Apple-Werber soll die Marke Griechenland aufmöbeln

Griechische Unternehmen starten eine gemeinsame Werbekampagne. Sie bitten EU-Politiker um Geduld und Solidarität. Hinter der Imageoffensive steckt der Mann, der 1997 Apple neu positionierte.

Wunsch nach mehr Geduld und Solidarität: Mit diesem Motto werben griechische Unternehmen gemeinsam in der europäischen Wirtschaftspresse. 
Bild: Inserat.

Wunsch nach mehr Geduld und Solidarität: Mit diesem Motto werben griechische Unternehmen gemeinsam in der europäischen Wirtschaftspresse. Bild: Inserat.

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Seit Monaten verfolgt der griechische Werber Peter Economides die Schlagzeilen über sein Land. Was er sieht, nimmt er mit Besorgnis wahr, denn als Werber weiss er: Schlechte Publicity ruiniert eine Marke innert Kürze, sie wieder aufzubauen, dauert Jahre.

Economides tourt seit Wochen durch sein Land und hält Referate zum Thema, wie man die Marke Griechenland wieder positiv ins Gespräch bringen könnte (siehe Box). Der Mann weiss, wie man angeschlagene Marken wieder zum Leben erweckt. 1997 arbeitete er im Werbeteam, das Apple (AAPL 107.65 0.63%) mit dem Slogan «Think Different» weltweit populär machte.

Gross angelegte Anzeigenkampagne soll Vertrauen zurückgewinnen

Peter Economides' Ideen stossen auf reges Interesse. Nun haben die 20 führenden Unternehmen den Werber für eine Anzeigenkampagne engagiert, die seit Tagen in der Wirtschaftspresse zu sehen ist.

Auf ganzseitigen Inseraten in Zeitungen wie «Financial Times», «International Herald Tribune», «Wall Street Journal» und auch in auflagenstarken deutschen und französischen Publikationen wirbt Griechenland unter dem Motto «Give Greece a Chance». In der Anzeige wenden sich die Firmen direkt an die Politiker Europas, die in diesen Tagen über weitere Rettungspakete beraten werden.

Flankiert wird die Zeitungskampagne von einer Website mit dem Namen Greeceischanging.com. Im Internet beschreiben die Initianten die harten Sparmassnahmen Griechenlands und die Anstrengungen, um strukturelle Reformen durchzuführen.

«Wir werden noch mehr tun»

Die Unternehmen bitten die Europäer um Geduld und Solidarität. «Wir brauchen weitere Unterstützung und eine Atempause, um aus diesem Teufelskreis zu kommen», ist in der Anzeige zu lesen. Weiter schreiben die Konzerne: «Wir sind Europäer, die eine konstruktive Rolle innerhalb Europas anstreben. Wir werden die Verpflichtung einhalten, Opfer erbringen und noch mehr tun.»

An der Imageoffensive beteiligt sind Unternehmen wie Aegean Airlines, Cosmote, Costa Navarino, Coca-Cola Hellenic, Eurobank, Piraeus Bank und Telekom OTE sowie der Verband der Touristik-Unternehmen in Griechenland (SETE). (lü)

(Erstellt: 27.02.2012, 14:27 Uhr)

Referat von Peter Economides

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Verhandlungen bis in die Morgenstunden

Verhandlungen bis in die Morgenstunden Gute Nachrichten für Griechenland: Die Euroländer einigten sich nach mehr als zwölfstündigen Beratungen am frühen Dienstagmorgen im Grundsatz auf einen Rettungsplan für das hochverschuldete Land, wie EU-Diplomaten mitteilten.

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