Wirtschaft
Detailhändler planen späteren Ladenschluss
Die Schweizer Detailhändler wollen die strikten Ladenschlusszeiten abschaffen. Das zeigt ein Positionspapier, das der Zeitung «Sonntag» vorliegt. Coop, Migros, Denner, Manor, Charles Vögele und Valora sowie der Warenhaus-Verband Swiss Retail Federation haben es kürzlich verabschiedet.
Demnach sollen die Detailhändler in der ganzen Schweiz von Montag bis Samstag die Möglichkeit haben, von 7 bis 20 Uhr ihre Geschäfte zu öffnen – inklusive eines Abendverkaufs bis 21 Uhr. Zudem möchten die Händler in der ganzen Schweiz vier Sonntagsverkäufe pro Jahr. Die Sonderbestimmungen für Tankstellen, Bahnhof- und Flughafenshops sowie Geschäfte in Tourismusgebieten sollen unverändert bleiben. Die Interessensgemeinschaft Detailhandel Schweiz und die Swiss Retail Federation werden nun für diese Regelungen in den Kantonen lobbyieren.
«Geschäfte sollen selber entscheiden können»
Die VR-Präsidentin von Coop, Irene Kaufmann, plädiert in der Zeitung gleich für die Abschaffung des Ladenschlusses. Auf die Frage, ob sie die Abschaffung der Ladenöffnungszeiten fordere, antwortet Irene Kaufmann im Interview mit der Zeitung "Sonntag": «Ja. Die Geschäfte sollten selber entscheiden können, wann und wie lange sie offen haben.» Eine Liberalisierung würde nicht bedeuten, dass alle Läden ständig offen wären. «Aber es gäbe ihnen die Möglichkeit, bei entsprechender Nachfrage, die Türen zu öffnen», so Kaufmann, die seit zwei Jahren oberste Coop-Verantwortliche ist.
Kaufmann denkt aber auch an das Personal. «Die Zusatzbelastung würde entsprechend entschädigt. Wir sehen, dass viele Mitarbeitende an Arbeitszeiten am Abend und am Wochenende interessiert sind. Das versuche ich auch den Gewerkschaften zu erklären.»
Erstellt: 18.10.2009, 08:14 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



