Wirtschaft

Die Migros krebst zurück

Migros-Präsident Claude Hauser hatte in einem Interview angekündigt, dass Migros ihre Eigenmarken reduzieren wolle. Heute folgte eine Richtigstellung.

Verschwindet Aproz, Eimalzin oder Miobrill? Die Andeutung des Migros-Präsidenten löste unter den Kunden einen Sturm der Entrüstung aus. Nun korrigiert Migros die Aussage.

«Die Migros legt Wert auf die Feststellung, dass die Zahl der Migros-Eigenmarken nicht reduziert werden soll», schreibt Migros- Sprecher Urs Peter Naef in einem Communiqué.

Die von Hauser in einem Interview mit dem Westschweizer Magazin «L'Illustré» gemachte Aussage sei falsch. Lediglich die Werbung für Eigenmarken soll reduziert werden. Konkret: Die Produkte bleiben in den Läden, aber nur noch ein gutes Dutzend Marken bekommen spezialisierte, eigene Werbung – jene Marken, welche am Markt bereits etabliert seien oder ein klares Wachstumspotenzial aufweisen. Dazu gehören unter anderem «Aproz», «Actilife», «Anna's Best», «Candida», «Farmer Riegel», «Chocolats Frey» oder die «Heidi» Milchprodukte. Und bei den Fachmärkten – beispielsweise bei M-Electronics – ändere sich nichts an der Werbung, so Naef auf Anfrage.

Das Interview führte auf dem Internet-Blog von Tagesanzeiger.ch/Newsnet zu über 100 Einträgen besorgter Migros-Kunden. (sam/sda/)

Erstellt: 18.12.2008, 12:55 Uhr

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16 Kommentare

Fritz Nussbaumer

19.12.2008, 12:18 Uhr
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@Pat Merz: Gottlieb Duttweiler ist nicht Vergangenheit. Die Philosophie Duttweilers wird bald wieder benötigt werden. Antworten


Stephan Bader

18.12.2008, 19:03 Uhr
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Es ist sehr wichtig, dass die Migros die Eigenmarken behält. Es geht dabei nicht nur darum, dass diese Qualitativ sehr gut sind, sondern auch darum, dass die meisten in der Schweiz produziert werden. Würden diese wegfallen, was passiert mit Mibelle, Chocolat Frey, Mifroma, etc.? Dahinter stecken sehr viele Arbeitsplätze. Die Kürzung der Werbe-Etas begrüsse ich, doch vermisse ich die coolen Spots. Antworten


Peter Waldner

18.12.2008, 19:00 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Gottlieb Duttweiler war einst gegen (allzuviel) Werbung. Der tiefe Preis sei Werbung genug. Die Migros ist noch immer ein Genossenschaft, deren einziges (!!!) Ziel es ist (wäre!), den Genossenschaftern resp. dem Volk die günstigsten Preise bei bester Qualität anzubieten. Ich frage mich oft, wie es wäre, wenn die Migros sich dann und wann mal wieder an Duttweilers Grundsätzen messen würde. Antworten


Thomas Hauser

18.12.2008, 18:13 Uhr
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Hat sich die Migros vielleicht eher mit dem Bauten vom Westside und Umbauten bei Interio und Globus übernommen? Muss nun aus diesem Grund die Werbung und Eigenmarken reduziert werden, es wird ein Defizit für die nächste abrechnung geben. Diese Luxus Geschäfter laufen zur zeit schlecht.Das mit Luxusgeschäfter ausgestattete Westside hat probleme, da auch die oberen 10`000 nicht mehr soviel ausgeben Antworten


Peter Kappeler

18.12.2008, 16:15 Uhr
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Ich frage mich nur, was dann die ganzen Vorladungen der Lieferanten war, von wegen "Sortimänt strähle"? Hinter den Kulissen wird wieder einmal gepokert, Herr Hauser. Doppelaussage nent man das! Antworten


Hanskaspar Meier

18.12.2008, 15:22 Uhr
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@Merz: Naja, es wurde ja nicht gesagt dass die Eigenmarken unprofitabel seien, lediglich dass die Werbung für die Eigenmarken reduziert werden soll - so steht es jedenfalls im Artikel. Das ist ein verständlicher Entscheid der Migros, die sicherlich auch wettbewerbsfähig bleibt und nicht einfach eine Subventionsstrategie verfolgt, da können sie sich sicher sein. Antworten


