Wirtschaft
Achtung, Passkontrolle! Was der neue Personalausweis taugt
Von Christina Leutwyler. Aktualisiert am 24.03.2009 75 Kommentare
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Warum braucht es überhaupt biometrische Pässe?
Aus Sicherheitsgründen haben bereits über 50 Staaten einen Pass eingeführt, in dem biometrische Daten wie Foto und Fingerabdrücke auf einem Chip elektronisch gespeichert sind. In die USA können Schweizer nur dann ohne Visum einreisen, wenn ihr nach Oktober 2006 ausgestellter Pass ein elektronisch gespeichertes Foto enthält. Zur Pflicht wird der biometrische Pass für die Schweiz mit der Weiterentwicklung des Schengen-Rechts: Ab März 2010 darf sie nur noch Pässe ausstellen, in denen die Personalien, das Foto und zwei Fingerabdrücke elektronisch gespeichert sind. Tut sie das nicht, scheidet sie aus dem Schengen-Raum aus.
Wieso kommt es zur Volksabstimmung über die biometrischen Ausweise?
Die Revision des Ausweisgesetzes war im Nationalrat - anders als im Ständerat - umstritten. Er stimmte schliesslich mit 94 zu 81 Stimmen bei 12 Enthaltungen zu. Eine lose Gruppe von Gegnern, die sonst politisch nicht in Erscheinung treten, ergriff das Referendum. Sie mobilisierte hauptsächlich über die Internet-Seite freiheitskampagne.ch zur Unterschriftensammlung, weshalb dieses Referendum als erstes «Internet-Referendum» gilt. Unterstützt wurde es von Kreisen mit sehr unterschiedlichem politischem Hintergrund - von den Jungsozialisten bis zur Aargauischen Vaterländischen Vereinigung. Zahlreiche Unterschriften trug die Anti-Genozid-Partei bei, hinter der die «Organische Christus-Generation» steht.
Wer ist dagegen?
Gegen das revidierte Ausweisgesetz treten bislang die Grünen, die Juso, die Jungfreisinnigen und der Verein Grundrechte an. Die SP wird an ihrer Delegiertenversammlung vom kommenden Samstag voraussichtlich ebenfalls die Nein-Parole beschliessen. Am gleichen Tag entscheidet auch die SVP, in der die Vorlage umstritten ist. Die FDP, die CVP und die BDP unterstützen die Vorlage des Bundesrats und des Parlaments. Im Abstimmungskampf der Befürworter engagiert sich vorab der Wirtschaftsverband Economiesuisse, auf den auch die Internet-Seite reisefreiheit.ch eingetragen ist.
Wo sehen die Gegner das Problem?
Nicht für alle Kritiker der Vorlage stehen die gleichen Argumente im Vordergrund: Die einen befürchten, dass die im Chip gespeicherten Daten auf Distanz gelesen und der Inhaber so überwacht werden kann. Andere kritisieren, dass die Fingerabdrücke aller Passinhaber neu im Informationssystem Ausweisschriften (ISA) des Bundesamtes für Polizei (Fedpol) gespeichert werden. Wieder andere stören sich daran, dass man sich für einen neuen Pass oder eine neue Identitätskarte nicht mehr nur in der Wohngemeinde melden kann, sondern in einem der kantonalen Ausweiszentren vorbeigehen muss.
Können die Inhaber biometrischer Pässe aus Distanz überwacht werden?
Der Bundesrat versichert, es sei unmöglich, die auf dem Chip gespeicherten Daten unbemerkt zu lesen, während jemand den Pass zum Beispiel in der Mantel- oder Handtasche mit sich herumträgt. Der Chip ist nämlich mit dem sogenannten Basic Access Control geschützt. Er gibt die Daten nur dann zum Lesen frei, wenn der Pass geöffnet, seine maschinenlesbare Zone eingelesen und ein daraus errechneter Zahlencode verschlüsselt an den Chip gesandt wird. Die Fingerabdrücke sind mit einem zusätzlichen Schutzmechanismus gesichert. Sie können nur von jenen Ländern, Transportgesellschaften und Flughafenbetreibern gelesen werden, denen das Fedpol einen entsprechenden Schlüssel übermittelt hat.
Verlangt Schengen, dass die Fingerabdrücke zentral gespeichert werden?
