Wirtschaft
Die A380, eine Geldmaschine
Aktualisiert am 21.08.2009 14 Kommentare
Publikumsmagnet: Der A380 faszinierte auch die Besucher der Paris Air Show in Le Bourget im vergangenen Juni. (Bild: Keystone)
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Die Singapore Airlines verdienen mit der gewaltigen A380 mehr Geld als mit anderen Maschinen – dank einer überdurchschnittlich hohen Auslastung, wie die Zeitung «Financial Times Deutschland» auf berichtet. «Der Ladefaktor auf den A380-Flügen ist durchgehend deutlich höher als auf anderen Strecken und liegt im Schnitt über 80 Prozent», sagt Leslie Thng, Leiter des Zentral- und Osteuropageschäfts der Airline, laut dem Bericht.
Das Warten hat sich demnach gelohnt – trotz eines Stückpreises von mehr als 230 Millionen Euro für eine A380. Technische Probleme mit der komplexen Verkabelung des Flugzeugs hatten die Auslieferung verzögert und den Hersteller in Bedrängnis gebracht. Singapore Airlines war am 25. Oktober 2007 die erste Fluglinie gewesen, die den Airbus in Betrieb genommen hatte. Das gewaltige Flugzeug kann auf zwei «Stockwerken» bei Singapore Airlines bis zu 525 Passagiere transportieren und ist so gross, dass Landebahnen teils an die Belastungen angepasst und verlängert werden müssen.
Grossraum-Jet als Publikumsmagnet
Singapore Airlines hat die A380 laut dem Zeitungsbericht mittlerweile mehr als 4100 Mal eingesetzt und damit über 1,4 Millionen Passagiere befördert. Sie fliegt zwischen Singapur und Sydney, London, Tokio, Paris und Hongkong – in einer luxuriösen Ausbauversion mit nur 471 Sitzen, also mit mehr Platz für die Passagiere. Viele Kunden planen ihre Reisen laut der Airline extra so, dass sie die Reise mit dem gewaltigen Flieger erleben können.
Laut Thng lohnt sich die A380 auch deshalb, weil sie im Vergleich mit kleineren Maschinen rund 20 Prozent weniger Treibstoff verbraucht. Die neuen Technologien, die für das Flugzeug zum Einsatz kommen, hätten die Kosten in der Summe um 15 Prozent gedrückt.
Sparpotenzial für die Fluglinie
Auf solche Einsparungen ist die Airline derzeit dringend angewiesen – nicht nur wegen der aktuellen Wirtschaftskrise. Schon im vergangenen Jahr hatte sie einen Einbruch beim Gewinn erlitten: Der Jahresüberschuss sackte um 48 Prozent auf umgerechnet 532 Millionen ab. Im vierten Quartal hatte der Rückgang des Gewinns im Passagier- und Frachtgeschäft bei 92 Prozent gelegen.
Mit der A380 kann die Fluglinie laut der «Financial Times Deutschland» konkurrenzfähige Preise anbieten: Ein Flug von Hamburg über London nach Singapur ist im Durchschnitt für rund 3600 Euro erhältlich – und wurde schon weitaus günstiger angeboten. Trotzdem geriet der Betrieb laut der Airline nie in die roten Zahlen. «Auf den Strecken, auf denen wir mit der A380 operieren», so zitierte die Zeitung Thng, «fliegen wir stets profitabel.» (raa)
Erstellt: 21.08.2009, 08:20 Uhr
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