Beat Loosli

18.12.2008, 13:52 Uhr
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Die Migros sollte wieder vermehrt zu ihren alten Idealen zurückfinden. die Konsumenten sind heute sicher vermehrt sensibilisiert für gutes Management. Die Migros kann heute - mehr denn je- daraus Profit ziehen, sofern sie denn wirklich will. Mit mehr Duttis statt Ospels, Hüppis etc. hätten wir heute zumindest ein grosses Problem weniger. Antworten


Markus Frank

18.12.2008, 13:41 Uhr
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Eines frage ich mich schon lange. Was die Migros-Genossenschaft an Steuern bezahlt? Die Genossenschaften geniessen Steuervorteile. Die Migros ist gewinnorientiert (Löhne). Die Genossenschafter können jährlich die Rechnung an der Urne mit Ihrer Stimme absegnen + erhalten eine Schokolade, das ist alles. Wo bleibt der Genossenschaftsgedanke für Mitglieder, günstigere Angebote? M=Scheingenossenschaft Antworten


Pat Merz

18.12.2008, 13:07 Uhr
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Wir Schweizer haben doch immer was zu motzen. Traurig. Was habt ihr denn lieber: Dass die Migros an den vorgestrigen Dutti-Idealen kleben bleibt, und der Markt von billigen ausländischen Ketten unterwandert wird, oder dass Migros den allgemeinen Strukturwandel mitmacht und marktfähig bleibt? Also mir ist letzteres lieber. Antworten


Peter Berger

18.12.2008, 12:53 Uhr
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Wir werden das verfolgen. Glücklicherweise gibt es noch den Kassensturz. Antworten


herbert meier

18.12.2008, 12:48 Uhr
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Die guten und günstigen Eigenmarken sind doch der grosse Trumpf der Migros. Da sollte man doch nicht mit Werbung sparen. Antworten


Alfred Morgentau

18.12.2008, 12:40 Uhr
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Was mir noch sehr sympatisch währe, ist die Wahl zu haben zwischen billigen importierten und teureren einheimischen bzw. europäischen Produkten und dies gerne auch klar gekennzeichnet. Ich habe mit diversen Produkten (Unter-Hemden, Lampen, Socken usw.) festgestellt das die Qualität teils sehr zu wünschen übrig lässt. Aktuell sind mir da zuviele Billigimporte, nicht nur in der Migros. Antworten


Christoph Geiser

18.12.2008, 12:15 Uhr
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Aha. Gute Nachricht. Aber ich habs geglaubt und mit mir viele andere auch. Dieses kollektive Gefühl von den grossen Playern nicht ernst genommen und herumgeschubst zu werden kommt ja nicht von ungefähr. Hier könnte jedoch Potential für die Migros drinstecken, deutlich Zeichen zu setzen, dass man es besser machen kann. Antworten


Anny Steiger

18.12.2008, 12:08 Uhr
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Muss Migros überhaupt werben? Mirgros läuft doch von selbst. Günstiger als Coop und die Eigenmarken manchmal besser als das Markenprodukt. Antworten


Roger Kunz

18.12.2008, 12:05 Uhr
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Die angekündigte Reduktion der Migros Eigenmarken hätte nun wirklich kein treuer Migros Kunde verstanden. Leider muss aber generell festgestellt werden, das der Migros Dutti Geist - der Kunde soll im Mittelpunkt stehen - etwas am absterben begriffen ist. Aldi und Lidl werden sich darüber freuen. M.E. bringen aber diese zwei Neuen keinen echten Mehrwert in unsere Lebensqualität. Antworten


Erich Matter

18.12.2008, 12:03 Uhr
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...was faktisch aber wieder auf das selbe rausläuft, wenn die eigenmarken so langsam aber sicher aus dem sortiment fallen werden: keine werbung mehr für produkte, die nicht wirklich rentabel sind - in der zwischenzeit führt man parallel markenprodukte ein und lässt die eigenmarken verschwinden... auf sowas reagiert kein mensch und man hat keinen pr-schaden. Antworten



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