Wirtschaft

Amerikaner verscherbeln Burger King

Aktualisiert am 02.09.2010

Die verschuldete Fastfood-Kette ist nun in brasilianischen Händen. Nur noch die Kartellbehörden können den Deal stoppen.

Fetter Deal: Brasilianische Investoren kaufen Burger King.

Fetter Deal: Brasilianische Investoren kaufen Burger King.
Bild: Keystone

Die weltweit zweitgrösste Schnell-Restaurant-Kette Burger King wechselt den Besitzer: Für 4,0 Milliarden Dollar inklusive Schulden schluckt der Finanzinvestor 3G Capital das börsennotierte Unternehmen. Hinter dem New Yorker Finanzinvestor stehen wohlhabende Brasilianer.

Der Verwaltungsrat von Burger King habe dem Geschäft zugestimmt, teilte der us-amerikanische Konzern mit. Auch die Grossaktionäre TPG, Bain und Goldman Sachs stehen hinter dem Verkauf.

Pro Aktie fliessen 24 Dollar, ein Aufschlag von 46 Prozent zum Schlusskurs vom Dienstag. Am Mittwoch hatten erste Spekulationen über eine bevorstehende Übernahme die Aktie steil nach oben getrieben. Seitdem verdichteten sich die Hinweise, dass 3G zuschlägt.

Das Ja der Kartellbehörden steht noch aus

Bis zum Jahresende will 3G die Transaktion über die Bühne bringen. Alex Behring von 3G sprach von einer Kultmarke, die sich seine Gesellschaft einkaufe. Allerdings müssen die Kartellbehörden noch zustimmen, ausserdem kann es theoretisch passieren, dass ein Konkurrenzbieter auftaucht.

Bis 2006 war Burger King schon einmal komplett in der Hand von Finanzinvestoren. Dem Konzern hat die Krise am US-Arbeitsmarkt stärker zugesetzt als den Rivalen wie Branchenprimus McDonalds, er war deshalb auf der Suche nach einem Käufer.

20 Schweizer Filialen sind betroffen

In der Schweiz war das erste Burger King-Restaurant 1981 in Lugano eröffnet worden. Heute gibt es laut Angaben der Internetseite des Unternehmens 20 Filialen in der Schweiz. (miw/sda)

Erstellt: 02.09.2010, 17:20 Uhr

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