CS muss wegen illegalen Geschäften Millionenbusse zahlen
Artikel zum Thema
Die Credit Suisse muss wegen Beziehungen zu Staaten, die Ziel von US-Wirtschaftssanktionen sind, in den USA mit einer Vergleichszahlung von 536 Millionen Dollar rechnen. Der Hinweis der Bank in der Mitteilung vom Dienstagabend lässt darauf schliessen, dass es sich um die Abwicklung von Dollar-Geschäften mit Iran handeln dürfte.
Die Credit Suisse bestätigte am Dienstagabend, dass sie sich in fortgeschrittenen Vergleichsverhandlungen mit verschiedenen US-Behörden befinde, darunter dem US-Justizdepartement. Es geht dabei um die Abwicklung von Dollar-Geschäften zwischen 2002 und April 2007 mit Parteien, die Ziel von US-Wirtschaftssanktionen sind.
Im Dezember 2005 habe die Credit Suisse beschlossen, sich aus diesem Geschäft zurückzuziehen, heisst es in der Mitteilung der Schweizer Grossbank. In diesem Zusammenhang sei auch das Repräsentationsbüro in Teheran geschlossen worden.
Geschäfte mit Iran und Syrien
Die Credit Suisse geht davon aus, dass im Zusammenhang mit diesen Vergleichszahlungen an die USA im vierten Quartal dieses Jahres zusätzliche Vorsteuer-Belastungen von 445 Millionen Franken anfallen werden. Der Nachsteuer-Gewinn dürfte um 360 Millionen Franken belastet werden. Bis zum Abschluss der Vergleichsverhandlungen in den USA will die Schweizer Grossbank keine weiteren Angaben zum Fall machen.
Die Credit Suisse und die UBS hatten Anfang 2006 ihren Rückzug aus dem Geschäft mit dem Iran und mit Syrien bekannt gemacht und ihn damals mit Wirtschaftlichkeits- und Risikoüberlegungen begründet. Die USA hatte diese Staaten wegen Unterstützung des Terrorismus als «Schurkenstaaten» angeprangert. In der Bankenstatistik der Schweizerische Nationalbank für 2006 hatte dieser Rückzug der Schweizer Grossbanken deutliche Spuren hinterlassen.
Im Falle des Irans gingen die Verpflichtungen von UBS und Credit Suisse - oder umgekehrt betrachtet die iranischen Guthaben bei den beiden Instituten - im Vergleich zu 2005 um 1,340 Milliarden Franken oder 96 Prozent auf noch 61 Millionen Franken zurück. Die syrischen Guthaben bei UBS und CS sackten innerhalb eines Jahres um 4,896 Milliarden Franken oder 98 Prozent auf noch 118 Millionen Franken ab. (tan/sda)
Erstellt: 16.12.2009, 09:48 Uhr
Wirtschaft
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 22:09Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 12:15Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 10:16UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Wirtschaft
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 22:09Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 12:15Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 10:16UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Meistgelesen in der Rubrik Wirtschaft
Internet auf dem Fernsehen: Der Trend geht klar in diese Richtung. Werden Sie sich einen Smart TV kaufen?
Ja, auf jeden Fall
Nein, interessiert mich nicht
Erst wenn die Geräte billiger geworden sind
Ich habe schon einen
3308 Stimmen













































































