«Axpo beteiligt sich nicht an der Energiewende»

21 Milliarden Franken will der Stromkonzern Axpo bis 2030 in seine Anlagen investieren. Trotz dieser Riesensumme ist man bei Swisscleantech unzufrieden. Warum?

Wohin geht die Reise in der Schweizer Stromwirtschaft? Was Axpo will, passt den Konzernkritikern nicht.

Wohin geht die Reise in der Schweizer Stromwirtschaft? Was Axpo will, passt den Konzernkritikern nicht.
Bild: Keystone

Christian Zeyer

Christian Zeyer ist bei Swisscleantech verantwortlich für Berechnungen zur Energiepolitik. Ausserdem ist er Inhaber und Leiter eines Energieberatungsbüros. Swisscleantech selber sieht sich als informationspolitisches Sprachrohr der nachhaltigen Schweizer Wirtschaft.

Was Axpo will

Der Stromkonzern Axpo plant bis 2030 Investitionen in Kraftwerke in der Höhe von 21 Milliarden Franken. Die neue Investitionsstrategie wurde notwendig, nachdem der Bundesrat nach der Atomkatastrophe in Fukushima neuen Atomkraftwerken eine Abfuhr erteilt hatte. Die Axpo setzt einerseits stark auf Windkraftwerke im Ausland. Mit solchen Windparks will die Axpo 3,9 Terawattstunden Strom produzieren. Ebenfalls will der Stromkonzern an Wasserkraftskonzessionen in Frankreich herankommen und bis zu drei grosse Gaskombikraftwerke bauen. Konzernchef Heinz Karrer schliesst nicht aus, dass solche Gaskraftwerke auch in der Schweiz gebaut würden. Ob sich solche Investitionen auch lohnen, sei aber von den politischen Rahmenbedingungen abhängig. Karrer wies insbesondere darauf hin, dass der notwendige Ausbau der Stromproduktion nicht alleine in der Schweiz zu bewerkstelligen sei.

Auch Energiestiftung kritisiert Axpo

Axpo halte an «der veralteten Grosskraftwerkstrategie fest» und setze stattdessen auf mehrheitlich ausländische Gaskraftwerke, schreibt die AKW-kritische schweizerische Energiestiftung in einem Communiqué. «Von neuen Energien in der Schweiz und insbesondere von der Fotovoltaik will die Axpo nichts wissen, obschon die Potenziale hierzulande quasi unausgeschöpft sind.»

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Axpo-Chef Karrer nimmt Stellung. (Video: Keystone)

Herr Zeyer, der Stromkonzern Axpo (AXP10 104.5 -0.05%) hat seine Zukunftspläne (siehe Box) vorgestellt. Was fällt Ihnen generell auf?
Vor allem beim Ausbau der neuen erneuerbaren Energien scheint Axpo extrem pessimistisch. Im Inland ist der Zuwachs äusserst klein. Auf Photovoltaik scheint Axpo praktisch gänzlich verzichten zu wollen. Fazit: Axpo beteiligt sich nicht an der Energiewende und lässt diese durch andere vollziehen.

Sie sehen vor allem die Rolle der Photovoltaik ganz anders.
In unserer Cleantech Energie Strategie sehen wir hier ein Potenzial von 9.5 Terawattstunden im Jahr 2030. Demgegenüber hat Axpo nur gut eine Terawattstunde für alle neuen Erneuerbaren einberechnet. Offenbar ist der Stromkonzern nicht bereit, in diese zukunftsträchtigen Energien zu investieren.

Das passt ganz einfach nicht in die Grosskraftwerkestrategie von Axpo.
Dem scheint so. Dann muss man sich aber auch fragen, ob es denn den Axpo-Konzern überhaupt noch braucht, wenn dereinst die Atomkraftwerke abgeschaltet werden.

Welche Rolle sähen Sie denn für die Axpo bei der Energiewende?
Auch dezentrale Energieversorgung und Smartgrid brauchen Investitionen. Und wenn man es richtig macht, lässt sich auch hiermit Geld verdienen. Axpo wäre ja eigentlich in einer Poleposition, um diese Bewegung nun anzutreiben.

