Wirtschaft
Die UBS ist Spitze – im Rating der schlechtesten Banker 2008
Aktualisiert am 19.12.2008 20 Kommentare
John Costas, Ex-UBS.
Marcel Ospel, Ex-UBS.
Stanley O'Neal, Ex-Merrill-Lynch. (Bild: Keystone)
Links
Artikel zum Thema
Die Top Ten
1. Stan O'Neal, Ex-CEO von Merrill Lynch, USA: 35.4 Prozent der Stimmen.
2. Richard Fuld, Ex-CEO von Lehman Brothers, USA: 22.3 Prozent.
3. Fred Goodwin, Ex-CEO Royal Bank of Scotland, GB: 11.5 Prozent.
4. Chuck Prince, Ex-CEO Citi, USA: 7.1 Prozent.
5. Ken Thompson, Ex-CEO Wachovia, USA: 4.6 Prozent.
6. John Costas, Ex-CEO UBS Investment Bank, Schweiz: 3.9 Prozent.
7. Jimmy Cayne, Ex-CEO Bear Stearns, USA: 3.7 Prozent.
8. Marcel Ospel, Ex-Präsident UBS, Schweiz : 2.4 Prozent.
9. Jean Paul Voutron, Ex-CEO Fortis, BE/NL : 1.8 Prozent.
10. Martin Sullivan, Ex-CEO AIG, USA: 1.6 Prozent.
«Here is the City» ist eine der populärsten Sites in der Finanzbranche, die «City News» – so ihr Alltagsname – aus London werden nicht nur in der City, sondern auch an Wallstreet oder im Frankfurter Bankenviertel beachtet. Herausgeber Vic Daniels stellte seinen Lesern dieses Jahr eine ebenso aktuelle wie naheliegende Frage: Wer ist «the World's Worst Financial Markets CEO»?
Klarer Sieger: Stanley O'Neal. Über ein Drittel der Leser fand, der Ex-Chef von Merrill Lynch habe die zweifelhafte Ehre redlich verdient. O'Neal musste Ende 2007 zurücktreten, nachdem Merrill Lynch den grössten Quartalsverlust aller Zeiten verbucht hatte. Dass er so klar in Führung ging, dürfte mit einer anderen Rekordleistung zusammenhängen: Zum Abschied liess er sich noch einen 160-Millionen-Dollar-Fallschirm mitgeben – Optionen, Aktien, Pensionsleistungen.
Damit wies er auf der Versagerliste sogar Richard Fuld in die Ränge, den Ex-Chef von Lehman Brothers: 35 Prozent wählten O'Neal zum schlechtesten Bankchef des Jahres, 22 Prozent stimmten für Pleitier Fuld. Die anderen CEOs der Flop Ten mussten sich dann mit deutlich weniger Stimmen bescheiden: Fred Goodwin, Rang drei, bekam 11 Prozent; Chuck Prince von der Citigroup holte 7 Prozent.
Speziell schlecht: die Angelsachsen
Nur eine Bank schaffte es, zwei Vertreter in die zweifelhafte Ehrengalerie zu bringen: die UBS. John Costas landete auf Rang sechs, der ehemalige Investment-Chef der Schweizer Grossbank bekam noch knapp 4 Prozent der Stimmen. Und Marcel Ospel wurde mit 2,4 Prozent noch Achter; Ospel ist der einzige Verwaltungsrats-Präsident, der in der CEO-Liste berücksichtigt wurde. Und überhaupt fällt die prominente Position der UBS auf: Denn die Top-Ten-Liste – wie in der Londoner City so üblich – neigt dazu, vor allem angelsächsische Institute zu berücksichtigen.
Falsch wäre der Eindruck, dass sich die Sonderstellung der UBS dem Umstand verdankt, dass die Grossbank derzeit auf der Frontseite von «Here ist the City» für ihr Nachwuchs-Rekrutierungsprogramm wirbt: «Together we strengthen our capabilities...»
Erstellt: 19.12.2008, 10:54 Uhr
Kommentar schreiben
20 Kommentare
Erstaunlich, es ist jetzt eine Frage der Moral und des verlorenen Vertrauens, wenn die Kaderleute ihre in den letzten 5 Jahren erhaltenen, nicht verdienten, Bonis an die UBS zurückzahlten. Der Übermut, immer bei den Grössten zu sein, hat sich nicht gelohnt, deshalb sage ich, let's go back to the basics, dann wird die UBS in einigen Jahren wieder geschätzt werden. Antworten
Wirtschaft
- 06:36Facebook-Debakel – Morgan Stanley nimmt erstmals Stellung
- 06:17Der Panini-Effekt im Schweizer Tourismus
- 06:00Warum funktioniert Griechenland so schlecht?
- 14:41Facebook-Aktie sackt weiter ab – auch nachbörslich
- 13:46Riesiger Schuldenberg erdrückt Japan
- 10:54«Der Geuro wäre eine inoffizielle Parallelwährung»
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.




