Wirtschaft

BMW-Konzern stoppt Lohnexzesse

Aktualisiert am 24.10.2009

Wenn man Geld zur Motivation brauche, fördere dies eine schädliche Entwicklung für das Unternehmen, meint Harald Krüger, Personalchef des deutschen Autobauers.

Der Autohersteller BMW verabschiedet sich von ausufernden Manager-Gehältern. Ab dem nächsten Jahr wird die Entwicklung der Gehälter von Topmanagern an die Lohnentwicklung der Fabrikarbeiter gekoppelt, berichtete die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» (FAS). «Wir stellen sicher, dass sich die Schere im Konzern nicht weiter öffnet», sagte BMW-Personalvorstand Harald Krüger dem Blatt. In schlechteren Zeiten, mit weniger zu verteilendem Gewinn, schliesse sich die Schere sogar ein Stück: «Das Management erleidet dann deutlich höhere Einbussen als der Arbeiter am Band.»

Der BMW-Manager äusserte sich gleichzeitig kritisch zur Kultur der Bonuszahlungen in Banken. «Wenn man das Geld, die Boni, zur Motivation braucht, fördert das eine schädliche Entwicklung für das Unternehmen», sagte Krüger. «Wir haben intrinsisch motivierte Mitarbeiter und keine Leute, denen man ständig eine Karotte vor die Nase halten muss, damit sie sich bewegen.» (vin/sda)

Erstellt: 24.10.2009, 18:07 Uhr

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