Wirtschaft

«Blick» holt Chefs von «Bild» und «Vanity Fair»

Die personellen Leitplanken für den geplanten Newsroom der «Blick»-Gruppe sind gesetzt. Die Unruhe in der Belegschaft bleibt bestehen.

Neue Chefs: Der «Blick» und seine Schwesterpublikationen.

Neue Chefs: Der «Blick» und seine Schwesterpublikationen.

Ab März 2010 werden die «Blick»-Publikationen Blick.ch, «Blick», «SonntagsBlick» und «Blick am Abend» aus einem gemeinsamen Newsroom mit Inhalten beliefert. Vor knapp einem Monat hatte Ringier-Chef Marc Walder angekündigt, dass sich alle Ressortleiter der einzelnen Publikationen für die Leitung der künftig zusammengelegten Superressorts bewerben müssen. Gestern nun hat die Führung der «Blick»-Gruppe die neuen Ressortleiter im Zürcher Bernhard-Theater der Belegschaft vorgestellt.

Wie zu erwarten war, haben sich im Bewerbungsverfahren auch externe Bewerber durchsetzen können. Mit Dominik Hug hat Ringier für das People-Ressort einen Unterhaltungsredaktor der deutschen «Bild» zurückgeholt. Der Berner war bereits von 2006 bis 2008 als People-Chef des «SonntagsBlick» tätig und hat «Blick»-Unterhaltungschef Lukas Rüttimann ausgestochen.

Externe Bewerberin siegt

Mit Erstaunen nahm die Belegschaft die Verpflichtung von Moira Matthews zur Kenntnis. Die gebürtige Britin und Ex-Bildchefin der eingestellten «Vanity Fair» Berlin hat sich als externe Bewerberin ebenfalls gegen alle Bisherigen durchgesetzt.

Dem neuen Wirtschaftsressort steht künftig der jetzige Wirtschaftschef des «Blick», Daniel Meier, vor. Roman Seiler, Wirtschaft-Chef des «SonntagsBlick» tritt ins zweite Glied zurück. Die neue Leitung des Ressorts Politik ist noch nicht bestimmt, das Sport-Ressort leiten interimistisch Ernst Kindhauser und Patrick Mäder. Die vier News-Ressorts behalten die ersten drei Monate im Newsroom je ihre angestammten Ressortleiter, wovon sich am Ende einer durchsetzen muss. Intern bezeichnet man das als «spannende Konstellation».

Wieviele Entlassungen?

Die drängendste Frage der Belegschaft, nämlich die nach der Zahl der zu erwartenden Entlassungen, wurde gestern nicht beantwortet. Die Forderung der Ringier-Personalkommission, nach Start des Newsrooms während sechs Monaten keine Kündigungen auszusprechen, hat die Geschäftsleitung abgelehnt und diesen Entscheid ebenfalls gestern kommuniziert. Für die nächste Mitarbeiterinformation vom 12. Januar sind konkretere Informationen zu erwarten. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.12.2009, 07:39 Uhr

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