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Bitte umsteigen ins Internet
Von Norbert Raabe. Aktualisiert am 18.05.2011 12 Kommentare
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Wo heute die sachliche SBB-Webseite in weisser, blauer und roter Farbe erscheint, wird sich bald ein «Karussell» bewegen, wie ein Informatiker des Unternehmens formulierte. Drei Felder werden sich per Mausklick reihum bewegen – wie gewohnt der «Fahrplan», ausserdem der «Ticketshop» und die neue Rubrik «Aktuelles», mit der das Unternehmen besondere Angebote bewirbt und Nachrichten mitteilen wird.
13'000 Webseiten in vier Sprachen neu gebündelt und gestaltet: Die Kosten für die Webseite unter dem Motto «Bahnhof im Internet», deren Konzeption bereits vor rund zwei Jahren begonnen hatte, lag «im einstelligen Millionenbereich», wie Jeaninne Pilloud, Leiterin SBB-Personenverkehr, gegenüber Tages-Anzeiger/Newsnetz sagt – zugehörige Investitionen in IT-Infrastruktur allerdings nicht eingerechnet.
Informationen über die Zugbelegung
In spätestens zwei Wochen soll die Webseite laut den SBB online gehen, doch mit dem Start dürfte die Arbeit eigentlich erst beginnen: Der Auftritt ist nicht nur ein Marketingelement, sondern soll dereinst auch dazu beitragen, die Pendlerströme in der Schweiz ein wenig zu entschärfen. Zum Beispiel mit gezielten Marketing-Hinweisen auf Freizeitangebote, die ausserhalb der Stosszeiten liegen.
Ob und in welchem Umfang eine solche Verlagerung gelingen kann, muss derzeit allerdings offen bleiben. «Das Problem ist, dass sowohl der Pendler- als auch der Freizeitverkehr ansteigen», sagt Pilloud, «wir arbeiten im Moment daran, eine Zielgrösse für eine Verlagerung zu definieren.»
Zudem planen die SBB, zugleich mit der Information über eine gewünschte Verbindung auch Informationen über die Besetzung der betreffenden Züge zu präsentieren. «Das soll dann standardmässig besser zu sehen sein», sagt Pilloud, «verknüpft mit unseren aktuellen Informationen über das Rollmaterial.» Wer also dabei ist, einen überfüllten Zug zu buchen, könnte seine Reisepläne nochmals überdenken.
Aktuelles über das Netz verbreiten
Letztlich sollen auch die Userinnen und User künftig selbst einen Beitrag zur Entzerrung des Bahnverkehrs leisten, indem sie die entsprechenden Informationen im Netz weiterleiten. Die «Share it»-Buttons für Facebook und andere Netzwerke sind auf der Webseite schon verankert, und auch eine Blog-ähnliche Dialogplattform soll es den Kunden bald vereinfachen, mit den SBB Kontakt aufzunehmen. «Für diese und andere Pläne», so Pilloud, «haben wir mit dem Auftritt die Basis geschaffen.»
Also eine Webseite, die nicht nur Bahnangaben herausgibt, sondern auch einsammelt. «Wir wollen auch mehr Information gewinnen, damit wir unser Angebot besser anpassen können», sagt Pilloud. Ob es dereinst sogar einen echten «Mecker-Blog» geben wird, in dem Kritik geäussert und diskutiert wird? Solche Pläne, die etwa bei den ZVV umgesetzt wurden, gibt es bei den SBB offenbar noch nicht.
Zugriff über mobile Geräte verbessern
Immerhin dürften die Nutzer von iPhones und anderen Mobilgeräten sich über eine vereinfachte Bedienung freuen. Die erste umfassende Modernisierung der Webseite, die monatlich rund drei Millionen «Unique Visitors» verzeichnet, wurde nicht zuletzt durch die Verbreitung der Mobilgeräte angestossen – und soll nun dazu beitragen, dass sich die Menschenschlangen vor SBB-Schaltern und Billettautomaten zumindest nicht verlängern. Mehr Schalter sind laut Pilloud derzeit jedenfalls nicht geplant. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.05.2011, 14:10 Uhr
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12 Kommentare
So wie ich die SBB kenne, wird das neue aufgeschaltet und das alte abgeschaltet, bevor das neue richtig funktioniert.
Vielleicht überraschen sie mich ja mit einer perfekt funktionierenden Seite..
hoffentlich ändert sich dann die Android App auch noch..
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