Wirtschaft

Dank Verkauf in der Migros: Rivella legt deutlich zu

Aktualisiert am 07.07.2009

Der Schweizer Getränkehersteller hat ein gutes Jahr hinter sich – auch dank Rivella gelb. Für die Zukunft ist er jedoch skeptisch.

Soll noch verbessert werden: Rivella gelb, präsentiert von Rivella-VR-Präsident Alexander Barth.

Soll noch verbessert werden: Rivella gelb, präsentiert von Rivella-VR-Präsident Alexander Barth. (Bild: Keystone)

Die Rivella AG ist nach eigener Aussage zufrieden: 2008 nahm der Pro-Kopf-Konsum in der Schweiz um einen Liter auf elf Liter zu, der Getränkeabsatz stieg um knapp 8 Millionen auf 111,4 Millionen Liter (7,6 Prozent), der Nettoverkaufserlös um 13,3 Millionen auf 154,1 Millionen Franken (9,4 Prozent). Der wertmässige Marktanteil von Rivella bei den Erfrischungsgetränken in der Schweiz erhöhte sich im letzten Jahr um 1,8 Prozentpunkte auf 20,1 Prozent.

Mit zum guten Ergebnis trug bei, dass die Migros Anfang 2008 die Exklusivmarke Mivella durch Rivella ersetzte. Für viel Schwung bei der ganzen Marke sorgte die Lancierung von Rivella gelb. Inzwischen sei die Dynamik der Lancierung abgeebbt, sagt Geschäftsführer Franz Rieder, und man sehe das Potenzial für Verbesserungen.

Die Platzierung in der Schweizer Markenrangliste in den Top 20 wurde im Mai 2009 ein weiteres Mal bestätigt. Darüber hinaus wurde Rivella ins Inventar des kulinarischen Erbes der Schweiz aufgenommen. Die Kampagne in Süddeutschland greift ebenfalls, in München und Stuttgart ist Rivella in über 500 Trendgaststätten erhältlich - und in den sechs Rivella-Rikschas, die im Sommer 2009 Fahrgäste durch München befördern und mit gratis Rivella erfrischen.

Sonne am Himmel hilft der Branche

Für Aufregung sorgte Rivella-Botschafter Emil Steinberger als Rikscha-Fahrgast: «Da stand eine Mutter, sah meine Rikscha und sagte zu ihren Kindern: Schaut, auf der Rikscha dort ist Emil abgebildet. Dann ein kleiner Schrei: Ach, da sitzt er ja selber drin! Das gibt's ja nicht!»

Rieder rechnet mit einem trüberen Jahr 2009, vor allem wegen der Umsatzrückgänge in der Gastronomie. Um das gute Ergebnis von 2008 zu erreichen, seien im Sommer und Herbst zwei Dinge nötig: Sonne am Himmel und Aufhellungen bei der Konsumentenstimmung. (oku/sda)

Erstellt: 07.07.2009, 10:20 Uhr

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