CS-Spitzenmanager verkaufen Aktien für 27,8 Millionen
Dürfte einen Teil seiner Aktien verkauft haben: Paul Calello, Chef des CS-Investmentbankings.
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Vier Spitzenmanager der Credit Suisse haben in den letzten zwei Tagen Aktien der Grossbank verkauft. Insgesamt wurden 500'000 Titel der CS im Gesamtbetrag von knapp 27,8 Millionen Fr. veräussert. Dies geht aus der Meldung der Börsenbetreiberin SIX hervor. Dabei sticht der Verkauf von 300'000 Aktien durch ein Geschäftsleitungsmitglied der Bank heraus - aus dieser Transaktion zu 55.29 Fr. je Stück resultierte ein Erlös von 16,6 Millionen Franken. Dafür in Frage kommt in erster Linie Paul Calello, der Leiter des Investmentbanking. Denn laut Geschäftsbericht hielt Calello per Ende letzten Jahres 411'856 CS-Titel. Aus der Geschäftsleitung besass CEO Brady Dougan Ende 2008 mit rund 296'000 Titeln das zweitgrösste Paket.
Seither haben sowohl Calello als auch Dougan zehntausende weitere CS-Aktien erhalten, die bisher gesperrt waren. Ein Sprecher der Credit Suisse wollte auf Anfrage der Finanznachrichtenagentur AWP keine weiteren, über die Meldepflicht hinausgehenden Angaben machen.
Insgesamt wurden vier Pakete verkauft: 100'000 Titel wechselten zu einem Stückpreis von 55.26 Fr. die Hand, 75'000 wurden für 56.61 Fr. und 25'000 für 56.8 Fr. verkauft.
Manager nutzen Zeitfenster
Die Credit Suisse hat vergangene Woche ihre Ergebnisse im dritten Quartal veröffentlicht - Manager verkaufen ihre Aktien bevorzugt nach Bekanntgabe von Quartalszahlen, wenn die Transparenz im Markt am grössten ist und ihnen keinen Wissensvorsprung zum Vorwurf gemacht werden kann.
Bereits nach der Publikation der Halbjahreszahlen Ende Juli machten fünf Spitzenmanager der Credit Suisse Kasse. Die beiden grössten Transaktionen im Wert von je 7,6 Millionen Franken wurden damals ebenfalls Calello sowie Dougan zugeschrieben. (vin/sda)
Erstellt: 28.10.2009, 15:49 Uhr
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