Wirtschaft
Béglé: Von Anfang an sei gegen ihn geabeitet worden
Aktualisiert am 20.01.2010 8 Kommentare
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- Peter Hasler ist der neue Verwaltungsratspräsident
- Béglé kämpfte bis zum Schluss
- Leuenbergers falsche Wahl
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Mit seiner forschen Haltung sei er von Anfang an bei Seilschaften in der Post im Gegenwind gestanden. Von allem Anfang an habe im Verwaltungsrat der Post eine gewisse «Clanlogik» gegen ihn gearbeitet. So sei Michel Kunz bereits vor seinem Amtsantritt als neuer VR-Präsident als Konzernchef nominiert worden - ein fait accompli.
Das sei «peinlich» gewesen und als «Anti-Béglé-Plebiszit» interpretiert worden, sagte Béglé am Mittwochmorgen an einer vielbesuchten Medienkonferenz im Hauptsitz der Post in Bern. Zur gleichen Zeit wurde im Bundeshaus die Nomination seines Nachfolger Peter Hasler bekannt. Diesem wünschte Béglé viel Glück.
Seine Forderung nach der Suche nach weiteren Direktionskandidaten sei abgelehnt worden. Eigene Ambitionen, Post-Direktor zu werden, habe er nie unter den Scheffel gestellt. In einem solchen Fall wäre er vom Verwaltungsratspräsidium zurückgetreten. Dass er ein Doppelmandat angestrebt habe, stimme nicht und wäre bei der Post auch gar nie in Frage gekommen.
Aufgeschaukelte Affäre
Die drei Verwaltungsräte, welche sich in einem Brief ans Departement Leuenberger wandten, und die Rücktritte seien ein weiteres Kapitel gewesen. Die Sache habe sich immer weiter aufgeschaukelt. Ein Gipfel war dann der Abgang von Postchef Kunz. Nach der Lesart Béglés schuf dieser eine neue Organisation, welche seine eigene Position ausbaute. Er selbst, Béglé, habe aber zuerst die Richtlinien der Unternehmensführung festlegen wollen.
Mit seinem umstrittenen Nestlé-Zitat habe er nicht der grenzenlosen Globalisierung der schweizerischen Post das Wort reden wollen. Er habe nur zum Ausdruck gebracht, dass international tätige Unternehmen dem Land Mehrwert bringen. Die Post, erklärte Béglé weiter, sei ein hervorragendes Unternehmen. Er habe sich «mit Leib und Seele» eingesetzt.
Sein Indien-Engagement verteidigte der Zurückgetretene. Er habe dort einen Vertrag über 75 Prozent gehabt. Das entspreche 30 Wochenstunden. Und das stelle bei seinem Arbeitsvolumen nicht einmal die Hälfte der wöchentlichen Arbeitszeit dar. Das Post-Mandat zu 50 Prozent habe darunter nicht gelitten. (sam/sda)
Erstellt: 20.01.2010, 13:12 Uhr
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8 Kommentare
Freut Euch Ihr Medien, allen voran Blick.Ihr habt ihn erfolgreich abgeschossen. Die Neuerungen völlig abgeneigten Funktionäre haben hinterhältig, aber erfolgreich operiert. Gratuliere. Die neuen linkslastigen Strategien werden den Steuezahler drannehmen.Wenn 50% und 75% mehr als 100% ergeben so zeigt das ja nur, dass der Mann bereit war 25% mehr zu arbeiten. Antworten
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