Das SBB-Sparbillett: Bis zu 60 Prozent Rabatt

Für spezielle Züge und zu bestimmten Zeiten bieten die SBB ab sofort reduzierte Billette an. Damit wollen sie auch neue Kunden gewinnen.

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Die Idee geistert schon seit längerem herum. Jetzt wird sie konkret. Ab sofort bieten die SBB auf bestimmten Zügen eine Anzahl reduzierter Billette an. Im Moment wird das Angebot noch etwas versteckt getestet, Anfang Juni soll es offiziell lanciert werden. Dann werden jeden Tag mehrere Tausend reduzierte Billette in den Verkauf gelangen.

Nur im Internet erhältlich

Die sogenannten Sparbillette können ausschliesslich übers Internet und bis zu zwei Wochen im Voraus gebucht werden und sind nur für einen bestimmten Zug gültig. Verpasst man den, ist das Billett nichts mehr wert. Sobald das Angebot offiziell ist, sollen die Kunden im Onlineshop der SBB auf die Sparbillette aufmerksam gemacht werden, falls solche für die gesuchte Strecke vorhanden sind. Zur Auswahl stehen Billette beider Klassen, mit und ohne Halbtax. Die Reduktion variiert im Moment zwischen 20 und 60 Prozent.

Schalter und Automaten kommen für den Verkauf der Sparbillette laut Patrick Comboeuf, der den Onlineverkauf der SBB leitet, nicht infrage: «Die Kapazitäten dort sind gar nicht darauf ausgerichtet, dass ein Kunde sich lange überlegen kann, welchen Zug er nehmen will.»

Ab Juni: Billett via iPhone kaufen

Die SBB erhoffen sich von den neuen Billigtickets eine Entlastung der Züge zu Stosszeiten – und eine bessere Auslastung während des Tages. Es sollen auch neue Kunden angeworben werden, die dank der günstigen Preise eher bereit sind, vom Auto auf den Zug umzusteigen.

Derzeit testen die SBB auch eine Applikation fürs iPhone, mit der man die Bahntickets einfach übers Handy kaufen kann. Für einige andere Mobiltelefone steht der Dienst schon zur Verfügung. Das Sparbillett wird es wohl nicht via Handy zu kaufen geben. Laut Comboeuf liegt das daran, dass das Handy vor allem dann als Kanal eingesetzt wird, wenn es schnell gehen muss und der Zug demnächst abfährt. Und in diesen Situationen seien die Sparbillette hoffentlich schon ausverkauft. Kommt hinzu: Diese Kunden gehören gar nicht zur Zielgruppe. (Tages-Anzeiger)

(Erstellt: 16.05.2009, 20:20 Uhr)

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