Warum kommen Sie und Axpo auf so unterschiedliche Ausbaupotenziale beim Sonnenstrom?
Wir wissen natürlich nicht, welche Überlegungen die Axpo anstellt. In unseren Berechnungen haben wir auch das Kostensenkungspotenzial der Photovoltaik mit einbezogen. Die Berechnung zeigt: Photovoltaik wird rentabel. Der richtige Zeitpunkt einzusteigen, ist jetzt. Abgesehen davon: die Solarindustrie findet unseren Wachstumspfad für Photovoltaik hoffnungslos konservativ. Sprich, die Preisentwicklungen dürften noch kräftiger nach unten gehen.

Axpo setzt auch auf ausländischen Windstrom, weil es in der Schweiz zu wenig Standorte gibt. Der richtige Weg?
Grundsätzlich unterstützen wir die Förderung von neuen erneuerbaren Energien – warum nicht auch im Ausland? So gesehen ist der Axpo-Ausbau auf Windstrom zu befürworten.

Wie bringt man den Strom von Nordeuropa in die Schweiz, wenn die Netze bereits jetzt überlastet sind?
Dieses Problem ist zu lösen. Was wir bei den Autobahnen und beim Datennetz geschafft haben, muss auch mit dem Stromnetz zu erreichen sein. Schliesslich haben alle Player ein Interesse daran.

Gegen neue transnationale Hochspannungsleitungen wird es Widerstand und Einsprachen geben. Und das wird zu Verzögerungen führen.
Bei der Bodenverlegung sollten die Bewilligungsverfahren bedeutend einfacher sein. Im Notfall sind wir für rabiatere Massnahmen. Wir halten Zwang hier für gerechtfertigt.

Braucht es Gaskraftwerke wirklich?
Wer heute ausschliesslich auf grosse Gaskraftwerke setzt, verbaut sich die Chancen, welche die Energiewende bietet. Wir schliessen längerfristig den Bau eines Gaskraftwerks nicht vollständig aus. Aber im Moment sollten wir eigentlich andere Aufgaben angehen. Da man ein Gaskraftwerk relativ schnell realisieren kann, ist dies kein Widerspruch.

Alle drei grossen Stromversorger bauen Stellen ab und tätigen Rückstellungen. Wie geht es in der Energiebranche weiter?
Generell darf man die Energiepolitik nicht auf eine Strompolitik reduzieren. Es lohnt sich, jetzt einen mutigen Schritt zu tun. Mehr Energieeffizienz und ein Ausbau der erneuerbaren Produktion: Beides kann heute begonnen werden. Kurzfristig braucht es dazu vor allem eine Ausweitung der kostendeckenden Einspeisevergütung und eine Förderung der Energieeffizienz, langfristig vor allem eine ökologische Steuerreform. Denn der Klimawandel und Fukushima zeigen deutlich: Unsere Energieversorgung trägt längst nicht alle ihre Kosten. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.01.2012, 14:56 Uhr

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59 Kommentare

Edoardo Rota

26.01.2012, 00:47 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Das EW Urseren hat 2011 mit 2 Kleinen Windturbinen über 3 Milionen kWh Strom generiert. Das kleine lokale EW verlangt vom Kunden für diesen Strom einen Aufpreis von 12 Rappen pro kWh. Damit deckt das EW die Mehrkosten welche die Windkraft in den Schweizer Alpen gegenüber konventionellem Strom mehr kostet ab . An die Räubergeschichten von Karrer + Co glauben nur noch die doofen Gemeinden u.Kantone Antworten


Peter Lenzlinger

25.01.2012, 13:46 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Der Konzern gehört dem Volk. Das Volk hat längst gegen AKW's entschieden. Daher hat der Konzern gefälligst ohne zu murren die Energiewende umzusetzen. Punkt. Wenn dabei kurzfristig die Boni sinken und überflüssig gewordenes Personal abgebaut wird, umso besser. Antworten


