«Das ist ein logistischer Quantensprung»

Aktualisiert am 13.03.2010

Die Post will neue Maschinen anschaffen, die anstelle der Briefträger die Post sortieren. Gewerkschaften sind empört. Und 3400 Pöstler bangen um ihren Job.

Hier droht ein Stellenabbau: Schweizerische Post.

Hier droht ein Stellenabbau: Schweizerische Post.
Bild: Keystone

Unsichere Zeiten: Briefträger.

Unsichere Zeiten: Briefträger. (Bild: Keystone)

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Die Post will neue Maschinen anschaffen, die anstelle der Briefträger die Post sortieren. Dies berichtete die Sendung «10vor10». Postsprecher Oliver Flüeler bestätigt die Ausschreibung des Grossauftrags für die Sortiermaschinen. Es geht um 20 bis 60 Anlagen.

Wie das TV-Magazin berichtet, steht in Gossau SG bereits eine Testmaschine. Diese erledige die Sortierarbeit von 40 Briefträgern in zwei Stunden, ein Fünftel der Arbeitszeit könne eingespart werden, heisst es. Der Leiter des Verteilzentrums ist begeistert: «Das ist ein logistischer Quantensprung.»

Gewissheit erst 2011

Die Gewerkschaft Kommunikation ist empört. Vor allem weil man nicht informiert worden sei, sagt Fritz Gurtner von der Gewerkschaft Kommunikation. «Das ist eine Sauerei.» Er fürchtet, dass ein Fünftel aller Pöstler entlassen werden. Das wären 3400 Angestellte.

Postsprecher Oliver Flüeler sagt, noch sei nichts entschieden. Es würden sicher Stellen abgebaut. Wie viele ist aber noch unklar. Die Post müsse sparen, so Flüeler, weil die Briefmenge durch das Internet deutlich abgenommen hat. Anfangs 2011 soll der definitive Entscheid gefällt werden. (sam)

Erstellt: 13.03.2010, 09:42 Uhr

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