Das Klima im Bundeshaus
Von Hubert Mooser, Roman Weber. Aktualisiert am 17.03.2010 52 Kommentare
Artikel zum Thema
- Der Gletscher als Warnzeichen
- Bedroht der Klimawandel die Flugsicherheit?
- Der Schweiz stehen mehr und heftigere Winterstürme bevor
- In Grönland schmilzt das Eis doppelt so schnell
- Überraschendes Insel-Wachstum
- Im Sommer steigt das Gesundheitsrisiko in Südeuropa deutlich an
- Lichter aus – als Zeichen gegen Klimawandel
Der Klimagipfel in Kopenhagen war ein Reinfall. Grüne und SP finden jedoch, die Schweiz dürfe nicht darauf warten, bis sich die Staatengemeinschaft auf ein Reduktionsziel einigen könne. Sie verlangen, dass sofort Massnahmen ergriffen werden. Dazu gehört auch die von beiden Parteien mitgetragene Klimainitiative.
Hintergrund bildet das Ziel, die globale Erwärmung auf maximal 2 Grad Celsius auf vorindustriellem Niveau zu stabilisieren. Dafür muss der CO2-Austoss drastisch reduziert werden. Die eidgenössische Volksinitiative «Für ein gesundes Klima» verlangt eine Reduktion der Treibhausgase in der Schweiz um mindestens 30 Prozent bis 2020. Als Vergleichsjahr gilt 1990.
Sympathie für die Initiative
Im Interview mit Tagesanzeiger.ch/Newsnet sehen zwar Politiker aus allen Lagern Handlungsbedarf. FDP-Nationalrätinnen wie Christa Markwalder bekunden sogar Sympathie für die Initiative. Doch sie findet wie CVP-Parteipräsident Christoph Darbellay, die Reduktionsziele der Initiative seien zu ehrgeizig. SVP-Nationalrat Elmar Bigger hingegen ist der Meinung, der Klimawandel sei kein neues Phänomen, während des Erdzeitalters habe sich das Klima stets gewandelt. Während Christoph Mörgeli der Meinung ist, der Klimawandel finde nur in den Köpfen von Wissenschaftlern, Linken und Grünen statt.
Der Bundesrat wiederum empfiehlt dem Parlament, die Initiative abzulehnen - «da die verfassungsrechtliche Verankerung eines Inland-Reduktionsziels von minus 30 Prozent zu wenig Flexibilität zulässt». Mit dem Vorschlag zur Revision des CO2-Gesetzes hat die Regierung das Anliegen der Klimainitiative jedoch aufgenommen. Das CO2-Gesetz des Bundesrats sieht bloss eine CO2-Reduktion von 20 Prozent vor. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 17.03.2010, 18:16 Uhr
Kommentar schreiben
52 Kommentare
Das Klima hat sich immer verändert. Es wird sich an keine von Politikern oder Klimatologen gesetzten Ziele halten. Daher sollten wir den Focus und die Anstrengungen auf einen möglichst geringen Verbrauch von nicht erneuerbaren Ressourcen lenken. Als Konsequenz ergibt sich dann eine automatische Reduktion von CO2 und der Handel mit Zertifikaten erübrigt sich. Antworten
Anstatt Reduktionsziele in globo sollten Reduktionsziele in bestimmten Bereichen angestrebt werden. Neubauten beispielsweise sollten nur noch im Minergie-Standard (oder besser) möglich sein. Idealerweise erreicht man damit, dass ganze Lebensbereiche dekarbonisiert sind (Wohnen ohne CO2-Ausstoss). Antworten
Wirtschaft
Wirtschaft
Meistgelesen in der Rubrik Wirtschaft
- 1Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 2So günstig zum Eigenheim wie nie
- 3Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 4UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
- 5«Deutschland sollte niemanden züchtigen»
- 6Hilferuf aus Barcelona – Bankia braucht weitere 19 Milliarden Euro
Internet auf dem Fernsehen: Der Trend geht klar in diese Richtung. Werden Sie sich einen Smart TV kaufen?
Ja, auf jeden Fall
Nein, interessiert mich nicht
Erst wenn die Geräte billiger geworden sind
Ich habe schon einen
3308 Stimmen













































