Albrecht Marco

25.01.2012, 11:11 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Wir sind jetzt mit unserm Wohnhaus vom Netz gegangen. Mit der heutigen Solar und Windenergie brauchen wir das nicht mehr. Unser Standart bleib gleich und ich kann jedem Einfamilienhausbesitzer nur anraten es gleich zu tun. Man ist unabhängig, so dass diese Diskusionen überflüssig sind und diese Strombarone mir den kalten
Rücken hinunter rutschen können.
Antworten


Albrecht Marco

26.01.2012, 10:06 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Die einzige Leere die ich habe ist zwischen den Zähnen. Abschreiben brauche ich die Anlage nicht das machen die Zwangsgebühren wie Zählermiete Netznutzung, KEV u.s.w. und ein Kugellager an der Turbiene kann ich noch selber wechseln wähernd die andern Leute Fernseh schauen.


Albrecht Marco

26.01.2012, 09:52 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Die Anlage kostet 16000 Fr. Solar. 4000 Fr. Windturbine. Ich habe kein Mercedes dafür ein Landwirtschaftsbetrieb mit einem 40järigen Maschinenpark und ein Solarbetrieb seit 20 Jahren. Ich bin reich, dass heisst ich bin Gesund und meine direkte Umgebung auch. Ich hab keine Lust ein neues Auto zu kaufen. Würde mich schämen. Die ganzen Anlagen die ich gebaut habe machten mich nicht reich aber zufried


Philippe Calle

25.01.2012, 22:41 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Sie argumlentieren aber ins Leere. Wir erwarten Angaben über die Beschaffungskosten dieser Anlage, wie sie in der nächsten Jahren abgeschreiben werden soll, was die Instandhaltungs- und Erneuerungskosten bedeuten werden... Sie sind angeblich sehr reich, um Ihr Haus so ausstatten zu können. Die meisten haben kein Geld dafür und die Sonne scheint auch nicht während der Nacht.


Alain Burky

24.01.2012, 20:55 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Die "gruen-lib-urb-2000W" Spassgesellschaft, beruhigt durch CO2-Ablasshandel,
regelt von nun an unsere Stromversorgung.
Da kann man nur hoffen, dass nicht die Energie fuer den intensiven Strobo oder
die Eiskuehlmaschine ausgeht ...
Antworten


Jakob Bohnenblust

24.01.2012, 20:53 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Die erneuerbaren Energien werden bald einmal das sein, was das Langzeitauto heutzutage ist. Antworten


Hans Huber

24.01.2012, 20:11 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Immer diese Angriffe auf Staatsbetriebe wie Axpo Antworten


Yves Froehlich

24.01.2012, 19:12 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Kleines Rechenbeispiel: Hat schon mal jemand ausgerechnet wieviel PV-Leistung mann/frau für die Kosten des Rückbaus eines einzigen A-Werkes installieren kann ? Genau vor solchen Rechnungen hat die AXPO und ihre Freunde Angst und macht daher voll auf Panik. Inklusive unnötiger Entlassungen so quasi als "Abschreckung"... (PS: Nur weiter so; in ca 6 Wochen machen wir unseren Strom selber...) Antworten


Anton Loechle

24.01.2012, 20:04 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Gratuliere - eigener Strom! Das muss ein tolles Gefühl sein! Haben Sie endlich die Leitung zu den elenden Abzockern gekappt. Ich habe auch keine Lust abgezockt zu werden und all den Unsinn zu unterstützen. Was nützt es, weniger Strom zu brauchen und immer mehr an das Netz zu bezahlen? Gar nichts! Welche Akkus brauchen sie? Ich habe mich für LiFePo4 entschieden. Zur Not habe ich noch einen Gen. ;-)


andreas schweizer

24.01.2012, 17:55 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Hat nicht die Axpo 4 Mia. Franken an Gewinnvortrag aus der Bilanz genommen?
Eigentümer der AXPO sind 5 Kantone: Ergo deren Bevölkerung.
Wirtschaftlich gesehen, können Monopolisten wie die AXPO gar keinen Verlust generieren. Buchhalterisch können solche Unternehmen Gewinne aus dem Monopol vor den Eigentümer, den Bürgern, verschwinden lassen.
Wo sind die 4Mia. Gewinnvortrag?
Antworten


