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Die UBS-Aktionäre planen den Widerstand
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Grosse Aktionärsgruppen werden der UBS (UBSN 11.15 -0.89%) an ihrer Generalversammlung vom 14. April voraussichtlich die Entlastung für die ehemaligen Chefs verweigern und so die Möglichkeit einer Klage gegen Kurer und Co. offenhalten. Das berichtet die «NZZ am Sonntag».
Die Zeitung nennt die Aufständischen beim Namen: Die Décharge verweigern werden demnach die amerikanische Beraterfirmen Institutinal Shareholder Services ISS und Glass Lewis, die Schweizer Stiftung Ethos und das Kantonalbanken-Gemeinschaftsunternehmen Swisscanto.
«Ich halte es für sehr gut möglich»
Bedeutend ist vor allem das Votum der beiden amerikanischen Unternehmen. Beide beraten institutionelle Anleger, unter anderem geben sie Stimmempfehlungen vor Generalversammlungen ab. ISS sei in der Lage «Aktionärsstimmen Gewicht zu verleihen», schreibt die Zeitung. In einem Interview in derselben Ausgabe sagt Ethos-Chef Dominique Biedermann, das Unternehmen alleine könne «ein Gewicht von bis zu 25 Prozent der Stimmen erreichen». Und weiter: «Ich halte es für sehr gut möglich, dass die UBS-Aktionäre die Décharge für 2007 nicht erteilen werden.» Der «Tages-Anzeiger» hatte Ende März ebenfalls berichtet, dass sich keine einzige der angefragten Schweizer Pensionskassen für ein Ja zum Entlastungsantrag ausspreche.
Stimmen die Aktionäre Nein zum Déchargen-Antrag der Bank, bleibt die Option einer Klage gegen die früheren Verantwortlichen Marcel Ospel, Peter Kurer, Peter Wuffli und Marcel Rohner offen. Klagen könnten jedoch nur der Staat oder die heutige UBS selber, wie Biedermann in dem Interview klarmacht: Ethos könne sich eine Klage finanziell nicht leisten. Man hoffe darum, dass der heutige Verwaltungsrat bei einem Nein an der GV auf seinen Entscheid des Klageverzichts zurückkomme.
Anreiz zu riskanterem Verhalten
Laut der «NZZ am Sonntag» werden die genannten Aktionärsgruppen ausserdem die Zustimmung zum neusten Vergütungsbericht der Bank verweigern. Der neue Anreizplan der UBS sieht Anrechte auf Aktien vor, die nach fünf Jahren in Aktien umgewandelt werden können – je nach Entwicklung des UBS-Kurses zu einem Faktor zwischen 1 und 3.
ISS bemängelt erstens, dass in jedem Fall eine Vergütung ausbezahlt wird. «Mit einer garantierten Auszahlung wird der Führungsspitze ein Anreiz gegeben, ein riskanteres Verhalten zu bewilligen, um die Früchte eines erhöhten Aktienkurses ernten zu können», zitiert die «NZZ am Sonntag» aus der ISS-Analyse.
Weiter stört es die Berater, dass die Boni nur vom künftigen UBS-Aktienkurs abhängen und nicht von der Leistung der Bank im Branchenvergleich. So bestehe die Gefahr, dass die Angestellten «von einem Tiefpunkt im Marktzyklus profitierten, ohne nachhaltige Wertschöpfung für die Bank zu kreieren».
Erstellt: 04.04.2010, 09:40 Uhr
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