Wirtschaft

Chrysler und Fiat einigen sich

Aktualisiert am 27.04.2009

Der US-Autobauer Chrysler hat eine weitere Hürde im Kampf um seine Rettung genommen. Und der andere angeschlagene Autokonzern General Motors legt heute einen neuen Sanierungsplan vor.

Es sieht wieder besser aus: Autokonzern Chrysler.

Es sieht wieder besser aus: Autokonzern Chrysler.
Bild: Keystone

Die Gewerkschaft UAW stimmte einer vorläufigen Vereinbarung mit Chrysler, dem italienischen Hersteller Fiat und der Regierung zu. Washington hat dem Unternehmen eine Frist bis Donnerstag gesetzt, um mehrere Bedingungen für eine weitere Unterstützung zu erfüllen. Dazu gehören eine Einigung mit den Gläubigern über einen Tausch von Schulden gegen Aktien und eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft über einen Gesundheitsfonds für Pensionäre. Das Abkommen biete die notwendigen Rahmenbedingungen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern, erklärte Chrysler-Vertreter Al Iacobelli. Es helfe, die Vorgaben des Finanzministeriums einzuhalten, und damit könne Chrysler weiterhin eine Partnerschaft mit Fiat verfolgen.

Chrysler lebt zurzeit von staatlichen Notkrediten im Umfang von vier Milliarden Dollar. Einen ersten Sanierungsplan des schwer angeschlagenen Unternehmens lehnte Washington im Februar ab. Weitere staatliche Kredite für die Fortführung von Chrysler wären bei einer Beteiligung von Fiat an dem US-Unternehmen möglich. Im Gespräch ist die Übernahme eines Anteils von 20 Prozent. Im Gegenzug soll Fiat die Chrysler-Technologie für die Produktion von Kleinwagen erhalten.

GM legt neuen Sanierungsplan vor

Der ums Überleben kämpfende Autokonzern General Motors legt am heutigen Montag Einzelheiten eines neuen umfassenden Sanierungsplans vor. Nach Angaben von zwei Gewährsleuten will GM unter anderem mehr Werke schliessen als bisher geplant und das Aus der Marke Pontiac bekanntgeben. Der Autohersteller wird zurzeit mit staatlichen Notkrediten von 15,4 Milliarden Dollar am Leben erhalten. Die Regierung hat GM eine Frist bis zum 1. Juni gesetzt, um seine Schulden abzubauen, Kosten zu verringern und eine Umstrukturierung einzuleiten. Andernfalls müsste der grösste US-Autokonzern nach Angaben von Vorstandschef Fritz Henderson ein Insolvenzverfahren einleiten. (vin/ap)

Erstellt: 27.04.2009, 10:08 Uhr

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