Nein. Die Schweiz geht in diesem Punkt weiter, als dies das Schengen-Recht fordert. Der Bundesrat begründet dies mit Sicherheitsüberlegungen. Behauptet jemand, er sei Schweizer und habe seinen Pass verloren, kann er künftig anhand der Fingerabdrücke zuverlässig identifiziert werden. Pro Jahr werden rund 13'000 Pässe als verloren oder gestohlen gemeldet. Zum Vergleich: Seit 2003 wurden 3,9 Millionen Pässe ausgestellt.
Kann die Polizei auf die Fingerabdrücke in der Ausweisdatenbank zugreifen, um Verbrechen aufzuklären?
Nein. Polizisten und Grenzwächter dürfen im ISA nur zur Identitätsabklärung Daten abfragen - entweder anhand der Ausweisnummer oder mit Namen und Fingerabdruck einer Person, die sich nicht ausweisen kann. Wollte man die Fingerabdrücke zu Fahndungs- und Ermittlungszwecken nutzen, müsste das Gesetz geändert werden. Dagegen wäre ein Referendum möglich.
Wird auch die Identitätskarte künftig einen Chip enthalten?
Das ist noch nicht entschieden. Bis auf weiteres wird die ID unverändert ausgestellt. Der Bundesrat könnte aber gestützt auf das Ausweisgesetz auch eine biometrische ID einführen.
Wie teuer ist der biometrische Pass?
Der neue Pass für Erwachsene soll 140 Franken kosten, die Identitätskarte 65 Franken. Werden beide gleichzeitig bestellt, kosten sie zusammen 148 Franken. Für Kinder kostet der Pass 60 Franken, die ID 30 Franken und beides zusammen 68 Franken.
Was geschähe, wenn das Volk die biometrischen Pässe ablehnen würde?
Der Bundesrat müsste herauszufinden versuchen, welche Gründe für das Nein ausschlaggebend waren. Falls das Volk eine Wahlfreiheit - also weiterhin auch nichtbiometrische Pässe - verlangt, wäre dies nicht vereinbar mit Schengen. Ginge es hingegen um Punkte wie die zentrale Datenspeicherung, welche die Schweiz frei entscheiden kann, müsste der Bundesrat eine neue Vorlage unterbreiten.
Würde die Zeit reichen, um die Bedingungen von Schengen zu erfüllen?
Es würde schwierig, wäre aber nicht ausgeschlossen. Wäre die Schweiz am 1. März 2010 nicht bereit mit dem biometrischen Pass, müsste sie sich mit den 27 EU-Staaten innerhalb von 90 Tagen auf eine Sonderlösung einigen. Gelänge dies nicht, würde die Teilnahme der Schweiz an Schengen/Dublin beendet. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 24.03.2009, 11:42 Uhr
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75 Kommentare
Sehr geehrter Peter Mast, Sie verkennen den Ernst der Lage tatsächlich! Ein zentral gespeicherter Fingerabdruck ist terafach gefährlicher als irgendwelche andere Spuren von Cumulus-Card oder zig anderen Buchstaben im Internet. Ein Fingerabdruck gilt vor Gericht als Beweismittel! Können Sie sich vorstellen, was das bedeutet? Antworten
Der neue Pass kommt, so oder so. Wer also in bestimmte Laender reisen will, wird ihn haben muessen. Die Abstimmung mag vielleicht abgelehnt werden. Der Pass wird trotzdem produziert werden und zu kaufen sein. Der Preis ist aber am oberen Limit und wieso mit einem so unsicheren Chip? Genetische Daten bitte nicht in einen Ausweis, die Gefahr des Missbrauchs ist enorm! Sehr enorm! Also aufpassen! Antworten
@ Andrea König: Das Motto "Wer nichts verbrochen hat, muss keine Angst vor Fingerabdruck-Datenbanken" haben. Aha. Aber ich habe etwas mit gutem Grund zu verbergen. Man nennt es "Privatsphäre". Diese Vorsichtsmassnahmen, neue Pässe und nicht zuletzt die sensiblen Datenbanken zeigen, dass der Bürger dem Staat zu vertrauen hat und nicht umgekehrt. Es lebe 1984... Antworten
Ich hoffe alle Gegener dieses Passes haben keine Supercard oder Cumuluscard, surfen nicht im Internet und haben keine Kreditkarte. Auf allen diesen Karten und im Internet werden viel mehr Daten gespeichert und der Datenschutz ist gleich NULL. Jeder ist frei einen Pass zu kaufen und in Schengenländern reicht eine ID. Antworten
