Wirtschaft
Airbus warnt vor kleinen Rissen an den Flügeln des A380
Aktualisiert am 06.01.2012 4 Kommentare
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Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat vor kleineren Rissen an den Flügeln des Grossflugzeugs A380 gewarnt, die Sicherheit der Maschinen sei dadurch aber nicht beeinträchtigt. «Wir bestätigen, dass Haarrisse auf den Aussenrippen der Flügel einer begrenzten Zahl von A380 gefunden wurden», erklärte der Flugzeugbauer am Donnerstagabend in Paris. Fluggesellschaften, bei denen die Maschinen zum Einsatz kommen, seien darüber informiert worden.
So hätten die australische Fluggesellschaft Qantas und ihre asiatische Rivalin Singapore Airlines bei ihren Airbus A380 Risse an den Tragflächen entdeckt. Die Swiss-Muttergesellschaft Lufthansa gab am Freitag Entwarnung. An den acht A380 der Airline sei bislang nichts festgestellt worden, sagte ein Konzernsprecher. Airbus habe die Lufthansa über die Risse informiert und empfohlen, mit der Überprüfung bis zur nächsten Wartung zu warten.
Die Risse müssten aber nicht dringend ausgebessert werden; es reiche aus, dies im Rahmen der alle vier Jahre üblichen Inspektion zu tun. Der A380 ist weltweit das grösste Passagierflugzeug und ein Flaggschiff des europäischen Flugzeugbauers Airbus. Sieben europäische und asiatische Fluggesellschaften fliegen bereits mit dem Langstreckenflugzeug mit 525 Sitzen, Airbus hat zudem 243 Bestellungen von 18 Fluggesellschaften.
Neuer Lieferrekord
Gleichzeitig vermeldet Airbus einen neuen Lieferrekord: Mehr als 530 Flugzeuge wurden 2011 ausgeliefert, wie es aus Unternehmenskreisen am Donnerstagabend hiess. Damit behauptet Airbus seinen ersten Platz vor dem US-Flugzeugbauer Boeing mit 477 Auslieferungen. Die Airbus-Jahresbilanz soll offiziell am 17. Januar in Hamburg vorgelegt werden. Für 2011 wird auch ein neuer Rekord bei den Aufträgen erwartet. Airbus-Kassenschlager ist die Mittelstreckenmaschine A320.
Aber auch beim A380 konnte Airbus in den vergangenen Monaten zulegen: Insgesamt 26 dieser Langstreckenmaschinen wurden im vergangenen Jahr ausgeliefert, womit das Unternehmensziel von 25 Maschinen übertroffen wurde. Bei den Bestellungen im Jahr 2011 lag die Zahl in den ersten elf Monaten bei 1378, davon 1307 für die verschiedenen Maschinentypen der A320. Boeing hatte für das vergangene Jahr einen Netto-Auftragseingang von 805 zivilen Flugzeugen genannt.
(jak/AFP)
Erstellt: 06.01.2012, 10:52 Uhr
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4 Kommentare
Der Vorteil bei einer Bauweise (hauptsächlich Aluminium-Legierungen) wie beim A380 ist, dass solche Haar-Risse rechtzeitig erkannt werden. Bei einem 787 Dreamliner (hauptsächlich moderne Verbundwerkstoffe) dürfte das schon schwieriger sein, da Micro-Struktur-Schäden bei Verbundwerkstoffen kaum erkannt werden ... eine echte Herausforderung für die Flugzeugwartung dieser fliegenden "BlackBoxen". Antworten
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