Wirtschaft
Der Rettungsplan für OC Oerlikon steht
Er soll 450 Millionen Franken einschiessen: Viktor Vekselberg. (Bild: Keystone)
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Die Chancen für eine Rettung von 16'000 Jobs, 2000 davon in der Schweiz, stehen gut. Die wichtigsten Geldgeber haben sich geeinigt, wie der hoch verschuldete Industriekonzern saniert wird. Den Deal abgeschlossen haben die fünf wichtigsten Banken, Grossaktionär Victor Vekselberg und fünf auf angeschlagene Unternehmen spezialisierte Fonds, die in letzter Zeit gut die Hälfte des Schuldenbergs von 2,5 Milliarden Franken aufgekauft haben.
Die Grundsatzvereinbarung, die bis Ende Monat von zwei Dutzend Banken abgesegnet werden muss, hat zum Ziel, die «Nettoverschuldung von Oerlikon unter eine Milliarde Franken zu senken», heisst es in Verhandlungskreisen.
Sanierung in zwei Schritten
Die Sanierung soll zweiteilig ablaufen. In einem ersten Schritt wird das Aktienkapital mit einem sogenannten Kapitalschnitt auf rund 10 Prozent abgeschrieben. Das bedeutet, dass neben Oligarch Vekselberg auch unzählige Kleinaktionäre den grössten Teil ihres Einsatzes verlieren werden.
In einem zweiten Schritt soll der Konzern über eine Kapitalerhöhung so viel neue Mittel erhalten, dass er wieder eine Zukunft hat. Allein Vekselberg soll rund 450 Millionen Franken einschiessen, davon 400 Millionen in bar. Die übrigen Aktionäre sollen für rund eine halbe Milliarde Franken neue Aktien zeichnen. Banken und Fonds sollen 200 Millionen Schulden in Aktienkapital umwandeln und auf rund 150 Millionen verzichten. Diese Richtwerte können sich noch ändern, heisst es. Je nachdem, wie gut die Kapitalerhöhung läuft und wie viel Zugeständnisse einzelne Banken noch erhalten. Wie immer in solchen Fällen besteht ein «Restrisiko», dass der Deal noch scheitert. Dieses sei bei Oerlikon nicht gross, weil die wichtigsten Gläubiger, die 90 Prozent der Schulden halten, sich einig sind.
Renova unterstützt Vorschlag
Vekselbergs Beteiligungsgesellschaft Renova, die 44 Prozent an Oerlikon hält, steht hinter dem Deal. «Renova unterstützt den vorliegenden Vorschlag, er stellt für Unternehmen und Aktionäre eine gute Lösung dar», sagt Renova-Sprecher Daniel Grotzky. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 23.03.2010, 06:46 Uhr
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