Wenn irgend welche Funktionäre irgendwo einen Unsinn erfinden um ihre Daseinsberechtigung zu demonstrieren sollen sie das tun. Wir können dies nicht verhindern. Verhindern können wir jedoch, dass wir diesen Unsinn noch stillschweigend mitmachen. Wenn andere Völker sich dies bieten lassen sollen sie. Und zudem; in den letzten Jahren hat uns "Der BUNDESRAT" schon zuviel versprochen. Also:NEIN. Antworten
Relax... Einfach den Pass kurz in die Mikrowelle legen und gut ist. Wie funktioniert ein RFID Chip, er hat ja keine Batterie? Ganz einfach, am Chip ist eine relativ lange gewickelte Antenne, eine Spule. Durch ein Magnetfeld wird in dieser Spule ein Strom induziert, der den Chip dann betreit und ihn zum Senden veranlasst. Ein entsprechend starkes Magnetfeld brät den Chip. Stichwort: RFID-Zapper Antworten
Die Schweiz will es wieder besser machen, als gefordert. Aber das ist ja nicht verwunderlich für ein Land, dass z.B. den Judenpass erfunden hat im 2. Weltkrieg oder als erstes Land überhaupt die flächendeckende biometrische Erfassung aller einreisenden Personen an Flughäfen eingeführt hat. Wie sagte ein Dürrenmatt? "Die Schweiz ist ein Gefängnis und jeder ist ein Gefängniswärter" Antworten
Sie glauben doch nicht im ernst, die Polizei werde die Daten "nur zur Identitätsfeststellung" benutzen! Selbstverständlich wird die Polizei die Daten früher oder später auch zur Fahndung nutzen. Der Traum jedes Kriminalisten wird wahr: Fingerabdrücke von allen Schweizerinnen und Schweizern! Die Fichen lassen grüssen.... Antworten
Ich bin etwas verwirrt, die SP strebt den EU Beitritt an, will sich aber diesem Diktat der EU widersetzen. Wäre die Schweiz in der EU, gäbe es gar nichts zum Diskutieren, geschweige denn zum Abstimmen, wir hätten den biometrischen Pass einfach. Und über die Kosten muss wirklich nicht diskutiert werden, ein Visum nach Russland kostet schon 50% mehr als ein biometrischer Pass, Fr. 140 ist nichts. Antworten
Wer solche Kontrollsysteme befürwortet, hat aus der Geschichte nichts gelernt und muss sich von mir Kurzsichtigkeit vorwerfen lassen. Die Menschheit gibt es seit Jahrtausenden - nicht auszudenken, wenn es diese Möglichkeit schon früher gegeben hätte! Demo-Kratie könnt ihr so über kurz oder lang übrigens vergessen, das perfekte Hilfsmittel für einen totalitären Staat. Leute lest Geschichtsbücher. Antworten
Und schon tappen wir mit unserer viel gelobten direkten Demokratie in die nächste Pfütze. Auch diese Abstimmung ist reine Spiegelfechterei. Wollen sich Schweizer Reisende in Zukunft ernsthaft in eine eigene Flughafenschlange einordnen, nur weil wir mit mittelalterlichen Pässen durch die Welt reisen? Zudem steht damit Schengen auf dem Spiel. Was soll das Theater? Antworten
Wie weit ist das kantonale Ausweiszentrum? Wir fahren um 05h30 ab, 130 Kilometer nach Bangkok, weil es hier (mit wohl 1000 Schweizern) kein Honorarkonsulat gibt; die Botschaft ist ab 11h30 wieder geschlossen. Die Reise sei zumutbar, für einen kleineren Pass mit 40 Seiten - früher waren es 48 grössere Seiten und man konnte notfals auch nach dem Mittagessen vorbei. Die Tätowierungsnummer ist nah! Antworten
Da lassen sich die Leute ihre Brieftaschen und Ausweispapiere klauen. Man findet massenweise offene Handy-Bluetooth-Zugänge. Man hinterlässt im Internet eine Schleimspur. Jedem Versandhändler gibt man freiwillig persönlichen Daten preis. Man schreibt mit einer Funk-Tastatur (nicht abhörsicher). Aber einen biometrischen Pass will man unter keinen Umständen (man könnte ja Daten fernauslesen) *hä?* Antworten
