Wirtschaft

Der Chef von General Motors geht

Aktualisiert am 12.08.2010

Ed Whitacre tritt zurück. Er wird sein Amt als Vorstandschef des Opel-Mutterkonzerns zum 1. September niederlegen. Zuvor hatte General Motors Gewinne gemeldet.

Dies erklärte Ed Whitacre am Donnerstag. Der Manager hatte den Posten an der Spitze des weltgrössten Autobauers erst Ende des Jahres 2009 übernommen. Nachfolger an der Spitze der Opel-Mutter soll Verwaltungsratsmitglied Daniel Akerson werden. Akerson ist Chef des weltweit tätigen Finanzinvestors Carlyle Group.

Zuvor war bekannt geworden, dass der US-Autokonzern General Motors (GM) nur ein Jahr nach der Insolvenz wieder einen Milliardengewinn eingefahren hat. Im zweiten Quartal verdiente der Konzern unter dem Strich rund 1,3 Milliarden Dollar (etwa eine Milliarde Euro), wie GM am Donnerstag mitteilte. Es war das zweite Quartalsplus in Folge, nach einem Gewinn von 865 Millionen Dollar in den ersten drei Monaten des Jahres. Der Umsatz stieg von April bis Juni im Jahresvergleich um ein Drittel auf 33 Milliarden Dollar. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte GM noch einen Verlust von 13 Milliarden Dollar hinnehmen müssen. GM hat das gute Ergebnis vor allem der gestiegenen Nachfrage in Nordamerika zu verdanken. Das Europa-Geschäft hingegen bewegte sich im zweiten Quartal weiter in den roten Zahlen.

GM-Finanzchef Chris Liddell zeigte sich in einer Firmenerklärung «zufrieden mit unseren Fortschritten». Durch strikte Kostendisziplin und neue Produkte bewege sich der Konzern in die richtige Richtung. Die guten Zahlen dürften dem Plan von GM Auftrieb geben, noch in diesem Jahr an die Börse zurückzukehren. Der Börsengang soll den Staatsanteil bei GM zurückfahren, der derzeit noch bei 61 Prozent liegt. Das Unternehmen hatte die existenzgefährdende Insolvenz nur dank staatlicher Gelder in Höhe von rund 50 Milliarden Dollar überstanden.

In den USA stieg der Absatz von GM-Fahrzeugen vom zweiten Quartal 2009 bis zum zweiten Quartal 2010 den Angaben zufolge von 541.000 auf 603.000 Fahrzeuge. Bei den europäischen Töchtern Opel und Vauxhall hingegen sank der Absatz im selben Vergleichszeitraum von 348.000 auf 314.000 Fahrzeuge. GM Europe verzeichnete im zweiten Quartal einen Verlust von 200 Millionen Dollar nach einem Minus von 500 Millionen Dollar im Vorquartal. (raa)

Erstellt: 12.08.2010, 17:09 Uhr

Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.