Wirtschaft
Canon und SPS melden Beteiligungen
Das Immobilienunternehmen Swiss Prime Site (SPS) hält mittlerweile 96,05 Prozent des Aktienkapitals und der Stimmrechte von Jelmoli. Damit dürfte dem Zusammenschluss von SPS und Jelmoli zur grössten Schweizer Immobiliengesellschaft nichts mehr im Weg stehen.
Bis zum Ablauf der Nachfrist am Donnerstag wurden SPS unter dem Angebot insgesamt 2'903'643 Jelmoli-Aktien angedient. Dies entspricht 95,1 Prozent jener 3'053'186 Jelmoli-Aktien, auf die sich das Angebot bezogen hatte.
Zusammenschluss mit Jelmoli vollziehen
Zusammen mit den Anteilen, die SPS zuvor an Jelmoli hielt, ist die Beteiligung des Immobilienunternehmens an Jelmoli auf 96,05 Prozent oder 4'118'629 Aktien angewachsen. Dies teilte SPS am Freitagmorgen mit. SPS sei nun in der Lage, den Zusammenschluss mit Jelmoli zügig zu vollziehen und Potenziale beim Ertrag und bei der Senkung der Kosten rasch zu erschliessen, wird SPS-Chef Markus Graf in der Mitteilung zitiert. Das definitive Ergebnis des Umtauschangebotes für Jelmoli-Aktionäre wird am 21. Oktober veröffentlicht.
An der ausserordentlichen Generalversammlung am 22. Oktober wird der Verwaltungsrat von SPS um zwei Jelmoli-Vertreter ergänzt. Zur Wahl vorgeschlagen werden Verwaltungsratspräsident Christopher Chambers und Grossaktionär Klaus Wecken. Die SPS-Generalversammlung muss zudem die zum Kauf notwendige Kapitalerhöhung beschliessen.
Canon Europa bezieht 1,03 Prozent der Schweizer Tochter
Der Kamera- und Kopiergerätehersteller Canon Europe hält 99,14 Prozent an seiner Schweizer Tochter. Bis zum Ablauf der Angebotsfrist am Donnerstag seien ihm 21'626 Aktien der Canon Schweiz angedient worden, entsprechend 1,03 Prozent aller ausgegebenen Aktien, teilte Canon Schweiz am Freitag mit.
Zusammen mit den 2'052'355 Canon Schweiz-Aktien, die Canon Europe bei Beginn der Angebotsfrist bereits gehalten habe, belaufe sich die Beteiligungsquote somit auf 99,14 Prozent der Stimmrechte und des Aktienkapitals von Canon Schweiz. Das definitive Zwischenergebnis soll am 21. Oktober 2009 veröffentlicht werden.
Aktien von der Börse nehmen
Canon-Schweiz-Aktionäre können das Angebot von Canon Europe zu den gleichen Bedingungen noch während der Nachfrist von zehn Börsentagen annehmen. Die Nachfrist dauert vom 22. Oktober bis zum 4. November.
Canon Europe beabsichtigt, die nicht angedienten Canon-Schweiz-Aktien kraftlos erklären zu lassen. Canon Schweiz plant parallel dazu, die Canon-Schweiz-Aktien von der Börse zu nehmen.
Canon Europe hatte 1993 rund ein Drittel an der damaligen Walter Rentsch Holding, dem Canon-Generalimporteur in der Schweiz, erworben. Seitdem hat die europäische Niederlassung des japanischen Grosskonzerns die Beteiligung stetig erhöht.
(oku/sda)
Erstellt: 16.10.2009, 11:26 Uhr
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