«Die UBS ist heute deutlich stabiler»

Ein Jahr nach der staatlichen Rettungsaktion für die Grossbank zieht Finma-Präsident Eugen Haltiner Bilanz über die Nothilfe.

Die Grossbank UBS befindet sich nach den Worten von Eugen Haltiner, Präsident der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma, in einer «deutlich stabileren» Situation als vor einem Jahr. Das sagte der oberste Bankenaufseher in einem am Freitag ausgestrahlten Interview von Schweizer Radio DRS. Haltiner macht diese Aussagen ein Jahr nach der Bekanntgabe des Rettungspakets von Bund und Nationalbank im Umfang von 68 Milliarden Franken.

Haltiner blickt zufrieden auf die staatliche Rettungsaktion zurück. «Der Bund hat sich mit einem Gewinn zurückziehen können, das freut uns», so Haltiner. Es bestehe auch eine faire Chance, dass die bei der Nationalbank ausgelagerten Aktiven der UBS werthaltig seien und dass man sich letztlich ohne Verlust davon trennen könne. Mitte Jahr belief sich das Volumen dieser toxischen Aktiven beim Nationalbankfonds noch auf 23 Milliarden Dollar. Noch sei der Zeitpunkt verfrüht, dass die UBS diese Problemengagements wieder zurückkaufe, wie Haltiner deutlich machte.

«Beben dieses Ausmasses haben Nachbeben»

Zur Lage auf den weltweiten Finanzmärkten äusserte Haltiner Vorbehalte. Eine Erholung könne sich nicht in wenigen Monaten einstellen, auch wenn jetzt ein Lichtblick am Horizont erkennbar sei. Rückschläge im nächsten Jahr seien nicht auszuschliessen.

Er könne sich nicht vorstellen, dass die Erholung auf den Finanzmärkten linear und ungebrochen verlaufe, sagte Haltiner. «Beben dieses Ausmasses haben Nachbeben.» (oku/ap)

Erstellt: 16.10.2009, 11:11 Uhr

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