Edoardo Rota

26.01.2012, 01:03 Uhr
Melden

Erinnere mich an 5 Mia. Franken die 1995 für den Netzausbau in der Schweiz auf der hohen Kannte lagen. 2011 wurde von Karrer + Co dem Schweizer Volk Angst vor den nötigen Kosten des Netzausbaus wegen den Solarstromanlagen gemacht. Wo sind die 5 Mia. versickert? Das Alles macht mich Krank.


Denis Hunziker

24.01.2012, 17:41 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Falls die AXPO in den erneubaren Energien eine akzeptable Investition findet, wird Sie investieren, keine Frage. Das Problem; es lohnt sich einfach nicht oder nur für wenige Ausnahmefälle. Ohne massiven Subsiden läuft bei den Erneubaren nichts und die Einspeisevergütung zu zahlen ist ein ökonomischer Unsinn. Wir haben genügend Katastrophen mit "gelenkten" Märkte erlebt, wollen wir das wiederholen? Antworten


Heini Müller

24.01.2012, 17:36 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Die Schreiberlinge (bez. Kommentatoren) von Farner sind schon wieder ganz schön auf Touren. Das war nach Fukishima noch anders. Da hat die online Abteilung von Farner dazugelernt. Antworten


Danilo Cortesi

24.01.2012, 17:18 Uhr
Melden 23 Empfehlung

Welche Energiewende? Träumen Sie weiter Antworten


Ralf Wenger

24.01.2012, 17:38 Uhr
Melden 16 Empfehlung

@D. Cortesi: hoffen wir, dass es ein Wunschtraum von einer Minderheit und nicht ein Albtraum für die ganze Bevölkerung wird... die Folge wären massiv steigende Energiekosten. Aber die werden uns erst dann präsentiert, wenn es kein zurück mehr gibt...


heinz ritschi

24.01.2012, 17:18 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Will axpo keine Zukunft? sie wäre wohl besser beraten, wenn sie Personal einstellen würde, Fachpersonal auf dem Gebiet alternativer Energie. Und sich damit für die Zukunft rüsten würden.
Umsatz gleich, Personal runter – Gewinn nach oben. Damit werden höchstens die Tantiemen und Boni der unproduktiven Stellen steigen. Für die Zukunft sieht es dann düster aus. Die axpo verbaut sich die Zukunft.
Antworten


Thomas Doebeli

24.01.2012, 17:17 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Es geht nicht um das Energieproblem. Es geht um die dezentrale Energieproduktion, also ein anderes Geschäftsmodell, welches den Monopolisten ganz und gar nicht passt. Antworten


Anton Loechle

24.01.2012, 20:20 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Jeder weiss doch, dass Dezentral besser ist. Mehr Arbeit, mehr Kilometer für die Servicewagen - dann das Schwarzstart-Happening! Synchronisation des Netzes per Facebook und Trillerpfeife. Schon Mao hat mit dem grossen Sprung nach vorne bewiesen, dass der wahre Power in den Hinterhöfen schlummert - das müssen wir nutzen! Die Monopolisten sollen bluten und auf ihrem Mordstrom sitzenbleiben!


Alain Burky

24.01.2012, 20:06 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Sie sprechen von einem Geschaeftsmodell (sind Sie Unternehmensberater?);
ich spreche von Versorgungssicherheit.
Man sollte wohl unterscheiden koennen, was man besser zentral
(z.B. Post und Bahn und auch Versorgungssicherheit, macht); und welche Bereiche man eher den Gemeinden/Regionen (Subsidiaritaetsprinzip)
ueberlaesst.