In der ZDF-Sendung WISO vom 02.02.2009 wurde die Problematik mit den biometrischen Pässen erläutert. Man soll keine Illusionen haben, denn es wird nicht die Sicherheit gefördert wie BR Widmer-Schlumpf behauptet, sondern dem Missbrauch erst recht Vorschub geleistet! Die CH ist nicht besser als DE! "Fingerabdruck im Reisepass manipulierbar": www.zdf.de/ZDFmediathek/content/683828?inPopup=true Antworten
Auch ich habe gesehn das der Pass aus Entfernung gelesen werden kann.Allerdings unter erheblichem Zeitaufwand. Ich habe nichts zu verbergen und wegen mir sollen doch die Fingerabdrücke gespeichert werden. Die erheblichen Mehrkosten sollten jedoch erst einmal gerechtfertigt sein ! Antworten
Auch ich bin nicht glücklich über diese Entscheidung, solche Pässe dienen keineswegs unserer Sicherheit sonder einer Totalüberwachung. Das ist aber keine Erfindung der EU sondern sondern der USA. Aber auch da wird sich die Schweiz nicht entziehen können, dann hat man ein weiteres Problem.Eine Volksabstimmung total unsinnig und verschwendetes Geld.Ein Nein an der Urne, was dann? Antworten
Habe vergangene Woche in Basel-Stadt einen neuen "biometrischen" Pass und gleichzeitig eine neue ID bestellt. Kein Rabatt erhalten. Dies besteht bloss für den herkömmlichen Pass zusammen mit der ID. Der Biom-Pass kostet 255 Franken und die ID 70 Franken und nicht wie im Artikel angegeben 148 Franken. Sollte ich vom Einwohneramt BS geprellt worden sein, bitte melden. Danke! Antworten
Alleine der Preis ist schon eine Frechheit. Das riecht nach Abzockerei. Meine Frau und ich haben im Oktober 2006 solche Dinger ausstellen lassen ,und haben damals dafür pro Pass CHF255.- bezahlt. Kommt noch dazu das der neue Pass nur noch 5 Jahre gültig ist. Merken Sie etwas ? Stinkt nach Sanierung der Finanzen. Antworten
Hoffe nur das sich die EU nicht in diese abstimmung einmischt. wir sind freie bürger und können, ebenfalls frei abstimmen. bern wird mehr und mehr zu einem ausführenden organ, nur weil es leicht unter druck kommt von undemokratischen ländern. es lebe die freiheit, schweizer seit wachsam. Antworten
Was soll denn die ganze Diskussion? Haben wir wirklich keine anderen Probleme im Moment? Die Schweiz ist nun mal ein Exportland und davon leben wir alle, auch diejenigen die die Schweiz nicht verlassen wollen. Das heisst, dass die meisten Geschäfte im Ausland gemacht werden, was wiederum heisst, dass viele Arbeitnehmer ins Ausland reisen müssen, denn Verkäufe werden nicht mehr vom Bürostuhl aus gemacht. Sollen unsere Exporte durch das Ablehnen einer solchen Lappalie wirklich wieder gefährdet werden. Wer keinen solchen Pass will soll doch einfach in der Schweiz bleiben. Antworten
Aus meiner Sicht ist diese Abstimmung überflüssig. Sie ist ein Missbrauch der Demokratie und kostet wieder viele Steuergelder. Jede Passfälschung ist eine zu viel. Wer keinen Pass will, muss auch keinen haben. Völlig freiwillig. Wenn er Reiseprobleme hat ist das seine Sache. Antworten
Warum diese ewige Diskussion? Können wir nicht direkt zum RFID-Chip-Implantat gehen, wo wir gleich auch noch AHV-Nr, Bankkonto, Handy und Kreditkarte integriert haben? One world, one currency, one government, one tyranny. Nichts einfacheres als RFID zu hacken oder Fingerabdrucküberzüge zu faken. Eine unsicherer Technologie als die vorherigen, v.a. weil sie als sicher betrachtet wird aber nicht ist Antworten
Es gibt diverse Nachteile am biometrischen Pass: 1) Er kostet viel mehr 2) Auch die ID soll biometrisch werden. 3) Pass und IDK können nicht mehr bei der Einwohnerkontrolle der Wohngemeinde beantragt werden. 4) Zentrale Datenspeicherung. 5) RFID-Chips wurden schon mehrmals gehackt 6) Weniger Arbeit für die Einwohnerkontrollen. Antworten
@Thomas Wirz. Das Verdikt der Schweizer Bürger über den Bio-Pass oder andere Vorlagen wird nach den jüngsten Erfahrungen mit dem Bundesrat im Streit um das Bankkundengeheimnis und den Finanzplatz Schweiz vernichtend ausfallen. Mit den ängstlichen Wallfahrten und voreiligen Kniefällen vor fremden Exzellenzen hat der heutige Bundesrat kollektiv wie einzeln jedes öffentliche Vertrauen verloren. Antworten
