Wirtschaft
Billigere Pyjamas: Migros kontert den Spott von Coop mit Zahlen
Von Norbert Raabe. Aktualisiert am 06.10.2009 16 Kommentare
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170 Pyjama- und 83 Hemden-Varianten sowie 72 Glacé-Produkte: das seien Produkte, die über 60 Prozent des verbilligten Sortiments von insgesamt 500 Produkten ausmachten, hatte Coop kritisiert. In einer Stellungnahme auf die Preissenkungen der Konkurrentin Migros bezeichnete der Detailhändler den Warenkorb als «kaum relevant» – und die Aktion primär als «eine PR-Kampagne mit einer fraglichen Auswahl von Produkten».
Die Migros nahm dazu auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet Stellung. Gemessen an der Zahl der ausgewählten Produkte ist der Anteil von Bekleidung und Glacé zwar hoch – doch eine Betrachtung der Preise relativiert das Bild, wie Migros-Sprecher Urs Peter Naef erläutert: «Die 170 Pyjamas und 83 Hemden machen nur 1,4 Millionen von den insgesamt 20 Millionen Franken aus, um die wir die Verkaufspreise insgesamt senken».
«Diese Liste war nirgends ersichtlich»
Auf die Kritik von Coop, dass mit 72 Glacé-Produkten «nicht zur Saison passende» Artikel verbilligt würden, entgegnet Naef, dass es sich keineswegs um Ladenhüter handle – auch wenn im Sommer sicher mehr davon verkauft würden. Unter dem Strich machten Hemden, Pyjamas und Glacés noch immer nur 2,3 von den 20 Millionen aus, so der Sprecher. Bei den übrigen verbilligten Produkten handelt es sich zum grössten Teil um Lebensmittel und Haushaltsartikel.
Zum Vorwurf einer «PR-Kampagne» wollte sich der Migros-Sprecher nicht in Form einer direkten Antwort an den Konkurrenten äussern – erlaubt sich aber einen Hinweis zum Thema Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit. «Im Januar, als Coop den Preisabschlag bei 650 Produkten machte, war diese Liste nirgends ersichtlich», sagt er, «wir stellen unsere Artikel aufs Netz, und nun wird auf uns geschossen!» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.10.2009, 18:20 Uhr
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16 Kommentare
Während Migros und Coop sich in Scheingefechten üben und da und dort ein bisschen Preiskosmetik betreiben, sind Aldi & Co. still und leise einfach billiger (und oft auch besser, siehe Kassensturz). Wenn der Schweizer Konsument erst mal seine Vorurteile gegenüber den deutschen Discountern überwunden hat, kommen auf unsere jahrzehntelang gemästeten Grossverteiler noch um einiges härtere Zeiten zu. Antworten
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