Josef Stern

24.01.2012, 17:04 Uhr
Melden 17 Empfehlung

nur logisch dass sich die Axpo nicht beteiligt. Dezentrale Energieproduktion-> jeder seine eigenen Solarpanels oder sein eigenes Windrad bedeutet für die Axpo nur eins: Verlust von Marktanteil, der NIE mehr zurück kommen. Antworten


Ueli Hoch

24.01.2012, 20:32 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Einverstanden! jedem sein Solarpanel und Windrad. Aber dann bitte nicht jammern wenn ihr im Dunkeln sitzt und die Pfanne nicht heiss wird, wenn weder die Sonne scheint noch der Wind weht.
Die Axpo ist sich halt bewusst, dass es für rund um die Uhr Stromversorgung etwas mehr als auf jedes Hausdach ein Solarpanel, braucht.


Alain Burky

24.01.2012, 20:31 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Dezentrale Energieproduktion ist logisch?
Na ja, es gab das auch schon im Atombereich (Prof. Seiffritz);
jede Gemeinde hat ihr eigenes kleines Atomkraftwerk.
(wuerde wenigstens in allen Jahreszeiten laufen).
Keine gute Idee - finde ich.
(Alternativ als Zusatz - regional - finde ich aber gut).


Benno Häberli

24.01.2012, 16:57 Uhr
Melden 13 Empfehlung

In der Geschichte gab und gibt es immer wieder Unternehmen, welche die Veränderungen nicht wahrhaben wollen. Prominente Beispiele sind Kodak, Polaroid, Olivetti, AGFA, Märklin, Altavista.
Das einzig Konstante sind Veränderungen.
Antworten


Alain Burky

24.01.2012, 17:46 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Das koennte ein Schlagwort eines Unternehmensberaters sein.
Diese Firmen haben wenigstens ueber laengere Zeit existiert und auch gute Produkte zu ihrer Zeit hergestellt.
Viele "Visionaere" scheitern aber schon an der Realitaet.


Claudio Thaler

24.01.2012, 17:24 Uhr
Melden 18 Empfehlung

Tja, diese "Veränderungen" waren aber die Realität und nicht Wunschdenken von Leuten, die das Gefühl haben, die Schweiz könne nur mit Solar-, Wind- und Wasserenergie über die Runden kommen. Das wird noch ganz übel enden, was hier als Zukunft angepriesen wird.


Alain Burky

24.01.2012, 16:31 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Ich habe mir die Muehe gemacht, bei Swisscleantech / FFSG im Internet reinzuschauen.
Da finder man z.T. noch die gleichen Firmen/Seilschaften, die bei der Strategie der Swissair oder
Allfinanz (CS-Winterthur) dabei waren.
Antworten


Klaus Schweizer

24.01.2012, 16:30 Uhr
Melden 44 Empfehlung

Warum sich Axpo nicht an der euphemistisch benannten Energierwende beteiligt? Vielleicht weil sie einfach besser rechnen kann. Antworten


ueli brunner

24.01.2012, 17:16 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Das kann sie bestimmt! Weil
a) die Kernforschung und die Entsorgung der radioaktiven Abfälle durch die öffentliche Hand finanziert wird und
b) unsere Politiker, die den Atomausstieg beschlossen haben, diese Rahmenbedingungen bisher nicht geändert haben....


Markus Kobel

24.01.2012, 16:44 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Sie rechnet eben nur bis zum nächsten Quartal oder max. bis zum nächsten Jahr wie praktisch alle grossen Konzerne und ihre Manager es heute tun. Langfristig gewinnorientiert denken und handeln ist nicht sexy, lieber heute fett abzocken.


rolf huber

24.01.2012, 16:27 Uhr
Melden 17 Empfehlung

karrer und alle bremser müssen endlich weg von der macht! solch kurzfristigen profiteure haben bei von kantonen getragenen unternehmen nichts zu suchen (wie auch der unfähige kägi). .... wer doch so von gaskraftwerken schwärmt soll mal "gaz monopoly" von arte.de schauen, das grauen garantiert. genauso wie bei den ch- atomkraftwerken Antworten


Alain Burky

24.01.2012, 19:52 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Sie haben sicher eine Loesung parat;
logisch-technisch-physikalisch untermauert;
wie man eine zuverlaessige Stromversorgung, in allen Jahreszeiten,
so ganz ohne Atom- / oder dann eben Gaskraftwerken sicherstellt.
(wenn Sie das haetten, waeren Sie weltweit sehr begehrt).


