Bombardier streicht 7000 Stellen

Der Zug- und Flugzeugbauer Bombardier reagiert auf die schrumpfenden Umsätze in seiner Zugsparte: Er entlässt Tausende Mitarbeiter.

Etwa jeder zehnte Arbeitsplatz weg: Bombardier will die Wettbewerbsfähigkeit steigern. (7. März 2014)

Etwa jeder zehnte Arbeitsplatz weg: Bombardier will die Wettbewerbsfähigkeit steigern. (7. März 2014) Bild: Keystone

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Der kanadische Industriekonzern Bombardier hat mit sinkenden Umsatzzahlen zu kämpfen: Der Umsatz der Zugsparte schrumpfte nach Angaben vom Mittwoch im vergangenen Jahr von 9,6 Milliarden auf 8,3 Milliarden US-Dollar.

Der Zug- und Flugzeugbauer Bombardier streicht deshalb in den nächsten zwei Jahren weltweit 7000 Arbeitsplätze, davon allein 3200 bei der Zugsparte. Das kündigte der kanadische Konzern am Mittwoch in Montreal an. Genaue Zahlen zum Abbau in der Schweiz gibt es noch nicht. Die Stellenzahl werde an den Bedarf angepasst und die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert, begründete Bombardier den weltweiten Stellenabbau.

1000 Beschäftigte in der Schweiz

Ein Bombardier-Sprecher in der Schweiz erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, die Schweiz stehe nicht im Hauptfokus beim Abbau. Zum Ausmass des Abbaus könnten noch keine Angaben gemacht werden. Bombardier Transportation in der Schweiz werde in den nächsten Wochen Gespräche darüber mit der Personalvertretung führen.

Hierzulande arbeiten bei Bombardier an den vier Standorten Oberwil BL, Winterthur, Zürich Oerlikon und Villeneuve rund 1000 Beschäftigte. Die in Deutschland ansässige Zugsparte Bombardier Transportation zählt weltweit 39'500 Mitarbeitende. Der Konzern hatte schon in den vergangenen Jahren immer wieder Stellen gestrichen. (pat/sda)

(Erstellt: 17.02.2016, 14:05 Uhr)

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