Die fürstlichen Löhne der Credit Suisse
Von David Vonplon. Aktualisiert am 11.02.2010 21 Kommentare
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6,7 Milliarden Franken Jahresgewinn kann die Credit Suisse (CSGN 19.09 -1.39%) 2009 für sich verbuchen. Die Bank nimmt damit Abschied von der Finanzkrise - und davon profitieren auch die Mitarbeiter: Trotz leicht rückläufigem Personalbestand stiegen bei der Grossbank die Ausgaben für Löhne und Boni um 13 Prozent.
Insgesamt entfallen in der Jahresrechnung 2009 auf den Posten «compensation and benefits» 14,97 Milliarden Franken. Teilt man diese Summe durch die Anzahl Mitarbeiter (47'600), verdiente jeder Mitarbeiter 314'000 Franken im Jahr. Damit ist das Durchschnittssalär im Vergleich zum letzten Jahr noch einmal deutlich gestiegen: 2008 waren es noch 275'000 Franken.
Fast 7 Milliarden Boni
Auch greift die CS wieder tüchtig in den Bonustopf: 6,85 Milliarden Franken warf die Bank für die variable Vergütung ihrer Mitarbeiter auf. Pro Kopf sind das bei der Credit Suisse 144'000 Franken Boni für das abgelaufene Jahr. 60 Prozent davon erhalten die Mitarbeiter in Cash, die restlichen 40 Prozent werden erst später ausbezahlt, und das abhängig vom Abschneiden der Bank in den kommenden Jahren. Das alles listet die Grossbank fein säuberlich auf - im Gegensatz zur UBS, welche die aufgeschobenen Vergütungen nicht publiziert.
Trotz der nach wie vor äusserst grosszügigen variablen Vergütungen, rühmt sich die Credit Suisse, sie sei bei der Auszahlung der Boni auf die Bremse gestanden: Gegenüber 2007, dem letzten Gewinnjahr der Credit Suisse, sind die variablen Vergütungen um 21 Prozent gesunken; damals betrugen sie noch 180'000 Franken. Die Reduktion des Bonuspools steht im Gegensatz zur Entwicklung an der Wallstreet: Dort wird erwartet, dass für das abgelaufene Jahr 40 Prozent mehr Boni verteilt werden.
Keine Cash-Boni für CS-Chefs
Der CS-Geschäftsleitung erhält in bar für 2009 vorerst überhaupt keine Boni: Diese werden schrittweise in den nächsten Jahren ausbezahlt, und das nach Massgabe von Leistungskriterien. Die CS-Chefs dürften trotzdem nicht in Liquiditätsschwierigkeiten geraten: Neben seinem Jahressalär von geschätzen rund 15 Millionen Franken (variable Vergütungen inklusive), fliessen CEO Brady Dougan Ende März aus einem vor fünf Jahren gestarteten Bonusprogramm je nach Entwicklung des Aktienkurses bis zu 35 Millionen Franken in die Tasche. Private-Banking-Leiter Walter Berchtold und Investment-Banking-Chef Paul Calello dürfen sich auf je rund 25 Millionen Franken freuen.
Weniger voll als in den Jahren zuvor sind die Bonustöpfe der CS-Investmentbanker: Nach der Auflösung früherer Rückstellungen leistungsbezogener Personalkosten betrage das Verhältnis zwischen Vergütung und Ertrag 2009 den historischen Tiefstwert von bloss 41 Prozent, so die Bank.
Trotz der Abstrichen bei den Boni: Alles in allem erweist sich die Credit Suisse im internationalen Vergleich als eine der besten Adressen. Durchschnittlich verdienen CS-Mitarbeiter mehr als ihre Kollegen bei der Konkurrenz. Der Branchenprimus bleibt aber das Geldhaus Goldman Sachs: Seine 31'700 Angestellten verdienten im abgelaufenen Jahr im Schnitt 548'000 Franken. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 11.02.2010, 15:06 Uhr
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21 Kommentare
6 Jahre Medizinstudium, wahrscheinlich nochmals mind. 6 Jahre als Assistenzarzt,12-14 Stunden Arbeitstage (plus Wochend-/ Nachtdienst usw), dafür so im Schnitt ein Lohn von 5'600.- Fr im Monat..Ich glaub, ich spinne! Das kann ja nicht sein, dass ein paar Bänkler so viel im Schnitt verdienen..Das ist einfach nicht fair..Da verspür ich den puren Neid.Wo muss ich mich für einen Job bei der CS melden? Antworten
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