Ralf Wenger

24.01.2012, 16:23 Uhr
Melden 33 Empfehlung

Zitat: "Im Notfall sind wir für rabiatere Massnahmen. Wir halten Zwang hier für gerechtfertigt."... Der grossteil der Bevölkerung hat noch gar nicht richtig mitbekommen, was die angestrebte Energiewende bedeutet: Viele Einschränkungen im Alltagsleben und massiv höhere Energiekosten und Abgaben aller Art, die sich ein wachsender Teil der Bevölkerung bald nicht mehr leisten kann. Wehrt Euch dagegen! Antworten


Matthias Zwicker

24.01.2012, 17:19 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Herr Wenger kann man nur recht geben. Nun sehen wir klar und deutlich, was die schöne Energiewende mit sich bringt: Arbeitsplatzverluste (und dies in einer sonst schon schwierigen Lage). Und wer hat diesen Arbeitsplatzverlust verursacht? - Die Linken, welche angeblich Arbeitsplätze schützen. Herr Zeyer sollte vielleicht mal den Kopf einschalten und etwas von der mathematischen Formel wegkommen.


Gustav Dietrich

24.01.2012, 16:18 Uhr
Melden 34 Empfehlung

Swisscleantech hat hauptsächlich eines im Sinn: Subventionen abholen, eine gutschweizerische Tradition. Das sagt der Herr ja auch deutlich: Ausweitung der kostendeckenden Einspeisevergütung, Förderung der Energieeffizienz, vor allem eine ökologische Steuerreform. Alles auf unsere Kosten, mit zweifelhaftem Erfolg. Gerade die propagierte Fotovoltaik bringts eben NICHT in diesen grauen Wintertagen Antworten


Benjamin Herter

24.01.2012, 16:12 Uhr
Melden 19 Empfehlung

Berechnen ist gut und schön. Realisieren und nachhaltig produzieren ist etwas anderes, Herr Zeyer.Viel Glück! Antworten


Roman Rebitz

24.01.2012, 16:11 Uhr
Melden 31 Empfehlung

Einige haben wohl immer noch nicht verstanden das die Atomenergie massiv subventioniert wird, nämlich mit unserem Besitz und Leben. Oder habt ihr mal gehört das einer der Stromkonzerne für 500 Milliarden Schadenssumme eine Versicherung bezahlen musste ? Somit wären Alternativenergien ein Schnäppchen. Antworten


Pips Lippuner

24.01.2012, 17:14 Uhr
Melden 12 Empfehlung

@ Roman Rebitz
Einige haben wohl auch noch nicht kapiert, wer das mit der erneuerbaren Energie bezahlen wird. Diese Netzkosten werden voll auf den Konsumenten abgewälzt. Das "Schnäppchen" wird diese sehr viel Geld kosten. Diese Sache wird die Energie^resp. Netzpreise massivst in die Höhe treiben. Diejenigen welche es angerichtet haben, werden dann nicht mehr aktiv Politik betreiben. Wetten dass?


Cedric Gehrer

24.01.2012, 15:52 Uhr
Melden 22 Empfehlung

Niemand hat gesagt, dass der Umstieg gratis ist. Allerdings halte ich die Idee, die Energie aus Schweizer Quellen zu beziehen, deutlich nachhaltiger als jene, aus sinistren Diktaturen wie Russland oder Saudiarabien weiter gegen teures Geld unnötige Brennstoffe zu beziehen. Apropos Demokratie: Ich bin auch für eine Verfassungsabstimmung. Damit könnte man zB Axpo etwas Investitionsssicherheit geben. Antworten


Alain Burky

24.01.2012, 19:58 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Energie aus CH-Quellen - haben wir doch schon;
ca. 60% des Stroms werden mit Wasser produziert.
Die CH besitzt leider keine anderen Quellen, etwa im fossilen Bereich;
und mit Solar- und Wind kann man beim besten Willen nie alles - und vor allem nicht zuverlaessig (Bandenergie) abdecken ...


