Wirtschaft
Cisalpino-Züge: Das Warten hat bald ein Ende
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Die verspätete Lieferung der Züge kostet den Fabrikanten Alstom rund 90 Millionen Franken Geldstrafe. Auf diese Summe bezifferte Cisalpino-Chef Alain Barbey in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» die Konventionalstrafe, die Cisalpino zugute steht. Dies sei im Vertrag so geregelt für den Fall, dass der Hersteller Fristen verpasst. «Dazu kommen gegen 15 Millionen Franken, die wir im letzten halben Jahr für das Zumieten von Ersatzzügen aufwenden mussten», erklärte Barbey.
Der Zug scheine zuverlässig zu sein, erklärte SBB-Chef Andreas Meyer in einem Interview, das heute in de «SonntagsZeitung» erschien. Vorerst gehen laut Meyer drei der neuen Kompositionen ETR-610 in Betrieb. «Im Herbst müssen wir entscheiden, in welchem Umfang der neue Zug auf den Fahrplanwechsel im Dezember hin eingesetzt werden kann», ergänzte er.
Während die Bewilligungen für den kommerziellen Vorbetrieb auf der Strecke Genf-Mailand vorliegen, machen technische Probleme den Einsatz auf der Gotthard-Linie dagegen unmöglich. «Auf der kurvenreichen Gotthardstrecke erfüllen die Züge noch nicht alle Anforderungen», sagte Barbey weiter. Auf einem Streckenabschnitt von rund einer Minute seien die Testresultate ungenügend. (raa/sda)
Erstellt: 12.07.2009, 13:18 Uhr
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