An alle die sich um die Reisefreiheit sorgen: Bei Bedarf (USA-Reisen) bekommt man schon heute problemlos den biometrischen Pass. Somit gibt es keinen Grund die erwiesenermassen unsichere RFID-Technologie obligatorisch zu erklären. Erst recht nicht mit einer zentralen Datenbank und in den Identitätskarten die man auf sich trägt. Das führt nur zu mehr Überwachung und Unsicherheit (Datendiebstahl!). Antworten
Immer dieselbe Leier: Wir können wohl an die Urne, haben aber gefälligst so zu stimmen wie es der EU gefällt. Einmal mehr wird mit der Guillotineklausel gedroht: Entweder wir spuren oder wir werden aus Schengen ausgeschlossen (was auch kein Schaden wäre!). Alles schon dagewesen. Es ist beschämend. Antworten
Zudem möchte ich zu bedenken geben, dass EU-Bürger keinen Pass brauchen, um in Europa herumzureisen; und Amerikaner brauchen in Nordamerika auch keinen. Sehr viele Leute verlassen den jeweiligen geographischen Raum hier auch gar nie. Im Gegensatz zu uns: Es muss doch möglich sein, ohne Biometrie-Pass in die EU zu reisen. In den USA gibt es übrigens auch Widerstand gegen diese Pässe. Antworten
Lieber Otto Ris, das Problem an der Speicherung Deines Fingerabdrucks: Wenn er einmal in der Datenautobahn drin ist, kann er herumtransportiert werden, wohin auch immer. Plötzlich steht in der Polizeiakte über einen Mörder Dein Fingerabdruck statt der des Mörders, weil dieser mal kurz einen HACKER eingeschaltet hat. Der Hacker kann natürlich auch die Regierung sein, wenn sie Dich loshaben will. ;) Antworten
Schengen verlangt das ab März 2010 neu ausgestellte Pässe biometrische Pässe sind, aber trotzdem braucht man als Schengen Bürger gar keinen Pass, bloss eine ID um in Schengen Ländern rumzureisen. Entweder heisst das, dass der Biometrische Pass nur in Nicht-Schengen Ländern nützlich sein wird oder die Einführung von biometrischen ID's ist bereits beschlossen und wird dem Bürger noch verschwiegen. Antworten
Äusserst bedenklich an dieser Geschichte finde ich vor allem, dass der (Dechiffrier-)Schlüssel an sämtliche andere Länder übergeben wird. Viele Leute sind gezwungen, beruflich in Länder zu reisen, welche Diktaturen sein mögen, oder die Gefahr laufen zu Failed States zu werden. Ich will auf keinen Fall dass solche Länder meine biometrischen Daten besitzen. Antworten
@Otto Ris: Schlimm daran ist, dass Fingerabdrücke vor Gericht als Beweis gelten. Kleiner Denkanstoss: Jemand liest die Daten aus ihrem Pass aus, fertigt sich eine Kopie Ihrer Fingerabdrücke an (technisch problemlos möglich) und begeht damit ein Verbrechen. Wenn sie kein stichfestes Alibi haben, werden Sie definitiv Mühe haben, Ihre Unschuld zu beweisen. Tolle Aussichten, nicht? Antworten
@Erich Plüss. Der Chip wird Menschen bereits implantiert. Vorerst nur gegen Depressionen, um Hirngeschädigten beim Denken zu unterstützen, beim Drogenentzug, Kinderüberwachung und mehr. Googeln Sie selbst: implantierte Chips. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er auch uns beim richtigen Denken helfen wird. Ein paar erfolgreich vereitelte Kindsentführungen, und schon ist jeder überzeugt... Antworten
Wenn der Bundesrat etwas versichert, kann man inzwischen davon ausgehen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. IT-Experten haben bereits bewiesen, dass die Pässe NICHT fälschungssicher sind und die Daten berührungslos ausgelesen werden können. Das System hat sich schon vor seiner Einführung als Nonsens erwiesen, leider ist diese Erkenntnis im Bundeshaus noch nicht angekommen! Antworten
