BMW fiel auf einen Finanz-Jongleur herein

Die Käuferin des BMW-Sauber Rennstalls hat keine reichen Investoren im Rücken. Hinter der Offshore Gesellschaft Qadbak steht ein verurteilter Betrüger.

Kein Startplatz, kein Investor: Ein Mitarbeiter des Formel-1-Teams von BMW Sauber in Hinwil.

Kein Startplatz, kein Investor: Ein Mitarbeiter des Formel-1-Teams von BMW Sauber in Hinwil.
Bild: Keystone

Die reichen Investoren aus dem Nahen Osten gebe es gar nicht, schreibt die «Sonntags Zeitung» in ihrer aktuellen Ausgabe. Hinter Qadbak Investments stehe einzig der Brite Russell King, ein rechtskräftig verurteilter Betrüger, der im Visier der Strafjustiz auf Jersey stehe.

Gemäss «SonntagsZeitung» habe der Finanz-Jongleur Firmen wie BMW und die Bank Rothschild zum Narren gehalten. Russell King verfüge nicht über die Mittel, um den Rennstall zu erwerben. Eingestanden dafür, dass der Kaufpreis von Qadbak an BMW bezahlt werde, sei Bahrain Capital International. Doch auch diese Firma habe sich als eine leere Hülle entpuppt, hinter der Russell King stehe. Qadbak habe sich quasi selber Garantien ausgestellt. Peter Sauber, BMW und die Bank Rothschild haben gegenüber der «SonntagsZeitung» keine Stellung genommen.

Ende November soll der Internationale Automobilsportverband (FIA) die Formel-1-Startliste für 2010 bekanntgeben. Sauber wartet noch immer auf eine Startlizenz. (tan)

Erstellt: 22.11.2009, 17:38 Uhr

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