Wirtschaft
Der peinliche Fehler der US-Air Force
Artikel zum Thema
- EADS-Gewinn bricht im ersten Halbjahr ein
- EADS-Manager überlebt Absturz
- «Mit dem C919 könnte China den Flugzeugmarkt aufmischen»
SwissquoteExklusiver Trading-Partner
Im Vergabeverfahren um den Bau eines neuen Tankflugzeugs hat die US-Air Force nach eigenen Angaben versehentlich die beiden Konkurrenten Boeing (BA 70 -1.95%) und EADS (EAD 27.28 -2.52%) über das Angebot des jeweils anderen informiert. Schuld sei ein «Schreibfehler» gewesen, der vor rund zwei Wochen dazu geführt habe, dass der heimische Boeing-Konzern und der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS Informationen über das jeweilige Konkurrenzangebot zugeschickt bekommen hätten, sagte Luftwaffen-Oberst Les Kodlick am Freitag der «Seattle Times».
Auf ihrer Internetseite berichtet die Zeitung, dass unter anderem wichtige Preisinformationen über das jeweils andere Angebot verschickt wurden. Da der Preis den entscheidenden Unterschied in dem Verfahren machen könnte, sei es nun für die Unternehmen möglich, ihr Angebot dementsprechend anzupassen. Nach Angaben Kodlicks werde die Auftragsvergabe durch den Zwischenfall aber nicht verzögert, schreibt die «Seattle Times» weiter. Beide Unternehmen hätten die Problematik erkannt und sich an die Air Force gewandt, sagte Kodlick.
35 Milliarden Doller für 179 Flugzeuge
Während das Tankflugzeug von EADS auf dem Modell A330 beruhen soll, plant Boeing hingegen eine militärische Version seines Passagierflugzeugs 767. Es wird erwartet, dass das Pentagon Anfang nächsten Jahres den Zuschlag für den Bau von 179 Flugzeugen zum Preis von 35 Milliarden Dollar vergibt. Das Unternehmen, das den Zuschlag erhält, kann auf lukrative Folge-Aufträge hoffen: Die 179 Tankflugzeuge sind nur die erste Tranche einer ganzen Flotte, für die insgesamt bis zu 100 Milliarden Dollar fliessen könnten. (miw/dapd)
Erstellt: 20.11.2010, 06:55 Uhr
Wirtschaft
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




