Wirtschaft
Der Atomausstieg kostet Alpiq viel Geld
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Der Energiekonzern Alpiq (ALPH 155.8 -0.26%) wird im Geschäftsjahr 2011 voraussichtlich klar schlechtere Resultate als im Vorjahr erzielen. Der Konzern verhandelt deshalb unter anderem über den Verkauf der deutschen Tochter AAT. Zudem sollen Stellen gestrichen werden. Die Höhe der Stellenreduktion gab ein Alpiq-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA nicht bekannt. Ob es zu Entlassungen komme, sei offen, sagte der Sprecher.
Die Prognose für den Jahresabschluss begründete Alpiq in einer Medienmitteilung unter anderem mit der 35-Millionen-Franken-Abschreibung für die Projektkosten für den Bau eines neuen Atomkraftwerks im solothurnischen Niederamt. Dort befindet sich das Werk Gösgen. Belastend wirkten zudem die Entwicklung der Preise und der Währungen. Eine nachhaltige Erholung zeichnet sich gemäss dem Unternehmen erst mittelfristig ab.
Kosten werden überprüft
Nun überprüft Alpiq die Kosten. Der Konzern will seine Investitionen konzentrieren sowie ausgewählte Unternehmensbestandteile verkaufen, darunter die Heidelberger Alpiq Anlagentechnik Gruppe (AAT), wie es heisst. Die AAT zählt rund 5000 Mitarbeiter und ist international tätig.
Als weitere Massnahme legt Alpiq die Geschäftsbereiche Energie West-Europa und Energie Zentral-Europa unter dem Namen Energie International zusammen. Der Energiekonzern will sich künftig auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Dies umfasst die Erzeugung und Optimierung, den Handel und Vertrieb von Energie sowie die Erbringung von Energiedienstleistungen.
Der Umsatz von Alpiq sank letztes Jahr um 4,8 Prozent auf 14,1 Milliarden Franken. Der Gewinn verringerte sich um 4,6 Prozent auf 645 Millionen Franken. Die Halbjahreszahlen 2011 legt Alpiq am 19. August vor. (jak/sda)
Erstellt: 01.07.2011, 08:20 Uhr
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