Wirtschaft

British Airways fusioniert mit Iberia

Aktualisiert am 13.11.2009

Die britische und die spanische Fluggesellschaft schliessen sich zur drittgrössten Airline Europas zusammen. Die Hauptsitze teilen sich die beiden Staaten auf.

Mächtige neue Airline: Zusammen wollen die beiden Partner Kosten von 400 Millionen Euro einsparen.

Mächtige neue Airline: Zusammen wollen die beiden Partner Kosten von 400 Millionen Euro einsparen.
Bild: Keystone

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Die spanische Iberia ( 4.5 0.00%) und die British Airways (BA) wollen sich zu einer der grössten Fluggesellschaften Europas zusammenschliessen. Die Vorstände der beiden Unternehmen hätten eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, hiess es am Donnerstagabend in einem Communiqué.

Die Fusion solle bis Ende 2010 vollzogen sein und Kosten von jährlich rund 400 Millionen Euro einsparen. Beide Marken sollen erhalten bleiben. Die beiden Airlines hatten seit 16 Monaten über die Fusion verhandelt. Nach den Plänen soll BA 55 Prozent an dem neuen Unternehmen halten und Iberia 45 Prozent. Die neue Gruppe werde über eine Flotte von 419 Flugzeugen verfügen und 205 Ziele anfliegen.

Beide tief in den roten Zahlen

2008 transportierten BA und Iberia nach eigenen Angaben insgesamt 62 Millionen Passagiere. Im vergangenen Geschäftsjahr machten sie zusammen rund 15 Milliarden Euro Umsatz. Beide Unternehmen stecken jedoch tief in den roten Zahlen.

BA hatte erst vor einer Woche einen Halbjahresverlust vor Steuern von 292 Millionen Pfund (323 Millionen Euro) verkündet. Angesichts der Wirtschaftskrise flog auch Iberia im ersten Halbjahr 2009 einen Verlust von rund 165 Millionen Euro ein.

Iberia-Chef wird VR-Präsident

«Dies ist ein Riesenschritt in der Geschichte unserer Unternehmen. Wir haben die Basis zur Schaffung einer wahren globalen Fluggesellschaft gelegt», sagte Iberia-Chef Antonio Vázquez, der auch als Präsident des neuen Konzerns vorgesehen ist, zu der bevorstehenden Fusion.

Die Gruppe soll ihren Geschäftssitz in Madrid und den operativen Sitz in London haben, wie es weiter hiess. Eine Sprecherin von BA sagte, es werde vermutlich keine Stellenstreichungen geben, die über die bereits angekündigten hinausgingen. Sowohl BA als auch Iberia bauen derzeit tausende Jobs ab. Die meisten Kosten würden in den Bereichen IT und Beschaffung gespart werden, ergänzte die Sprecherin.

Aktien legten stark zu

Die Vorstände beider Gesellschaften waren am Donnerstag zu getrennten Sondersitzungen zusammengekommen, um die Fusion unter Dach und Fach zu bringen. Die grössten Hürden sollen zuletzt die Milliarden-Defizite bei den BA-Betriebspensionen sowie die hohen Schulden der britischen Gesellschaft gewesen sein.

An der Börse erlebten beide Unternehmen bereits am Donnerstag einen Höhenflug. Die Aktien Iberias legten in Madrid um fast zwölf Prozent zu, die von British Airways gewannen in London rund acht Prozent. Iberia hält bislang bereits zehn Prozent an BA, die Briten sind mit 13,15 Prozent an Iberia beteiligt. Beide gehören dem Luftfahrtbündnis Oneworld an. (oku/sda)

Erstellt: 13.11.2009, 09:44 Uhr

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