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CS-Tochter meidet den russischen Oligarchen
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Clariden Leu, eine Tochter der Credit Suisse, (CSGN 19.09 -1.39%) beweist Umweltbewusstsein. Der Emerging Markets Fund der Zürcher Bank hat entschieden, auf eine Investition in Rusal zu verzichten, wie «Bloomberg» berichtet. Rusal ist ein russischer Aluminiumkonzern.
Der Entscheid des Clariden Leu Funds ist umso beachtenswerter, als die Muttergesellschaft Credit Suisse vorletzte Woche mit anderen Grossbanken zusammen Rusal an die Börse von Hong Kong gebracht hat. Das war dort das erste so genannte «Initial Public Offering» eines russischen Konzerns überhaupt. Die Aktienplatzierung hat umgerechnet schätzungsweise 2,24 Milliarden Dollar eingebracht.
Geschäftspraktiken des Hauptaktionärs
«Wir berücksichtigen auch die allgemeinen Geschäftsaktivitäten des Hauptaktionärs», begründet Zina Psiola gegenüber «Bloomberg», warum der Clariden Leu Emerging Markets Funds die Aktien von Rusal meidet. Psiola verwaltet für den Fund Aktien von aufstrebenden Volkswirtschaften im Wert von 200 Millionen Dollar. Ihre Aussage bezieht sich auf Oleg Deripaska, der den grössten Anteil an Rusal hält.
Der Oligarch steht der russischen Regierung nahe und und unterhält mit ihr am sibirischen Baikalsee ein Zellulose-Unternehmen, dass diesen See in gefährlicher Weise verschmutzt. Das hat globale Bedeutung: Immerhin fasst der Baikalsee einen Fünftel der weltweiten Süsswassermenge, die nicht in Eismassen gebunden ist.
Für die Verschmutzung wurde diese Firma bereits 2008 zu einer Busse von umgerechnet 141 Millionen Dollar verdonnert. Wegen fallender Zellulosepreise wurde sie darauf vorübergehend stillgelegt. Am 19. Januar hat die russische Zeitung «Kommersant» die erneute Produktionsaufnahme des Unternehmens vermeldet. (mdm)
Erstellt: 25.01.2010, 19:22 Uhr
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