Fragt sich, wie lange der Pass gültig sein wird. Witz: der Pass 06 ist über 4 Mal so teuer wie der Pass 06. Pass 03: 10 jahre; 120 Fr. Pass 06: 5 Jahre, Kosten 250 Fr. Pass 10: ???; 140 Fr. Fragt sich auch, warum der Kinderpass soviel billiger herausgegeben werden kann. Die Herstellungskosten werden ja dieselben sein. Antworten
Einig Volk von Bünzli- , Zanetti, und SVP-tum tummelt sich hier teilsweise auf diesen Forum. Die Welt könnte unmittelbar hinter unserem Rücken untergehen, und wir halten uns mit sowas von Belanglosigkeiten, in der Sache sicher wichtige Passgeschichte auf. Unglaublich, was für Aufwändungen, Nerven und Gelder vergeudet werden über ein Stück Paper und Karton.... Antworten
"Biometrischer Pass ab September 2006 - Bundesrat verabschiedet die nötige Rechtsgrundlage - Medienmitteilungen, EJPD, 17.03.2006 [.....] der Bundesrat hat die nötige Verordnung verabschiedet und auf den 4. September 2006 in Kraft gesetzt." Wereli-wer war doch damals Vorsteheher des EJPD, doch nicht etwa unser Super-Demokrat, Verkörperung das "Volkswillen"? Und EWS kann jetzt auslöffeln. Antworten
Ja, natürlich die Chips sind absolut unknackbar, unauslesbar (für nicht Berechtigte) und auch in zehn Jahren noch so sicher wie zur Konzeption vor Jahren. Eine kleine Kostprobe: http://freeworld.thc.org/thc-epassport/ Aber natürlich braucht es gegen den allgegenwärtigen Terror bessere Überwachung, möglichst flächendeckend und allumfassend. Symptome und deren Bekämpfung... Antworten
Die Welt ist seit dem Urknall ohne biometrischen Pässe ausgekommen. Das dürfte auch weiterhin so gehen. Diese Pässe sind ein typischer EU- und US-Bürokratenfurz, denen zu viel Demokratie noch nie geheuer war. Die zentrale Ausweis-DB ist die Garnitur, mit welcher die Schweiz das Anliegen in vorauseilendem Gehorsam verzieren will. Guet Nacht, wenn die Ausweis-DB gehackt wird. Kommt ja nie vor, oder. Antworten
Was bringt diese Aufruhr hier? Ob wir wollen oder nicht, wir haben diesen Pass zu akzeptieren. Was ist schon daran, wenn jemand meinen Namen aufgrund des Passes herausfindet, weil er ihn (von Ferne) lesen konnte. Damit weiss er noch nicht, wo ich wohne, welche meine andern Eigenschaften sind usw usw. Denn einlesen der Daten ist doch komplizierter, als im Internet herumsurfen. Antworten
Einige Artikel zum Thema RFID-Sicherheit.. http://news.magnus.de/sicherheit/artikel/us-hacker-kopiert-unbemerkt-rfid-ausweise.html http://www.heise.de/security/Black-Hat-RFID-Vortrag-wegen-angeblicher-Patentverstoesse-abgesagt--/news/meldung/86030 http://www.heise.de/security/US-Wissenschaftler-Neue-RFID-Ausweise-und-Fuehrerscheine-sind-unsicher--/news/meldung/117850 Antworten
Weshalb werden die IDs eigentlich ständig nur unter "ferner liefen" erwähnt? Da liegt in meinen Augen der grösste Skandal. Auf einen Pass kann man verzichten. Um eine ID kommt kaum jemand rum. Schon nur um eingeschriebene Post erhalten zu können. Dass man dafür künftig zur erkennungsdienstlichen Behandlung gezungen werden kann, ist wohl das Unglaublichste an dieser Vorlage. Antworten
Schade dass unsere Jungpolitiker keine wichtigeren Anliegen haben um sich zu Profilieren! Ueberlassen wir die Entscheidung doch jedem Einzelnen mit all seinen Konsequenzen - Personen, die immer in der Schweiz bleiben brauchen sowie so keinen Pass und das sind wohlmöglich die Gegner! Antworten
Mein Gott, was ist denn so schlimm daran, wenn die Fingerabdrücke gespeichert oder sogar aus der Ferne gelesen werden können? Schliesslich wird auch bei den bisherigen Pässen das Foto zentral gespeichert und kann bei Bedarf kriminaltechnisch verwendet werden. Vergesst bitte nicht, dass dadurch dem Missbrauch von Pässen und damit der Kriminalität entgegengetreten wird! Antworten