Stefan Meyer

24.01.2012, 15:46 Uhr
Melden 26 Empfehlung

"Was wir bei den Autobahnen und beim Datennetz geschafft haben, muss auch mit dem Stromnetz zu erreichen sein."
mit anderen Worten: wir haben absolut KEINE AHNUNG, wie die Probleme (hier: Stromtransfer) zu lösen sind ....
Antworten


Ralf Wenger

24.01.2012, 16:51 Uhr
Melden 12 Empfehlung

@B.Buerki: wenn es gemäss Ihnen so einfach ist, warum rechnet man dann mit so grossem Widerstand und spricht von Zitat:"Im Notfall sind wir für rabiatere Massnahmen. Wir halten Zwang hier für gerechtfertigt."?


beat buerki

24.01.2012, 16:33 Uhr
Melden 10 Empfehlung

doch, haben wir. gleichstromleitungen statt wechselstrom und das alte marode netz, dass man eh ausbauen muss, ausbauen und schon hat man die grössten probleme gelöst. zumal es heute leitungen mit höherer kapazität gibt als bestehene....


Hans Herbst

24.01.2012, 15:43 Uhr
Melden 38 Empfehlung

In der Diskussion über Kernenergie ging es der Atomlobby nie um Technologien, Energieversorgung oder CO2-Ausstoss, es ging und geht immer allein um Verteidigung des mit der Atomtechnologie verbundenen Energiemonopols. Nun, wo dies abgeschafft ist, wollen sie allen zeigen, wie mächtig sie doch sind. Im Grunde bestätigen sie mit ihrem Verhalten nur, dass es nie ehrlich gemeint haben. Antworten


walter bossert

24.01.2012, 16:33 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Wer hat denn da etwas anderes erwartet? Gerade weil dieses Verhalten ja vorhersehbar war hätte die Regierung einen klaren Plan aufstellen müssen wer was zu tun, oder nicht zu lassen hat, für das haben wir ein Energieministerium! Ich mache mir nun Sorgen,ob unter diesen Umständen die Gefahr der AKW s nicht eher grösser als kleiner werden!


steve walker

24.01.2012, 16:29 Uhr
Melden 17 Empfehlung

Wer ist die "Atomlobby"? Axpo? Zu Ihrer Information: die Axpo gehört fast ausschliesslich der Öffentlichkeit, somit den Steuerzahlern. Im Gegensatz zu den Swisscleantech-Firmen, welche in die eigene Tasche wirtschaften. Und mit "Ausweitung der Vergütungen" (=Subventionen) sowie "Steuerreformen" (=Steuererhöhungen) ans grosse Geld kommen wollen.


Alain Burky

24.01.2012, 15:42 Uhr
Melden 39 Empfehlung

Hat Swisscleantech / FFGS nur dialektische Kompetenz - oder auch techn. Kompetenz ?
Weil, selbst gemacht, haben sie praktisch noch nichts - nur gefordert ...
Antworten


Bruno Bernasconi

24.01.2012, 15:32 Uhr
Melden 42 Empfehlung

Hat Cleantech schon mal selber eine cleane Kilowattsekunde produziert oder wenigstens einen zu vernünftigen Bedingungen realisierbaren Vorschlag dazu gemacht, deren Ökobilanz besser ist, als die einer konventionell generierter? Antworten


Bruno Bernasconi

24.01.2012, 18:46 Uhr
Melden 7 Empfehlung

@Stefan Heimers: Das ist mir schon klar. Aber sie vertreten die sogenannten Cleantech-Produzenten, dies sich auch nur ein möglichst grosses Stück vom Kuchen abschneiden wollen. Das ist verständlich, aber ist es auch zukunftsträchtig? Die „Energiesparlampen“ z.B. sind auch nur eine Riesentäuschung (worauf leider auch unsere Parlamentarier hereingefallen sind, aber das ist ja nicht erstaunlich).


