine halbe Milliarde erhöht.»

«Die Konjunkturpakete retteten einige tausend Arbeitsplätze und schafften neue Jobs», sagt Serge Gaillard, Chef Arbeitsmarkt beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Dennoch sieht er für den Arbeitsmarkt schwarz: Eine spürbare Besserung auf dem Arbeitsmarkt werde es erst 2011 geben. «Wir stellen uns für 2010 auf ein schwieriges Jahr ein.»

Sparen betrifft «relativ wenige»

Das hält den ehemaligen Gewerkschafter aber nicht davon ab, Sparreformen bei der Arbeitslosenversicherung (ALV) einzuleiten und die Sparpläne der bürgerlichen Parteien mitzutragen, welche die Taggelder bei den arbeitslosen Jungen unter 30 auf ein Jahr und bei solchen unter 25 auf ein halbes Jahr kürzen wollen.

«Das betrifft relativ wenig Personen», sagte Gaillard im Interview. Der Spareffekt belaufe sich bei den Kürzungen für die unter 30-Jährigen pro Jahr auf 60 Millionen Franken. «Was die Kürzungen für die unter 25-Jährigen bringen, haben wir noch nicht ausgerechnet.»

Die Jungen fänden schnell wieder Stellen: «Trotz der schwierigen Lage hat diesen Sommer fast jeder vierte stellenlose Jugendliche innerhalb eines Monats die Arbeitslosenversicherung wieder verlassen», sagte Gaillard. «Nur etwa 20 Prozent der arbeitslosen Jugendlichen bleiben mehr als sechs Monate bei uns angemeldet.» (bru/sda)

Erstellt: 11.10.2009, 19:59 Uhr

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4 Kommentare

Eugen Fischer

12.10.2009, 10:22 Uhr
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Die Schweiz hat einfach viel zu viele Gesetze und Bestimmungen. Die lämen doch unsere Wirtschaft zu sehr,. wenn ich nach Asien schaue, so haben viele Länder Wachstumsraten von 7 -8 %. Wir sind zwar Bezüger solcher Leistungen, doch übersehen wir doch, dass dies bedingt ist durch unser unflexibles Arbeitsumfeld, der zu vielen Gesetzen. Brauchen wir die, denn Kontrollen fehlen eh. Antworten


Robert Meyer

12.10.2009, 10:32 Uhr
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Ich stelle diese ganze Statistik in Frage. Wiedermal wird nicht von den vielen tausend Ausgesteuerten in unserem Lande gesprochen. Es werden jeden Monat mehr. Die Reduktion der Taggelder ist zum heutigen Zeitpunkt eine Augenwischerei werden doch erneut viele Stellen gestrichen woher kommen dann die Arbeitsplätze? Ganz einfach- es ist vorprogrammiert der Gang zum Sozialamt. Antworten



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