Thomas Wirz, Sie treten mit Ihrer Aussage offene Türen ein. Der neue Schweizer Pass ist Knackbar, das haben Sicherheitsspezialisten bereits nachgewiesen. Der RFID-Chip ist in sechs Stunden ausgelesen und bei den graphischen Massnahmen ist es nur eine Frage der Zeit, bis privaten auch wieder die Technik zur Reproduktion zur Verfügung steht. Heikler ist die Fehleranfälligkeit des Systems! Antworten
Ich hoffe die unnötigen Diskussionen sind bald vorbai und der Biopass kommt endlich, denn dann wird endlich alles Einfacher, für all die Personen, zu welchen ich mich zähle, welche für Besprechungen nicht einfach nur in der Schweiz sind sondern ins Flugzeug steigen und die Schweiz fernab represäntieren. Nach wie vor, ist der rote Pass sehr gerne gesehen,Was kostet alleine diese Diskussionen????? Antworten
Wer weiss, welche Personen oder Behörden den Bundesrat in technischen Fragen beraten,aber die Aussage,der Chip und BAC seien sicher und unauslesbar ist so einfach nicht haltbar.Empfehle z.B. dieses Buch:http://www.springerlink.com/content/3j133333278u3x0j/ Forschung und genügend Real-World Beispiele zeigen,dass Hacks bereits möglich und deren Verbesserung jeweils nur eine Frage der Zeit sind. Antworten
unglaublich wie viele unüberlegten ("nein ist nein"), unglaubwürdigen ("ich brauche keine Sicherheit") und egoistischen ("wer reist denn in die USA? Ich schätze wenige. ohne mich") Voten hier zu lesen sind. Die einzigen, die etwas zu befürchten haben mit dem neuen Pass, sind jene, die etwas auf dem Kerbholz haben. Deshalb sollte die Datenbank auch zu Fahndungszwecken zugelassen werden! Antworten
Herr Zanetti, dass der Bundesrat den Volkswillen ständig uminterpretiert, manipuliert oder ganz einfach ignoriert ist nichts Neues. Beispiel Alpeninitiative. Würde der Volkswille beachtet, wäre das ein herrliches Stück Demokratie und der Biopass passe. Ich darf in Bern bald meinen neuen deutschen Pass abholen. Wir haben da keine Wahl. Es gibt nur noch biometrisch. Und kostet dazu noch 160 Franken. Antworten
@Tom Kuhn....jede Airline muss bis zu 30 Parameter über Ihre Fuggäste abgeben, nicht nur in den USA. Wer hier mit persönlicher Freiheit, Überwachung etc. argumentiert ist einfach nur krank und hat Paranoia. Ihr alle hinterlasst hier mit jedem Eintrag Eure Schleimspur im Netz, wo ist jetzt das Problem? Ihr habt Zeitungsabonnenments, Fernsehabonnements, Internetanschlüsse und und und,,,PRoblem?? Antworten
Diese Ausweise sind keineswegs sicher... von allen biometrischen Pässe können nachweislich Kopien erstellt werden (und sind nachweislich auch schon erstellt worden (bsp. Thailand). Die Behauptung einer besseren Sicherheit solcher biometrischen Pässe ist längstens widerlegt. Die Pässe dienen einzig einem Polizei- und Ueberwachungsstaat, wie es offenbar nun die Schweiz auch sein möchte. Antworten
Immer wieder stellt der Bundesrat die erwiesenermassen falsche Behauptung auf, die Daten könnten nicht unbefugt ausgelesen werden (auch nicht heimlich durch "berechtigte" Stellen) obwohl die aussagen bereits mehrfach widerlegt wurden. Ausserdem ist es mit geringem technischem Aufwand möglich, einen RFID-Chip zu fälschen, also gilt auch das Argument der erhöhten Sicherheit nicht... Wieso also? Antworten
19. März 2008: Finanzminister Hans-Rudolf Merz: «An diesem Bankgeheimnis werdet Ihr euch die Zähne ausbeissen.» 19.Februar 2009: Hans Rudolf Merz: "Das Bankgeheimnis bleibt!" 13. März 2009: Der Bundesrat erklärt sich zur Übernahme des OECD-Standards bereit. Soviel zum Thema "Der Bundesrat VERSICHERT, es sei unmöglich, die auf dem Chip gespeicherten Daten unbemerkt zu lesen. Antworten
Welche Vorteile haben biometrische Pässe? Aha, Zusatzinfos werden gespeichert. Alle werden wie Schwerverbrecher behandelt. Was die USA fordert, macht die EU und CH mit. Irgendwann müssen wir auf den Chips unsere Bankdaten, Krankengeschichte etc. noch speichern. Der gläserne Mensch und Überwachungsstaat lässt grüssen. Ein deutliches NEIN Danke!! Antworten