Stefan Heimers

24.01.2012, 16:34 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Economiesuisse hat auch noch nie etwas produziert, ihr angehörige Unternehmen aber schon. Bei Swisscleantech ist das genauso. Interessensvertretungen sind naturgemäss keine Produzenten.


Peter Einstein

24.01.2012, 15:28 Uhr
Melden 41 Empfehlung

Bis jetzt haben lediglich Politiker und AKW-Gegner wie Swisscleantech den Atomausstieg beschlossen. Wie man sieht, unter anderem auf Kosten von Arbeitsstellen (Axpo, BKW, etc) und zukünftig wesentlich höheren Strompreisen. Wie wärs, wenn man auch mal den Stimmbürger zum Atomausstieg befragen würde? Bei weitem nicht alle sind nämlich damit einverstanden. Antworten


urs berger

25.01.2012, 06:09 Uhr
Melden

@Einstein: sind Sie Politiker? Warum sagen Sie nicht einfach, warum Axpo und BKW heute hunderte Leute entlassen müssen, wenn wir bis 2035 aus der Atomkraft aussteigen? Was haben die für Stellen gehabt?


Peter Einstein

24.01.2012, 17:13 Uhr
Melden 8 Empfehlung

@beat buerki, @urs berger
Tatsache ist einfach, dass Axpo und BKW auch im Hinblick aus dem Atomausstieg im moment hunderte von Arbeitsplätzen abbauen und die AKW-Gegner diese Leute nicht beschäftigen können. Und es interessiert keinem dieser bald Arbeitslosen, ob sie evtl. in 10 oder 20 Jahren eine Stelle bekommen. Sie brauchen JETZT SOFORT eine neue Arbeitsstelle und zwar IN IHREM BERUF.


beat buerki

24.01.2012, 16:37 Uhr
Melden 9 Empfehlung

kleinkraftwerke müssen gewartet werden, ebenso wind und sonenkraftwerke, solarzellen auf dächer montiert werden, usw. ich denke nicht, dass es weniger arbeitsstellen geben wird. und wenn ich all die kosten die in die atomindustrie reingeschummelt werden, über steuergelder, bin ich fast sicher der strom wird nicht teurer sein, weil ohne atom produziert.


urs berger

24.01.2012, 15:43 Uhr
Melden 17 Empfehlung

warum wird immer wieder der ARbeitsplatzabbau in diesem Zusammenhang gebracht und von denen, die dieses Argument verwenden auch auf Nachfrage nie erklärt, wie dieser Zusammenhang aussieht? Wurde heimlich ein AKW bei jedem Anbieter stillgelegt?


Leander Knoller

24.01.2012, 15:09 Uhr
Melden 42 Empfehlung

Den Schlamassel aus einem überstürzten Ausstiegsentscheid, angerichtet von einer vor allem auf die eigenen Pfründe bedachter Solarindustrie wird nicht so leicht rückgängig machbar sein. Das wird den Leuten wohl aber erst dann klar werden, wenn tägliche Stromausfälle zum Alltag werden und die Stromkosten ins Unermessliche steigen. Von einem grünen Gewissen kann man sich nichts kaufen in dieser Welt Antworten


Stefan Heimers

24.01.2012, 16:41 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Von überstürzt kann keine Rede sein. Seit 40 Jahren diskutiert man über den Ausstieg aus der Kernenergie, und nun soll es nochmals 25 Jahre gehen. Insgesamt 65 Jahre - wer damals geboren wurde wird beim Ausstieg pensioniert. Das ist nicht überstürzt, sondern unglaublich langsam.


Julian Stratham

24.01.2012, 15:03 Uhr
Melden 39 Empfehlung

Und schwupps, ist die Katze aus dem Sack! Für die Finanzierung der Illusions-Blase 'erneuerbare Energien' brauchts vor allem Kohle (oder nobler ausgedrückt eben 'Ausweitung von Vergütungen und 'Steuerreformen')! Die interessierten Firmen wollen vor allem eines: grosse Kasse machen mit grossmundigen, nicht einhaltbaren Versprechungen! Eine Sackgasse ohnegleichen! Antworten



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