Credit Suisse im Fokus amerikanischer Investoren

Der amerikanische Assetmanager Capital Group Companies hat seinen bisherigen Anteil an der CS auf über fünf Prozent ausgebaut.

CS-Titel haben zugelegt: Gebäude der Credit Suisse am Paradeplatz.

CS-Titel haben zugelegt: Gebäude der Credit Suisse am Paradeplatz. Bild: Keystone

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Die Credit Suisse scheint derzeit in der Gunst amerikanischer Investoren zu stehen. So wurde am Dienstag bekannt, dass der Assetmanager Capital Group Companies seinen bisherigen Anteil an der Schweizer Bank auf über 5 Prozent ausgebaut hat.

Dies wurde am Dienstag im Rahmen einer Pflichtmitteilung an die SIX bekannt. Die in Los Angeles domizilierte Gesellschaft gehört seit April 2015 zu den grösseren Aktionären der Bank, seinerzeit wurde eine Beteiligungshöhe von 3,0142 Prozent gemeldet.

Harris Associates hat Anteil bereits ausgebaut

Vor einer Woche hatte zudem der CIO der US-Investment-Gesellschaft Harris Associates gegenüber einer Nachrichtenagentur erklärt, die Gruppe habe ihren Anteil an der CS auf nun über 10 Prozent ausgebaut. Schon im Juni 2016 erhöhte Harris ihr Engagement an der Bank auf 5,08 Prozent von davor gemeldeten 4,21 Prozent. Den Aktien der Credit Suisse halfen diese Nachrichten auf die Beine.

Auf die Pflichtmeldung von Harris Associates wird allerdings noch gewartet. Sollte die Beteiligung von Harris die 10-Prozent-Marke tatsächlich überschritten haben, dann hätte dies das Unternehmen längst melden müssen. Denn gemäss den Vorschriften der Schweizerischen Börse SIX müssen bedeutende Aktionäre innert vier Börsentagen solche Transaktionen offenlegen.

CS erteilt keine Auskunft

Sollte Harris also am 22. August bereits über 10 Prozent der CS-Aktien gehalten haben, dann hätte die Offenlegung also am vergangenen Freitag erfolgen müssen. Eine entsprechende Anfrage bei Harris Associates von der Finanznachrichtenagentur AWP blieb bis am Dienstagmorgen unbeantwortet. Die Credit Suisse wollte sich dazu nicht äussern.

Besteht Verdacht, dass eine meldepflichtige Beteiligung nicht publik gemacht wurde, schaltet die Börse oder das betroffene Unternehmen die Finanzmarktaufsicht Finma ein. Diese entscheidet dann, ob eine Untersuchung eingeleitet wird oder nicht.

Dass das Interesse an der Credit Suisse gestiegen ist, zeigt die jüngste Entwicklung des Aktienkurses. Seit dem 22. August, als Bloomberg die Beteiligungserhöhung von Harris meldete, haben die Titel um rund 4 Prozent zugelegt. (kko/sda)

Erstellt: 30.08.2016, 10:23 Uhr

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