Direkte Demokratie mit Volksentscheiden scheint mit den heutigen bilateralen Verträgen inkompatibel zu sein. Bei jeder zweiten Abstimmung gibt es schon eine Vorlage die gemäss Bundesrat einen bilateralen Vertrag ausser Kraft setzt. Die Abstimmung über die biometrischen Pässe verkommt daher einmal mehr zur Grundsatzfrage: Jetzige bilaterale Verträge oder direkte Demokratie. Dann wähle mal Schweiz. Antworten
Dass biometrische gespeichert werden, stört mich weniger. Das passiert ohnehin bei verschiedenen Grenzübertritten. Viel störender ist der Punkt, dass die Daten auf einfache Art und Weise herausgelesen werden können. Ein globaler RFID-Verschlüsselungsstandard muss her. Antworten
Der Bundesrat versichert, es sei unmöglich, die auf dem Chip gespeicherten Daten unbemerkt zu lesen, während jemand den Pass zum Beispiel in der Mantel- oder Handtasche mit sich herumträgt...das hat ihnen wohl der CIA hoch und heilig versprochen. Es ist ja auch gaaaar nicht möglich, das Bankkonto von Sarkozy zu knacken (geschehen im Oktober 2008). Oder das Pentagon (geschehen am im Mai 2006)...etc Antworten
Ist den die Sicherheit ein Argument für alles? und was nützt es? ich brauche keine pseudo Sicherheit mit biometrischen Daten auf allen Pässen. Wer reist den regelmässig in die USA? ich schätze wenige aus der Schweiz. Warum muss ich das mitfinanzieren, wenn Bankers, Abgas-Touristen und Bundesräte in die USA reisen möchte? ohne mich. Antworten
Unsere biometrischen Daten werden schon so oft gespeichert; zB. in den USA, Japan, Thailand bei der Einreise. Das ist viel problematischer als die Daten in unserem Pass. Wenn wir nicht ja sagen dazu, machen wir die Reiserei für uns einfach komplizierter. Schützen vor Speicherung unserer biometrischen Daten können wir uns sowieso nicht; ausser wir igeln uns ein und bleiben in der Schweiz! Antworten
Nein Herr Zanetti. Es ist sehr wohl wichtig, warum das Volk nein sagt, falls es dies tun sollte. Falls z.B. die zentrale Datenbank das Problem ist, sollte versucht werden, die biometrischen Paesse ohne die Datenbank einzufuehren. Dies ist nicht uminterpretierung des Volkswillen, dies ist konstruktive Politik. Antworten
Warum wird in dem Artikel die Internetseite der Befürworter erwähnt und gleichzeitig die Internetseite der Gegner "www.freiheitskampagne.ch" nicht erwähnt? Handelt es sich dabei vielleicht um eine kleine Propaganda Aktion? Und weshalb werden die Gegner ständig in den Bereich von Sekten gerückt? Die meisten Stimmen kamen durch normale Bürger zusammen welche sich um die Zukunft der Schweiz sorgen! Antworten
Bitte auch beachten, dass der neue Pass nur noch halb so lange gültig ist und somit für den gleichen Zeitraum fast dreimal so teuer ist wie der alte. Es wäre schön, wenn die Presse die Aussagen des Bundesrats kritisch hinterfragen würde: Der Chip ist erwiesenermassen auf Distanz auslesbar und unsicher. Bewiesen wurde es oft genug z.B. Sendung Einstein bei www.sf.tv Antworten
Wenn das Volk auf die Frage, ob es biometrische Pässe will, nein sagt, so ist es unerheblich, was die Gründe dafür sind. Es will keine biometrischen Pässe. Punkt. Die Antwort von Frau Widmer-Schlumpf entlarvt sie als miserable Demokratin. Als Bundesrätin hat sie den Volkswillen auszuführen, nicht ihn nach ihrem Gusto umzuinterpretieren. Antworten



Beatrice Krähenbühl
Am besten fängt man eine Menge Fische, indem man ein grosses Netz rund um sie ausbreitet, das sie zunächst gar nicht erkennen, und es dann langsam aber sicher zuzieht. Die zentrale Datenbank und das biometrische Gesichtsraster für den neuen RFID-Pass riechen verdächtig nach Fischkutter und Fangnetz..... Und wir? Lassen uns noch FREIWILLIG einfangen? NEIN DANKE! Antworten