Wirtschaft

Brisante Steuertricks der Swisscom

Die Swisscom hat Fastweb laut einem Medienbericht über ein ausländisches Akquisitionsvehikel erworben, nur um Steuern in Italien zu sparen.

«Inakzeptables» Verhalten: Swisscom mit Chef Carsten Schloter.

«Inakzeptables» Verhalten: Swisscom mit Chef Carsten Schloter.
Bild: Keystone

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Laut Recherchen der «SonntagsZeitung» hat die Swisscom (SCMN 367.6 -0.59%) Fastweb über ein ausländisches Akquisitionsvehikel erworben, nur um Steuern in Italien zu sparen. Die belgische Tochtergesellschaft ist nach Schweizer Steuerrecht legal, aber ihre Gründung politisch heikel. Swisscom optimiere durch diese Struktur aber nur Steuern in Italien und nicht in der Schweiz, sagt Swisscom-Sprecher Sepp Huber gegenüber der «SonntagsZeitung».

Was gemäss schweizerischem Steuerrecht legal ist, wird bei der Swisscom zum Politikum. «Wir wurden darüber nicht informiert. Es ist inakzeptabel, dass diese Gesellschaft nur zum Zweck der Steuerumgehung gegründet wurde», sagt SP-Präsident Christian Levrat. Für die SVP, die das Engagement der Swisscom heftig kritisierte, scheint zumindest die belgische Auslandstochter kein Problem zu sein: «Die Swisscom muss sich wie ein entsprechender Betrieb in der Privatwirtschaft verhalten», erklärt der Glaner Ständerat This Jenny.

Erstellt: 07.03.2010, 08:02 Uhr

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