Analysten uneins über Grübels hoch gesteckte Ziele

Nach dem gestrigen Analystentag der UBS brüten die Experten über die Frage, ob die Grossbank die Ziele wirklich erreichen kann. Die Börse hat bereits eine Antwort.

Kann er 15 Milliarden Franken Vorsteuergewinn in drei bis fünf Jahren tatsächlich erreichen? Oswald Grübel setzt die Latte für die UBS hoch an.

Kann er 15 Milliarden Franken Vorsteuergewinn in drei bis fünf Jahren tatsächlich erreichen? Oswald Grübel setzt die Latte für die UBS hoch an.
Bild: Keystone

Das UBS-Papier hat am Mittwochmorgen nach dem Vortagestaucher wieder leichte Gewinne verzeichnen können. Ihr Kurs stieg im frühen Handel der Schweizer Börse um bis zu 1,7 Prozent. Nach einem kurzen Fall in den roten Bereich notierte sie später mit 16,92 Franken noch 0,4 Prozent höher als am Vorabend. Am (gestrigen) Dienstag war die UBS-Aktie um 3,6 Prozent auf 16,86 Franken getaucht und hatte damit den grössten Verlust unter den SMI-Titeln hinnehmen müssen. Der Swiss Market Index stand am Mittwochmorgen bei 6.411,7 Punkten, was einem Plus von 0,55 Prozent entsprach.

Nach dem UBS-Investorentag wies der Analyst der Zürcher Kantonalbank am Mittwoch darauf hin, dass das Erreichen der von der Grossbank gesetzten ambitiösen Ziele vor allem davon abhängen werde, wie sich die Märkte in den nächsten Jahren entwickelten. Zudem stünden verschiedene regulatorische Änderungen an, die teilweise noch unklar seien und sich negativ auswirken könnten.

Ein Lob auf die Führungscrew

Etwa optimistischer zeigte sich die Analystin der Bank Vontobel. Die von UBS-Chef Oswald Grübel an Bord geholten Manager dürften die Voraussetzungen dafür besitzen, die Bank wieder in die Rentabilitätszone zu führen, allen Geschäftseinheiten auf effiziente Weise zu profitablem Wachstum zu verhelfen und in allen Geschäftsbereichen Synergieeffekte zu erzielen, hiess es in ihrem Kommentar.

Den zusätzlichen Kapitalbedarf im Zuge der sich verschärfenden Richtlinien im Kapitalbereich werde die UBS aus eigener Kraft finanzieren können, indem sie die Gewinnreserven nutze. Entsprechend erwartet die Analystin, dass die UBS den Aktionären in den Geschäftsjahren 2010 bis 2012 nur eine schmale Dividende von jeweils 25 Rappen pro Aktie ausschütten wird. (cpm/ap)

Erstellt: 18.11.2009, 11:51 Uhr

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