Wirtschaft

24 Millionen Franken für Grübel

Trotz Verzicht auf einen Bonus hat der UBS-Chef im letzten Jahr 4 Millionen Optionen auf UBS-Aktien bekommen. Damit hat die Grossbank Bonipläne der Credit Suisse abgelöst.

Die Umwandlung der Credit Suisse-Bonusprogramme erweist sich als Geldsegen: UBS-Chef Oswald Grübel.

Die Umwandlung der Credit Suisse-Bonusprogramme erweist sich als Geldsegen: UBS-Chef Oswald Grübel.
Bild: Keystone

Artikel zum Thema

Stichworte

SwissquoteExklusiver Trading-Partner

[Alt-Text]

Grübel verzichtet für 2009 auf einen Bonus. Dies obwohl er laut dem UBS-Geschäftsbericht einen vertraglich verankerten Anspruch darauf hätte. Ganz leer geht der Chef der Grossbank dennoch nicht aus. Im Gegenteil. Ein ihm zugteiltes Optionsprogramm hat aktuell einen Wert von über 24 Millionen Franken.

Das Programm hat ihm zwar die UBS (UBSN 13.16 2.02%) zugeteilt. Seine Ursprünge liegen allerdings bei der Credit Suisse, die Oswald Grübel bis zum Frühjahr 2007 geleitet hat. Als Grübel im Februar des letzten Jahres den Job als UBS-Chef angenommen hat, war er noch Nutzniesser von Bonusprogrammen seiner alten Arbeitgeberin. Deren Wert hängt vor allem von der Entwicklung der CS-Aktie ab. Hätte der frischgebackene UBS-Chef die Programme behalten, hätte er vor allem dann Kasse gemacht, wenn die Konkurrentin Credit Suisse gut abschneidet - ein ziemlich schräger Anreiz.

Auch die Sperrfristen übernommen

Damit Grübel das Programm aufgibt, hat ihm die UBS als Entschädigung UBS-Optionen zugeteilt, die am Stichdatum 26. Februar 2009 denselben Wert aufwiesen, wie die Programme der Credit Suisse. Das waren damals 13,2 Millionen Franken. Konkret erhielt Grübel 4 Millionen Optionen auf UBS-Aktien mit einem Ausübungspreis von 10,1 Franken pro Aktie. Zum aktuellen Kurs der UBS-Aktie beläuft sich der Wert der Optionen damit auf über 24 Millionen Franken.

Vom ursprünglichen Programm der Credit Suisse wurden auch die Sperrfristen übernommen. Erstmals kann Grübel im Mai dieses Jahres auf die Optionen zugreifen, ein zweites Mal im nächsten Jahr. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 15.03.2010, 17:26 Uhr

Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre