Wirtschaft
Die gezüchteten Pendler
Von Philipp Löpfe. Aktualisiert am 05.08.2010 200 Kommentare
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Artikel zum Thema
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- «Deutlich stärker als der Anstieg der Benzinpreise»
- Die Tarif-Ideen der SBB stossen auf Skepsis
- Preisüberwacher bremst SBB aus
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Jahr für Jahr steigen mehr Schweizerinnen und Schweizer auf die S-Bahn um. Was in den 90er-Jahren als Experiment im Millionenzürich begonnen hat, ist zum verkehrspolitischen Erfolgsrezept für das ganze Land geworden. Die Zunahme des Pendlerverkehrs übertrifft selbst die optimistischsten Prognosen. Doch so paradox dies auch klingen mag: Der Erfolg der S-Bahn wird zum Problem für die Schweiz. Das ganze Land ist im Begriff, sich in eine gigantische S-Bahn zu verwandeln.
Traditionellerweise wird in der verkehrspolitischen Debatte die folgende Gleichung durchgerechnet: Strasse gleich pfui, weil viel Abgase, Feinstaub und Lärm. Schiene gleich gut, weil wenig Abgase, Feinstaub und Lärm. Daraus folgt: Die Verlagerung von Strasse auf Schiene ist aus umweltpolitischer Sicht zu begrüssen und die Bahntarife sind deshalb möglichst tief zu halten. Das hat sich als Axiom in die Köpfe aller umweltbewussten Schweizerinnen und Schweizer eingeprägt. Jede Erhöhung der SBB-Tarife wird folgerichtig mit grossem Protestgeheul begleitet, denn jeder Bahnpendler mehr ist schliesslich ein Erfolg für die Umwelt. Oder etwa nicht?
Wanderbewegungen des Mittelstands
Wer heute im Zug von Zürich nach Genf fährt, sieht eigentlich fast nur noch Vorstädte. Der Zersiedelungs-Krebs hat seine unübersehbaren Spuren im Schweizer Mittelland hinterlassen. Schuld daran sind die Wanderbewegungen des Mittelstands. Er ist zuerst aus den Städten geflohen, weil sie zu verslummen drohten. Heute wird er aus den urbanen Wohnquartieren verdrängt, weil er sich im Zeitalter der «Seefeldisierung» die Mieten der teueren Wohnungen nicht mehr leisten kann. Kommt dazu, dass wegen der Zuwanderung aus dem Ausland die Bevölkerung nach wie vor stark wächst.
Ökologisch sinnvoll wäre es, den immer knapper werdenden Wohnraum in den Städten besser zu nutzen und verdichteter zu bauen. Stattdessen werden nach wie vor ästhetisch zweifelhafte Wohnsiedlungen auf die grünen Wiesen der Agglomerationen geknallt, weil dort die Baulandreserven billiger sind. Mit ihren effizienten und billigen S-Bahnen unterstützen die SBB diesen Trend. Auf diese Weise werden Pendler geradezu gezüchtet.
Der moderne Mensch steigt aufs Velo
Höhere Bahnpreise sind so gesehen das wirksamste Mittel gegen den Zersiedlungskrebs. Sie bewirken, dass es sich rechnet, Wohnen und Arbeiten räumlich zusammenzurücken. Will heissen: Höhere Bahnpreise fördern das verdichtete Bauen in den Städten. Das wiederum würde ein weiterer und bedeutender Evolutionsschritt der Spezies homo sapiens bedeuten. Der moderne Mensch steigt morgens weder ins Auto noch in die die S-Bahn. Er steigt aufs Velo. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 05.08.2010, 18:20 Uhr
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200 Kommentare
Verdichtetes Bauen in den Städten ? Warum müssen jetzt alle in die Stadte ziehen ? Verdienen die Hausbesitzer und Immobilienhaie noch nicht genug an den Yuppies ? Jetzt muss jeder gezwungen werden in die Städte zu ziehen. Warum wird von den Arbeitgebern nichts verlangt. Die würden aufheulen, wenn sie nur noch Leute aus der Umgebung ihrer Standorte einstellen dürften. Antworten
Endlich, endlich wird die Zersiedelung als Folge des dichten S-Bahn-Netzes öffentlich als Problem wahrgenommen. Leider mit zehn Jahren Verspätung. Verdichtetes Bauen und teurere Mobilität (Schiene UND Strasse) sind nötig geworden, aber letztlich hilft hier nur eine Drosselung des Bevölkerungswachstums. Wenn das dann auch die Wirtschaft drosselt, dann ist das eben so: Die Schweiz ist endlich. Antworten
zuerst wurde die ganze Pendlerei verlangt und erzwungen. Firmen bauten ihre Standorte vorzugsweise an Bahnhöfen (siehe Basel, Zürich etc.). Jeder musste bereit sein für lange Arbeitswege, flexibel wie in USA, dort fahren sie ja auch 2 Std zur Arbeit, also hier ist das auch Pflicht und zumutbar. ...und jetzt kommt die Abzocke, das grosse Weinen, dabei gibt es gute Alternativen, aber denkt selber!! Antworten
Vielleicht merken dann die lustigen Linken und Grünen in Zürich endlich, dass es nichts ökologischeres gibt, als verdichtet zu bauen, sprich in die Höhe zu bauen und endlichen "Schattenwurf" zu akzeptieren - und nicht immer gegen Bauprojekte zu kämpfen. So lange in der Stadt gebaut wird ist alles gut. Hochhäuser braucht die Stadt. Je dichter je besser. Antworten
Der Pendelverkehr könnte spürbar verkleinert werden, wenn Arbeitgeber ihren Mitarbeiter mehr Vertrauen schenken würden und denen die wollen/können "Homeoffice" ermöglichen würden. In Zeiten von Internet und Mobile-Phone ist das für Arbeitgeber keine grosse Herausforderung mehr. Zehntausende fahren täglich in die Stadt um zu machen, was sie geradeso gut von zu Hause aus tun könnten. Auch ich. Antworten
Solange jede Gemeinde selber Siedlungsplanung betreiben darf, wird sich nichts aendern. Jeder plant und baut nur fuer sich, wenn es doch viel sinnvoller waere, wenn Kantone und Bund festlegen wo, wie und was gebaut werden darf. Gebaut werden soll nur da wo schon alles verbaut ist (Stadt, Agglo). Dadurch wird Boden effizienter genutzt. Und wenn's knapp wird, dann halt in die Hoehe bauen. Antworten
Lieber Hr. Löpfe, auch ein MBA schützt vor Dummheit nicht. Dass die SBB mit effizienten und billigen S-Bahnen zur Zersiedelung beitragen würde kann wohl kaum jemand mit gesundem Menschenverstand behaupten. Was ist nun wohl zuerst gewesen, das Huhn oder das Ei? Besser wäre der latente Willensmangel der Kant. Parlamentarier mal zu untersuchen, es gibt doch da ein Raumplanungsgesetz, oder Antworten
Als Berufspendler denke ich selbstbewusst: Wir helfen Zürich sich weiterzuentwickeln. Die ersten Pendler waren vermutlich Zwingli vom Osten und Bullinger vom Westen :-) Auch wenn wir modernen Pendler nicht das heilige Feuer in uns spüren und Zürcher bekehren wollen! Der Vorteil eines Pendlerlebens, ist, dass man abends alles hinter sich lassen kann und in den Schutz seiner Stadt zurückkehrt. Antworten
Eine Menge komischer und weltfremder Kommentare. Als Spezialisten findet man halt nicht immer einen Job in der Nähe, ich pendle jeden Tag von Lausanne nach Genf, wahrscheinlich auch nicht ganz freiwillig, weniger Freizeit und die Kosten für das GA. Aber ich könnte ja auch arbeitslos sein und nur einen Job im Umkreis von 10 km annehmen wollen. Leute wacht auf. Antworten
Ja, ich fahre jeden Morgen mit dem Velo von Zürich nach Winterthur und zurück- und das dauert nicht viel länger als mit dem ÖV. Aber lustig ist das bei diesen Mikrovelostreifen und dem unfreundlichen Autoverkehr. Bevor mehr Menschen auf's Velo umsteigen, muss der Verkehr in der Stadt und auf dem Land sicherer werden. Antworten
pendler schaden auch dem ort wo sie wohnen. meist nehmen sie überhaupt keinen anteil am gemeindeleben ihres wohnortes und profitieren "nur" von den steuervorteilen und günstigeren wohnungen. durch ihre anzahl nehmen alteingessenen billigen/günstigen wohnraum weg. animieren hausbesitzer ihre wohnungen luxeriös zu sanieren, diese sind dann aber immer noch günstiger als in der stadt Antworten
Schon Vergessen? In den 80er-Jahren grummelte ein Bundesrat, dass der Arbeitnehmer flexibel sein müsste und auch eine Arbeit ausserhalb seines "Dorfes" (!) akzeptieren müsste. Die einzigen, die diese Worte sehr schnell kapierten, waren die Firmen! (Schliessung der Zweigniederlassungen) Das Volk hat einmal mehr geschlafen und jetzt die Rechnung präsentiert bekommen. Also, was soll das Geheule? Antworten
Ja, ja die armen Städter die alles zahlen müssen... Das Problem ist ein bisschen komplexer. Wer pendelt denn schon gerne 2 Stunden am Tag durch die Schweiz wenn er nicht unbedingt muss und sieht dafür die Familie entsprechend weniger lang? Ich jedenfalls nicht. Ich würde auch lieber um die Ecke arbeiten. Da ich Kinder habe kann ich aber auch nicht alle paar Jahre zu zügeln (Schulssystem sei dank!) Antworten
@Heinz Hölzli und andere Linksideologen: Sie sollten noch ein paar Mal nachlesen, was Effizienz bedeutet! Effizienz ist nicht die möglichst einheitliche und eintönige Vorgabe der persönlichen Ziele aller Menschen. Ob ich in einer Mietwohnung in einem Wohnsilo oder einem EFH auf dem Lande leben will, entscheide ich mit meiner Familie. Das wäre noch schöner, wenn mir irgendjemand das vorschreibt! Antworten
"Pendeln oder nicht" ist nur ein "kleines" von unzähligen Problemen in der gesamten Welt. Das wahre Problem ist die Überbervölkerung - nicht nur in der Schweiz sondern auf dem gesamten Planeten. Solange DAS Problem nicht ernsthaft angegangen wird, ist eine Lösung nicht in Sicht und die täglichen Symptome werden grösser und grösser. Antworten
wenn man am basler bahnhof zwischen 17h und 19h30 steht,sieht man ganze wellen von pendlern,alle haben arbeit in der stadt,zahlen aber keine steuern,sucht aber ein basler einwohner eine günsige wohnung und einen job,oh da wird es schwer,wenn man noch die grenzgänger dazu zählt,dann bleibt dem einheimischen fast nichts mehr übrig. da ist basel pur Antworten
Ja klar, immer weiter verdichten und in die Stadt ziehen. Dann pendeln zwar nicht mehr die Väter zur Arbeit, sondern die Mamis mit den Kleinen raus ins Grüne. Die Lösung geht wahrscheinlich eher Richtung Homeoffice und/oder dezentralisierte Arbeitsplätze. Ist halt eine Frage des Vertrauens (Heimarbeitsplatz) und der Organisation. Und da haben leider viele Chefs schwerste Defizite. Antworten
ich verstehe schon lange nicht weshalb man steuerlich belohnt wird wenn man einen langen Arbeitsweg hat. Die Behörden müssten endlich umdenken und den belohnen ,der in der Nähe seines Arbeitsplatzes wohnt. Es kann doch nicht sein, dass man auf dem ruhigen und günstigen Land wohnt und dann täglich die Umwelt belastet weil man für die Arbeit x Kilometer in die Stadt fahren muss. Antworten
Vor 10 Jahren zog ich von der Agglo (14 km) in die Nähe des Arbeitsplatzes (1.6 km). Ich hab das mal genau durchgerechnet. Die Ersparnis von Zeit und Auto für 2 Personen (mich und meine Frau) finanzieren genau das nicht ganz billige Grundstück hier. Die verbesserte Lebensqualität ist gar nicht einmal berechnet. Was man natürlich nur bei stabilen Arbeitsverhältnissen machen kann. Antworten
Ich kann Herr T.Herold nur zustimmen.Viele Vorschläge sind gut gemeint,werden aber das Problem der Bodenknappheit und damit der Mieterhöhung nicht lösen,wenn die Zuwanderung nicht gebremst werden kann!Als Erinnerung:1950 hatte CH ca. 4,4 Mio Einw./2010 bereits über 8 Mio!In den letzten 2 Jahren wanderten 200000 Pers.ein! Unsere Politiker sind aber nicht bereit, diesen Trend zu unterbinden (=Gier)! Antworten
Während Jahren hatte ich eine Einzimmerwohnung in Zürich in Velodistanz zur Arbeitsstelle bewohnt. Nach über 120 erfolglosen Anmeldungen für eine bezahlbare Zweizimmerwohnung - habe ich mich schliesslich in der Bodenseeregion umgesehen und kann dort kostengünstig ein EFH mit Garten bewohnen - muss allerdings täglich über 3 Stunden pendeln. Jetzt suche ich in meiner Region nach einer neuen Arbeit. Antworten
Die Berner werden in Zürich,die Zürcher in Basel,die St, Galler im Tessin,die Tessiner in Lausanne,die Genfer in Neuchatel,die Bieler in Luzern,die Luzerner in Brig,die Briger in Chur usw.angestellt.Da ist der Grund der überfüllten öffentlichen Verkehrsmittel zu suchen.Als ob es in der jeweiligen Umgebung keine fähigen Arbeitnehmer geben würde.Zuerst holt man diese aus der EU trotz Arbeitslosen. Antworten
Es ist noch nicht lange her, da hat die Politik aufgerufen: wer einen Arbeitsplatz will, muss bereit sein zu pendeln. Jetzt pendeln die Schweizer und jetzt ist es auch nicht recht. Was will man denn in der Politik? Bauen war schon immer günstiger auf dem Land, in der Stadt erlaubt die Politik und die Nachbarn nichts Anderes. Die Schweizer wissen einfach nie genau, was sie wollen. Antworten
@P. Widmer: Die UBS z.B. verlegt einen grossen Teil vom Paradeplatz in die Aglo. Für die Stadt Zürich bedeutet dies bereits eine grosse Entlastung. Die Wirtschaft richtet sich nach den Kosten und dem globalen Wettbewerb. Unternehmen sind flexibler geworden und verlegen ihren Sitze dahin, wo sie die besten Bedingungen erhalten. Der Wettbewerb um Unternehmen der Kantone muss somit beendet werden. Antworten
@Marc Schmid: Da haben Sie recht. Dies wäre eine gute Lösung für die Arbeitnehmer. Allerdings hängt dies wiederum von der Grösse eines Unternehmens ab und ob Teilbereiche dezentralisiert werden sollen. Für Unternehmen steht die Kostenfrage ja meist im Vordergrund. Dafür müsste auch die Unternehmenssteuer für sämtliche Kantone vereinheitlicht werden. Da liegt das Problem bei der Politik bzw. Kanton Antworten
Zusammenzurücken? Wenn alle Pendler in die Stadt ziehen würden fehlen Wohnungen. Wer baut tausende, günstige Wohnungen in der Stadt? Wenn genug Arbeit in den Regionen wäre fehlen in der Stadt die Arbeiter. Wer schafft tausende von Arbeitsplätzen in der Region? In jeder grösseren Stadt der Welt gibt es Pendler. Ich denke nicht, dass wir Schweizer das ändern können. Schon gar nicht mit dem Velo! Antworten
CH-Bevölkerung vor 25 Jahren: 6 Mio. Heute 7,5Mio. In 15 Jahren 9-10Mio (!) Einwohner. Das ist der wahre Grund, warum alle Kapazitäten bei Bahn, Strasse, Strom, Wohnen, Landverbrauch usw. an den Grenzen der Belastbarkeit angelangt sind. Doch liebe Politiker, lasst noch mehr rein in unser Land, unsere Wirtschaft braucht sie ja so dringend und dafür opfern wir doch gerne alles... Antworten
Der moderne Mensch steigt aufs Velo? Sieht sicher gut aus, wenn alle Pendler z.B. von der March und dem ganzen linken Seeufer im Schwarm mit dem Velo nach Zch. fahren! Sommer und Winter, bei jedem Wetter. Man könnte auch den ÖV entlasten, wenn ein Arbeitnehmer aus Zch.-Altstetten zu Fuss nach Zch.-Enge gehen müsste. Man arbeitet da, wo Arbeit vorhanden ist und muss innert nützlicher Zeit dorthin. Antworten
@Auf der Maur: Die Infrastruktur für das Home Office ist selbstverständlich durch den Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen. Es wären auch Bürozentren auf dem Land denkbar, wo der Arbeitgeber Arbeitsplätze in Nähe der Wohnorte der Arbeitnehmer mietet. Geht natürlich nicht für alle Tätigkeiten und nicht dauernd, aber wenn viele nur an 2 statt 5 Tagen pro Woche pendeln, ist schon viel gewonnen. Antworten
@Nubia Müller: Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Dafür muss aber der Kantönligeist in Sachen Unternehmenssteuer samt gegenseitiger Konkurrenzierung beendet und für die ganze CH dieselbe Steuerregelung eingeführt werden. Bei uns kocht jeder Kanton sein eigenes Süppchen. Zustände, die einzig dem Grosskapital dienen und für den Rest der CH schlichtweg ins absolute Chaos führen. Antworten
@Pierre Rapazzo: Das ist leider ein Trugschluss. Nicht alle Bürolisten haben zu Hause die nötige Infrastruktur. Kommt dann noch Familie hinzu, ist ein ungestörtes Arbeit schlichtweg undenkbar. Und wie will der Arbeitgeber die Arbeitszeiten kontrollieren? Mit Einloggen? Zudem ist ein solches Arbeiten einerseits von der Tätigkeit selbst und zusätzlich von der jeweiligen Branche abhängig. Antworten
Alle Vorschläge in Richtung; "Die Wirtschaft soll..z.b. Arbeitsplätze in die Aglo verlegen" sind realitätsfremd. Wir haben keine Planwirtschaft, "die Wirtschaft macht was sie will. Und das ist gut so. Hauptproblem sind die Bauvorschriften, vorallem bez. Höhe der Bauten und die Besteuerung der Einkommen am Wohnort. Die Stadt die Arbeitsplätze generiert bekommt viel zu wenig vom Kuchen. Antworten
Es gäbe da ein sicheres, aber unpopuläres Mittel gegen die Verhässlichung des Landes durch Zersiedelung (die im Mittelland schon längst hoffnungslos verfahren ist): Bevölkerungswachstum endlich stoppen. Schluss mit dem Kinderwahn und Schluss mit der Kuschelsozialpolitik für Zugezogene. Antworten
Die Schweiz ist weitgehend eine einzige Stadt. Ok - vielleicht noch etwas übertrieben. Dennoch sind Ideen, wie der Bau einer Untergrundbahn von Basel nach Zürich gar nicht mehr so von der Hand zu weisen. Legte man eine Stadt wie London und ihr U-Bahn-Netz z.B. über Zürich/Region, sähe man sofort, wie sinnvoll eine "städtische" Verkehrsplanung ist (nicht mehr "regional" - nicht mehr "Nahverkehr"). Antworten
@aggeler+oester Ich kann Herr Sollmeier sehr gut verstehen. Nicht jeder hochqualifizierte Arbeitnehmer findet in der Region eine Stelle!! Nicht jeder ist Bäcker,Verkäufer oder Elektriker, sprich ubiquitäre Jobs.Mit Familie in eine fremde Stadt zu ziehen geht auch nicht, v.a. wenn dort gleich gute Wohnungen praktisch unbezahlbar sind! Nicht Egoismus sondern Geld ist das Problem bzw. Mieten in ZH Antworten
Das Problem liegt in der falschen Siedlungspolitik. Die Firmen müssen ihre Arbeitsstätten aufs Land und nicht in die Stadt verlegen, dann könnten die Arbeitnehmer wieder dort wohnen wo sie arbeiten und zwar zu einem vernünftigen Preis. Aber das will offenbar niemand wahrhaben und umsetzen. Antworten
Erfreulich, dass endlich jemand merkt, dass der ÖV kein Allheilmittel ist. Weniger erfreulich, dass das Grundübel, nämlich das übermässige Bevölkerungswachstum, einmal mehr verschwiegen wird. Es besteht ein fundamentaler Zielkonflikt zwischen Bevölkerungswachstum einerseits und Lebensqualität und geringer Umweltbelastung andererseits. Dieses Thema gehört endlich auf die politische Tagesordnung! Antworten
Dieser Artikel ist total unausgegoren. Das ist eine These, sonst nichts! Wo ist die Recherche, die annähernd den Kausalzusammenhang belegbar machen würde? Sind Familien im Umland besucht worden, die bestätigen, aufgrund niedriger S-Banhpreise bevorzugt auf dem Land zu leben? Da können die Preise steigen, ich ziehe nicht nach Oerlikon in einen sterilen roten Container! Antworten
Das Velo ist für Distanzen bis ca. 10 km top. Das ist in 30 Minuten zu machen und schlägt alle anderen Verkehrsmittel - so denn die Infrastruktur bereitsteht. Diese ist im Vergleich zu Bahn und Strasse extrem günstig. Mit täglich 30 Minuten Velofahren sind sie nach kurzer Zeit fiter als die Leute, die zweimal pro Woche ins Fitnesstudio gehen. Und der Preis pro Velo-km dürfte ca. bei 0.2 Rp liegen! Antworten
schade hat dieser artikel zwar ein interessantes thema, aber eine sehr kurzsichtige und naive schlussfolgerung. glaubt der autor allen ernstes, dass ein anheben der bahnpreise zur folge hätte, dass die leute näher am arbeitsplatuz wohnen??? nein, privatverkehr wird einmal mehr die "lösung" heissen! dem gott AUTO wird noch mehr gehuldigt werden... Antworten
Höhere Preise haben kaum Wirkung. Wenn man eine Stelle oder Wohnung braucht und diese schwer findet, wird man höhere Preise in Kauf nehmen. Limitierend wirkt die Reisezeit, die Grösse des Staus, die Anzahl Sitzplätze. Würde man Verkehrsinfrastruktur nicht immer ausbauen, nähme der Verkehr nicht mehr zu. Mehr Einnahmen sind nur Geld fürs Bauen von mehr Strassen und Bahnen, die Verkehr produzieren. Antworten
Das Grundproblem ist doch, dass unsere Wirtschaft immer weiter wachsen muss. Denkt man diesen Gedanken zu ende so wird klar, dass sich die Expansion in die Agglomerationen hinein gar nicht auf Dauer vermeiden lässt. Irgendwann ist der Raum in den Städten ausgefüllt und irgendwann dann auch der ganze nutzbare Raum ausserhalb. Und was dann? Antworten
Verdichtetes Wohnen heisst doch, dass die gutverdienenden Singles in ihren 3Zi-Altbauwohnungen noch 1-2 Leute aufnehmen müssten, die Wohnfläche pro Person ist doch seit zig Jahren am steigen. Ich sage meinen Kollegen aus diesem Kreis immer, dass wenn alle, die wie ich auf dem Land leben, in die Stadt wollten, sie ihre Mieten nicht mehr zahlen könnten. Musste übrigens als Pendelkompromiss aufs Land Antworten
Hochhäuser! Baut wieder mal Hochhäuser! Die sind hässlich? Neee das kann man z.B. in den Vororten Moskaus an den Neubauten sehen. Oder in Asien. Die können ganz schön toll aussehen. Wie lange es wohl noch dauert bis man endlich begreift dass in einem so kleinen Land nicht jeder sein Häuschen haben kann!! Spätestens wenn jede Kartoffel importiert werden muss denk ich mal... Antworten
Bei der Bahn müsste man nur die GAs ersatzlos streichen und schon würde sich das für dei SBB unrentable Langstreckenpendeln verringern. Ansonsten hilft es wohl nur eine NATIONALE Siedlungspoltik zu betreiben, sowie Steuern und Mieten wenigstens in einer begrenzten Bandweite zu halten. Die Städte müssten massiv eingemeinden, de facto geht die Stadt Zürich z.B bis Horgen. Antworten
Paradox, der Lastwagen ist wohl das einzige Verkehrsmittel, das sich selbst finanziert. Pendelkosten gibt Steuerabzüge, ob Auto oder Bahn. Der OeV wird mit Milliarden subventioniert. Und auch eine Velo-Infrastruktur ist nicht gratis. Ueber das Portemonnaie liesse sich einiges in die richtige Richtung steuern. Antworten
Endlich der Richtige Beitrags-Titel. Seit Anfang der 90er Jahre wurde ständig gepredigt man müsse flexibel sein und auch längere Strecken zur Arbeitstelle in Kauf nehmen. Arbeitsämter und RAV's zwangen tausende von Menschen zur Annahme von unmöglichsten Arbeitsstellen ohne Rücksicht auf Wohnort und Arbeitsort. Jetzt geht sinnvollerweise das ganze wieder rückwärts. Endlich! Antworten
Boden ist ein wertvolles Gut, mit welchem vorsichtig umgegangen werden muss. Deshalb ist Verdichtung der einzige richtige Schritt. Dies heisst nicht sich auf die Metropolen zu beschränken, aber vorhandene städtische Strukturen zu fördern und zu optimieren, im Sinne einer nachhaltigen und vorausschauenden Bodenhaushaltung. Negativbeispiele: London, Niederlande, Ruhrpott... Antworten
Man mag die Stadt oder man mag sie nicht. Tatsache ist aber, dass es wieder mehr als genug Menschen gibt, die in die Stadt möchten. Aber dort finden sie keine bezahlbaren Wohnungen. Und warum? Weil nicht genug gebaut werden (Nachfrage grösser als Angebot). Und warum werden nicht genug gebaut? Weil Bauvorschriften und Mieterschutz das bauen von Wohnungn unattraktiv machen. Die Lösung wäre also? Antworten
In den letzten 20 Jahre ist die Einwohnerzahl um rund 1Mio gewachsen. Da ist nur verständlich, dass der Wohnort nahe beim Arbeitsort teurer wird. Wollen und können sich hippe DINKS eine nette 4.5 Zimmerwohnung für mehr als CHF 3'000.- noch leisten, so hört's spätestens dann auf wenn der Nachwuchs da ist und man sich mit Einschulungsfragen beschäftigt -> Spätestens dann geht's ab auf's Land Antworten
Der moderne Mensch steigt aufs Velo?! Woher kommt doch diese Idee, das Velofahren ist höchstens toleriert. Sei es auf die Strasse, die für die Autos konzipiert sind oder auf Wege, die für freilaufende Hünde und ihre angriffige Besitzer reserviert sind. Selbst die Behörden machen mit immer mehr Fahrverbote. Um velozufahren muss man das Auto nehmen und nicht mehr von Tür zu Tür fahren Antworten
Nähme mich wunder, wie Philipp Loepfe die
Schade, dass die Arbeitgeber mit keinem Wort erwähnt werden. Eine wirkliche Alternative zum Anschwellen der Pendlerströme liegt in der Heimarbeit und in der Einsicht, dass nicht alle Arbeitsplätze zwingend in der Stadt Zürich liegen müssten. Warum eine Stunde Anreise, um dann per e-Mail, Telefon, Videokonferenz usw. mit Kollegen und Kunden - nebenan oder irgendwo in der Welt - zu kommunizieren? Antworten
Die von einer unheiligen Allianz von int; Konzernen und links-urban-modernistischer Schickeria propagierten "Megastaedte" werden eher eine Gegenbewegung à la Rousseau, Hesse oder den "alten Hippies" ausloesen: Weg von der "Unwirklichkeit der Staedte" - zurueck aufs Land (wenn irgendwie moeglich). Antworten
Herr Sollmeier, auch Basel ist eine Stadt. Zumindest hat Basel eine Stadt. ;P Wenn sie keinen gleichwertigen Job finden dann wäre wohl nach Zürich ziehen sinnvoll, wenn ihnen ihr Lebensmittelpunkt wichtiger ist dann können sie doch auch einen Job in Basel der halt nicht "gleichwertig" dafür angenehmer ist. Aber naja, "De 5er und s'Wegli" wie man so schön sagt. ;) Antworten
@ Hans Sollmeier. Klar, was dem eigenen Egoismus widerspricht, muss ja ein guter Witz sein! Mit Ihrem Verhalten (Arbeits- und Wohnort auch mittelfristig nicht zusammenlegen wollen) fördern Sie überfüllte Züge. Dies treibt Bahnkunden wieder auf die (staugeplagen) Strassen. Mobilität muss wieder deutlich teurer werden. Der Individual-, aber auch der öffentliche Verkehr muss all seine Kosten decken Antworten
Ich finde den Artikel auch äusserst geistreich und lese daraus: Die S-Bahn ist viel zu billig - das ist doch Blödsinn - ich bin jahrelang ÖV gefahren weil ich in der Stadt gearbeitet habe - jetzt wo ich etwas ausserhalb arbeite kommt mich das Auto billiger als die ÖV weshalb ich wieder umgestiegen bin. Soll der Artikel vielleicht unser Verständnis für die nächtse Preiserhöhung fördern? We'll see!! Antworten
Das auch der öV umweltbelastend ist, wurde oder wird immer noch verkannt. Auch diese ungebremste Mobilität beim öV sollte nicht mehr gefördert werden. Was aber sicherlich förderlich wäre, ist die Wenig-öV-Benutzer mit günstigeren Einzelbillette ab und zu zu movtivieren, vom Auto auf den Zug umzusteigen. Das stark verbilligte 1/2-Tax-Abo ist sowieso nicht gerechtfertigt. Antworten
Ich würde gerne an meinem Wohnort arbeiten, nur leider gibt es da nix. Die Alternativen sind also Pendeln oder Heimarbeit. Nur, solange in den Köpfen der CEOs und direkten Vorgesetzten die Meinung vorherrscht "Präsenzzeit = Arbeitszeit", wird auch die Möglichkeit Heimarbeit eine Randerscheinung bleiben. Da fehlt schlicht und einfach das Vertrauen. Antworten
CH ist wirtschaftlich zu aktiv und attraktiv. Letzteres vor allem auch für ausländische Investoren und Arbeitnehmer. Die gewollte überbordende Wohlstandsprojektion generiert in einem kleinen, bald überbevölkerten Land auf vielen Gebieten Negatives, vom Landverbrauch mit entsprechender Verstädterung bis hin zu den Problemen des Pendlerverkehrs - nicht nur bei der Bahn. Quo vadis? Antworten
Gut, dass Sie diese heisse Kartoffel aufgreifen. Es kann nicht sein, dass Städter die höchsten Mieten und Steuern bezahlen, während "Billig-Pendler" die Stadt verstopfen und Lärm verursachen (auch mit ÖV!). Das Ganze dürfen sie dann noch als Arbeitsweg vom Einkommen abziehen! Die Lösung ist einfach: Kein Steuerabzug für den Arbeitsweg und der Lohn wird hälftig nach Wohn- und Arbeitsort besteuert. Antworten
Als ob man freiwillig nach ZH pendelt: 1. Finde ich in Basel keinen gleichwertigen Job 2. Eine bezahlbare Wohnung in der Stadt Zürich? Guter Witz. 3. Lebensmittelpunkt (Freunde, Sportverein, FCB) ist immer noch Basel. Soll ich jetzt dafür während der Freizeit von ZH nach BS pendeln? Antworten
Von meinem Wohnsitz aus habe ich Einkaufmöglichkeiten um die Ecke, einen Arbeitsweg von 10 Minuten Fussweg. Trotzdem leiste ich mir das GA Schweiz, da die S-Bahn, 3 Fussminuten von mir entfernt, mich im dichten Takt in alle Richtungen bringt. Dies nach ganz Europa. Der Luxus des Generalabonnementes bedeutet für mich Ferien und somit Erholung, was ich mir glücklicherweise leisten kann. Antworten
@Heinz Schuler: Ja und nein. Die Grösse der Wohnung ist nicht zwingend ein Problem aber die Preise. Dennoch ich würde nie in Zürich leben wollen. Weil zu eng gebaut wird. Es wird nicht genügend Grünraum gelassen. Erholung in Grünanlagen ist in Zürich eine Seltenheit und wenn nimmt man ein Bad in einer Menschenmasse. Antworten
Es ist nun mal nicht jedermanns Ding, in verdichteten Wohnsilos zu vegetieren. Mag sein, dass dies für eine linke urbane Schicht das Richtige ist, andere Leute schätzen das Leben in einer offenen, grünen Landschaft mit hohem Freizeitwert. Dass man dafür pendeln muss - so what. Verglichen mit dem Ausland jammern wir auch diesbezüglich auf höchstem Niveau. Antworten
Mir kommt nur eines in den Sinn.Käfighaltung haben wir bei den Hühnern abgeschafft,und jetzt wollen wir das bei den Meschen einführen?Und es gibt auch noch Leute die das Gut finden?Ich bin wohl im falschen Film.Es geht lediglich um eine Preiserhöhung die man uns auf die Nase drücken will.Wir lassen so viele Menschen ins Land die logischerweise auch irgendwo wohnen müssen.Wem haben wir den das zu v Antworten
Der Artikel zeigt Zusammenhänge auf, von denen unsere Politiker offensichtlich nichts wissen. Wer noch mehr Zusammenhänge sieht, kommt zum Schluss, dass es Grenzen des Wachstums gibt. Bei der grenzenlosen Einwanderung, bei der Profitmaximierung von Immobilien, beim Zubetonieren der Landschaft, beim Verdichten des Bauens. Wieso wagt das Niemand zu sagen? Antworten
Es wurden viele Geister gerufen deren wir nun nicht mehr los werden.Schon vor Jahrzehnte wurde von Zentralisierungen und Ballungszentren gewarnt-die wir notabene nun haben. Die Massenverschiebungen finden nun tagtäglich in unserer kleinen Schweiz auch tatsächlich statt.Die Strategen solcher Modelle zur flexiblen und unbeschränkter Mobilität sollen nun auch wieder versuchen diese Massen zu stoppen. Antworten
Wohnen in der Nähe des Arbeitsplatzes ist umweltschonend und bringt mehr Zeit für Familie und Hobby. Doch um Herr und Frau Schweizer zum Zügeln zu motivieren benötigen wir dringend ein einheitliches Schulsystem, sowie Steuerabzüge nur für regionale Abos und nicht mehr fürs GA. Übrigens muss die "Abgase, Feinstaub und Lärm Gleichung" für die kommenden Elektroautos neu berechnet werden. Antworten
Wieso müssen Arbeitsplätze nur in Zürich Bern und Genf geschaffen werden? Genausogut könnten administrative Aufgaben von Firmen im Engadin oder Emmental oder Oberwallis erledigt werden. Dafür gäbe es keine Völkerwanderung in die überfüllten Städte. Aber die der Mensch ein Herdentier ist, bis auf Ausnahmen, quetscht er sich lieber in die S-Bahn, wohnt Hip und Stadtnah, wenn er sichs leisten kann. Antworten
Verdichtung ist ein schönes Trendwort derzeit. Aber was genau heisst das eigentlich? Letztlich müsste nämlich auch mal eine Debatte über Wohnungsgrössen in der Stadt geführt werden. Denn genau darum geht es ja: Derzeit werden zwar innerstädtisch neue Wohnungen gebaut, doch meist so riesige (und teure), dass sie für den Mittelstand unbezahlbar sind. Weniger ist mehr, doch wie setzt man das durch? Antworten
Und was ist, wenn der moderne Mensch in Grosskonzern Zentralen arbeitet welche weltweit operieren? Und dieser Mensch aufgrund der sich ändernden Wirtschaftsstruktur immer mehr "Projekt" Arbeit macht? Und diese Projekte immer ein Anfang und ein Ende haben? Und danach weiterziehen "muss"? Der Artikel ist von einem Journalisten geschrieben, der meistens vom Home Office aus schreibt... Antworten
Ich denke das ist ein politisches Problem. In vielen Quartieren der Stadt kann man sich ja nichtmal mehr auf Deutsch unterhalten. Kein wunder ziehen die Schweizer aufs Land. Zudem sind in Basel die Steuern höher als auf dem Land. Die Stadt bietet fast keine Vorteile, ausser das man nicht pendeln muss. Antworten
Eine Alternative wähe: Ich beende meine Arbeit und melde mich beim Sozialamt an, dann belaste ich auch nicht die öffentliche Infrastruktur, ausserdem währe das Steueramt entlastet, da ich keine Steuererklärung einreichen müsste und diese mir keine Rechnungen zuzusenden müssten. Allen währe damit gedient und es hätte wieder Platz in der S-Bahn. Antworten
Und noch ein Denkfehler des Autors : Wohnort = Arbeitsort wäre ja gut und recht. In Zeiten der Gewinnoptimierung der Arbeitgeber in Kausalzusammenhang mit der Einwanderung billiger Arbeitskräfte (Personenfreizügigkeit sei "Dank") ist jedoch kein Arbeitsplatz mehr sicher. Sollen wir ständig den Wohnort wechseln oder als Fahrende mit dem Wohnwagen den Arbeitsplätzen folgen oder wie oder was ?? Antworten
@seb. golasz. : an sich nicht falsch. um das bevölkerungswachstum aber "unterzubringen" muss dann auch endlich auch damit aufgehört werden, unsere städte wie bauerndörfer zu sehen. verdichtung, mehr urbanität, weniger vorgartendenken. weniger "ui ist dieser ringling gross". weniger "die wiese muss bleiben, auch wenn sie 200m luftlinie vom wald entfernt liegt". liste kann leicht verlängert werden Antworten
Einverstanden ! Aber das ganze wiederspricht der Forderung an die Arbeitnehmer Flexibel zu sein und der zumutbare Arbeitsweg beträgt ja 2 Stunden (vermutlich ist diese Zeit nicht mit dem Velo gemeint) !! Wo soll in der Stadt noch gebaut werden ?? Verdichtet was heisst das ?? Höher, breiter, noch näher zusammen ?? Antworten
Könnte man nur in 20min solche Artikel lesen... Ich schätze mal vorsichtig optimistisch, dass 80% der Zug-Pendler die Umwelt schnurzegal ist. Die ÖV sind schlicht die einzige Möglichkeit sich fortzubewegen oder sorgen für eine erhebliche Zeitersparnis. Der "echte" Mittelstand in den Aglos hat sowieso mind. zwei Autos und benutzt diese bevorzugt. Antworten
Seit Jahrzehnten züchten wir den Pendler: mit immer mehr Strassen, dem Viertelstundentakt, der hochsubventionierten Kostenunwahrheit im Verkehr, dem Irrglauben, "Mobilität" wäre ein Grundrecht - dafür können wir uns inskünftig die Kosten der Raumplanung schenken - dies tut die "unsichtbare Hand des Marktes". Antworten
Na, das ist ja mal der Oberhit für sie, dass sie sich aussuchen können, wo genau sie denn nun arbeiten möchten... Soll tatsächlich Leute geben, die froh sein müssen um jeden Job, den sie kriegen - egal, was für eine Strecke sie dafür nun bewältigten müssen. Sie sind echt komplett lebens- und realitätsfremd. Antworten
Arbeitsplatz 15 Km Wohnort geht nicht , wenn Arbeitsplätze auf einige wenige Städte konzentrieren sind. Ich machte mal der SBB (und Bundesrat) den Vorschlag Autobesitzern ein vergünstigtes GA abzugeben, mit der Begründung, dass Besitzern von 2 Autos eine günstige Wechselnummer lösen können, das sie nicht beide gleichzeitig fahren können.SBB hat nie reagiert, Bundesrat ist nicht handlungsfähig. Antworten
Die These des Autors, höhere Bahnpreise würden verdichtetes Bauen in den Städten fördern (und somit die Zersiedelung stoppen) halte ich für blanken Unsinn. Da müssten die Bahnpreise schon fast ins Unermessliche steigen. Was ist Herr Löpfes Idealvorstellung? Hongkong-ähnliche teure Karnikelställe in den Städten und unverbaute Heidi-Welt ennet der Stadtgrenzen? Das ist schlicht unrealistisch. Antworten
Ich behaupte als Beispiel, dass 50% der Pendler, die von Basel zur Arbeit nach Zürich fahren, ihre Arbeit genau so gut in Basel leisten könnten. Das Management der Banken, der Versicherungen und der Verwaltungen müsste nur wollen. Aber eben, man liebt es, von den Untertanen jeden Tag bewundert zu werden. Antreten zum Gebet des Materialismus. Antworten
Das komplexe System aus Werten, Globlalisierungsidee, Pendlerströmen, Migration, Transportsystemen, Verstädterung und Zersiedelung, Menschen, Gesetzen und Vorschriften, Spekulation, Armut, Arbeitswelten, Konsum und Kultur erlaubt sicher verschiedene Sichtweisen und Ansatzpunkte im Verändern der Zersiedelung. Der persönliche Entscheid beim Leben und im alltäglichen Handeln ist ebenso wichtig. Antworten
Absolut zutreffend, diese Feststellungen! Überhaupt ist nicht einzusehen, weshalb im Internetzeitalter für dermassen viele Bürojobs die körperliche Anwesenheit der Beschäftigten in einem Firmengebäude zwingend sein soll. Intelligente Organisation könnte die Pendlerplage gut und gern um 50 % reduzieren. Antworten
Die Pendlerei frisst nicht nur jede Menge Ressourcen sondern zerstört auch Lebensqualität. Als erstes sollte der Staat die falschen Anreize im Steuersystem abschaffen. Weshalb kann der Pendler die Kosten von den Steuern abziehen, aber der Stadtbewohner die höhere Miete nicht? Erster Schritt: Pendlerabzüge ersatzlos streichen oder durch Pauschalabzüge für alle Arbeitnehmer ersetzen. Antworten
Der mit dem Evolutionsschritt ist ganz und gar in die falsche Richtung geträumt! Der moderne Mensch wird wieder aufs Auto umsteigen (oder in der S-Bahn bleiben), weil billiger, weil man vor Regen geschützt ist und weil das Auto-/Bahn-Blech besser schützt als ein Plastik-Velohelm. Antworten
Tönt gut "der moderne Mensch steigt auf's Velo". Bei jedem Wetter, Schnee und Eis. Diese ewige Heilandsandalen-Theorie wird wohl nie auf Machbarkeit überprüft. Mit günstigen Steuern und Mieten auf dem Land zu leben ist böse (Krebsgeschwür). Zieht alle in die Städte, zahlt hohe Steuern und Mieten, falls ihr eine Wohnung findet. Schafft die SBB ab die braucht dann ja keiner der modernen Velofahrer. Antworten
Welch seltsamer Artikel. Werden die Bahnpreise erhöht, so könnte dies Pendler zwar davon abhalten, in der Agglo zu wohnen. Aber - dadurch würden die Landpreise in der Agglo sinken, wodurch das Bauen und die Mieten günstiger und für die Pendler wieder attraktiver werden. Unter dem Strich würde sich wenig ändern. Es gibt jedoch das Mittel der Raumplanung, das einfach richtig angewandt werden müsste. Antworten
Es ist doch so das die nächste Stufe der Zerrsiedelung bereits eingeläutet wird und da wird sogar die Bahn nicht mehr gebraucht. Der Trend zu flexiblen Arbeitsplätzen bei denen schon von Anfang an nur noch für 70% der Arbeitskräfte Arbeitsplätze zur Verfügung stellt wird aber fast alle von zuhause aus arbeiten können. Das macht dann den Ort des Unternehmens uninteressant. Antworten
@Ulrich Raumer. Ich stelle die These auf, dass für Sie die Banker an allem Elend der Welt schuld sind. Bei beinahe jedem Thema auf Newsnetz findet sich jemand, der die Banker dafür verantwortlich macht. Jene mögen vieles falsch gemacht haben, aber ihre persönlichen Probleme müssen diese nun wirklich nicht auch noch lösen. Zum Artikel: Richtig, die Zersiedelung ist ein riesiges Ärgernis. Antworten
Es ist schon ein wenig übertrieben die Zersiedelung der Bahn in die Schuhe zu schieben aber das wir etwas dagegen tun müssen ist klar, sogar notwendig. Es ist doch eh interessanter in einem Dicht besiedelten Gebiet zu wohnen als in der trostlosen Aglo.... Antworten
Werden da zwischen den Zeilen etwa Plattenbauten für Kleinverdiener in den gefordert? Da kann die Bahn wirklich noch helfen: Als Moritz`s Abschiedsgeschenk noch ein Aufschlag der Bahnbillete, damit im grünem, ruhigem, und kulturell homogener Mittelland nur noch Kasinokapitalisten und top besoldeten Staatsangestellten wohnen dürfen. Das Proletariat darf mit sozialen Brennpunkte fertig werden. Antworten
so ein unsinn. die sbb haben pendler gezüchtet? nun ja, sicher haben orte wie illnau, bubikon oder hedingen auch dank s-bahn und co. den boom erfahren. aber wie sieht es denn in anderen ländern aus? zersiedelung und jeder fährt ... auto (extrembeispiel USA). statt dass man sich freut über den erfolg der eisenbahn, kommt nun wieder miesmacherei. ist die sbb nicht = staatsbetrieb? Antworten
Ich wohne und arbeite in Zürich, das letzte mal als ich den ÖV nahm lag gut 6 Jahren her, ich fahre TAEGLICH mit dem Velo besitze kein Auto und benötige auch keins. Würden die Zürcher die auch in der Stadt arbeiten aufs Velo umsatteln gebe es viele positive Aspekte: Die Umwelt Die eigene Gesundheit die täglich gefördert wird. Antworten
Herr Golaszewski hat absolut recht, Herr Löpfe übersieht, dass die Bahn viel weniger mit einem Wohnortswechsel als mit dem Auto in Konkurrenz steht. Statt teurere Bahnbillette würde ich eher vorschlagen, dass man in Zukunt die Kosten für den Arbeitsweg ncht mehr von den Steuern abziehen kann. Wieso soll ich mehr Steuern zahlen, wenn ich zu meinem Arbeitsort ziehe? Antworten
Ich fahre seit jeher nur mit dem Velo zur Arbeit, bin im Nahverkehr mindestens 2 x so schnell als jeder Tram oder Buskunde unterwegs und kann Leute welche im heutigen Internetzeitalter - wo man das meiste eh remote erledigen kann - langfristig mehr als 30 Min. Arbeitsweg täglich auf sich nehmen schlich nicht verstehen. Während Kollege Essig dann im Stau sitzt bin ich bereits in der Badi ,sorry. Antworten
In Städten verdichteter zu bauen, ist nicht die Lösung. Auch Städte brauchen grüne Lungen (Gärten, Parkanlagen, Grünzonen, Naturräume), und zwar vor der Haustür. Die einzige wirklich sinnvolle Lösung des Problems besteht darin, die konstante Einwanderung in unser Land zu unterbinden. Maximal 7 Millionen Einwohner sind genug. Jährliche Einwanderung nur in Höhe der jährlichen Auswanderung. Antworten
Die Ausnutzung in Zürich sollte punktuell massiv erhöht werden ( Faktor 2 bis 4 ), unter Abschöpfung des Mehrwertes. Die Vorteile mehr Wirtschaftlichkeit, mehr Schonung der Umwelt und massiv weniger Steuern. Das Grundproblem ist das Bodenrecht, dass sich aber einfach ändern lässt, wenn der Leidensdruck gross genug ist. Antworten
Ja ja, die Politik hat versagt und die Wirtschaft wollte es so! Wer nicht mitmacht hat den Schaden und nun sollich als kleiner Angestellter dafür tiefer in die Tasche greifen, derweil die Wirtschaft sich schadlos hält. Ein weiterer Verdienst der unfähigen SVP und FDP!!! Diesmal sind die Asylanten und Fremden wenigstens unschuldig. Antworten
Billige Polemik und ganz einfach Käse. Die Leute sind am Pendeln, weil sie nicht am gleichen Ort wohnen und arbeiten - soweit so gut. Da aber heute niemend mehr 30 Jahre in der selben Firma arbeitet und die Wirtschaft immer von der Flexibilität der Arbeitnehmer faselt, sind wir gezwungen zu pendeln. Jeder hätte lieber nur 2 min Arbeitsweg. Antworten
Verdichtet leben ... mit Velo arbeiten gehen ?? Outet sich der Schreiber nun wohl selber oder nicht oder doch ?? Patentrezept bitte fuer diejenigen welche trotz 3 Kinder noch 20,000 Steuern bezahlen ? Im Rezept nicht inbegriffen sind wohl nicht Winterthur, Zuerich, Basel etc. - Antworten
Man muss nicht verdichtet bauen und auch nicht mehr S-Bahnen bauen, man muss NUR dort wohnen wo man arbeitet bzw. die Firmen müssen zu den Leuten, sprich dort Arbeitsstätten bauen, wo die Leute wohnen. Wieso wollen eigentlich immer alle Firmen in den Städten ihre Niederlassungen oder "Produktionsstätten" haben? Bsp CS Uetlihof, der wäre auch in Wohlen ganz gut angesiedelt! Antworten
Bei der Strasse wird von den "ökologisch orientierten Kreisen" immer gesagt, dass mehr Strassen, also ein besseres Angebot, zu mehr Verkehr führt. Dass bei der Bahn genau dieselben Mechanismen spielen, wird dann aber unter den Tisch gewischt. Darum sollten die Mengenrabatte wie GA und 1/2 Tax abgeschafft werden. Jede Strecke soll für alle gleichviel kosten. Egal wie häufig sie gefahren wird. Antworten
Tja, um wieviel müssten die Bahnpreise steigen, damit das Manko der höheren Mieten in den Städten wettgemacht wäre? Soweit bis die Belastung durch bilige Wohnung in der Aglo und den höheren Bahnpreisen auf dem Niveau der Stadtmieten wäre, die sich ja viele Leute nicht mehr leisten können? Und: Verdichtetes Bauen wirklich = billigere Mieten? Und bis das realisiert wäre würden Jahrzente vergehen. Antworten
die formel der preiserhöhung leidet an unterkomplexität. trotz zahlreicher ähnlicher formeln gegen den zersiedlungskrebs während der letzten 70 jahre liess sich das idealbild der dichten stadt nicht verwirklichken. es wird zeit sich mit der raumproblematik differenzierter auseinanderzusetzen. stadt folgt nicht den idealbildern ihrer planer sondern ist abbild einer gesellschaftlichen wirklichkeit. Antworten
Zur Anregung einer Diskussion ist der Artikel sicher geeignet, die Kernaussage ist aber falsch. Die genannten Vorteile tiefer Bahnpreise sind höher zu gewichten als die Nachteile. Das Problem der Zersiedelung und dass zu viel gependelt wird liesse sich einfacher durch eine Förderung attraktiver Wohnungen in den Städten erreichen. Antworten
Sieh einer an! Kaum kommt das Volk der seit Jahren von der Wirtschaft geforderten Mobilität mit dem Auto und dem ÖV nach, schon macht man das Ross zum Reiter. Würden nicht - als Folge des ruinösen Steuerwettbewerbes - andauernd ganze Unternehmen oder Unternehmensteile kreuz und quer im Lande verschoben, so wären diese Massenbewegungen weder auf der Strasse noch auf der Schiene vonnöten. Antworten
Komisch, dass unser angeblich so effizientes kapitalistisches Wirtschaftsystem Phänomene wie Pendler, Einfamilienhaussiedlungen, Schlafdörfer, Staus etc. hervorbringt. Alles Phänomene von Verschwendung und Ineffizienz und absolut jenseits einer zukunftsfähigen und lebenswerten Nachhaltigkeit. Alternative Ideen existieren. Beispiel: "Neustart Schweiz". Antworten
Der moderne Mensch steigt morgens weder ins Auto noch in die die S-Bahn. Er steigt aufs (Elektro-)Velo. In der Stadt wird man dann aber von einem Auto-Pendler überfahren / behindert im eigenen Wohnquartier. Deshalb nochmals: An der Rämistrasse fahren die Velofahrer links vorbei - weil rechts kein Platz ist. Autofahrer bitte GANZ RECHTS STEHEH. Sonst in Zürich: GANZ LINKS STEHEN. Antworten
Man müsste allgemein in urbanen Stadkreisen wie z.B. Escher-Wyss ZH viel mehr in die Höhe bauen. Der Bünzli-Schweizer will aber dringend überall Gartenzwerge-Einfamilienhäuschen Idylle. Verlogen dass gerade die SVP-Patrioten lieber jede letzte Wiese verbauen, statt Umzonungen zu verhindern. Sie sprechen immer davon unser schönes Schweizerland zu retten. Keine Frage wer die mieseten Patrioten sind! Antworten
Weder Kantone und schon gar nicht Gemeinden sollten in dieser Frage noch etwas zu sagen haben. Damit Vetternwirtschaft auf dieser Stufe unterdrückt werden kann. Das Bodeneigentum sowie Agrar- und Bauland ist vom Bund zu verwalten! Begünstigungen sollen wirlich hart bestraft werden. Hochbaufirmen sind vom Geheimdienst zu überwachen, da sie die wahren Terroristen sind. Antworten
Der moderne Mensch der in einer modernen Firma arbeitet, benutzt kein Verkehrsmittel (zumindest die meiste Zeit nicht). Er/Sie arbeitet an einem Telearbeitsplatz, spart Zeit, Geld und Energie. Die sozialen Kontakte mit den Kollegen können auch an einem statt an allen Wochentagen gepflegt werden. Und im übrigen wären da noch Nachbarn, Freunde, Verwandte... Antworten
Endlich wieder ein sinnvoller Artikel. Sogar in Australien, wo gewiss genug Land zur Verfügung ist, haben die Planer inzwischen erkannt dass der Platz in den Städten besser (aus)genutzt werden muss um dem Zersiedlungstrend zu entgegnen. Wenn schon nicht Zuwanderung reduziert oder der VCS in die Wüste geschickt wird, dann müssen nun eben die Behörden vorgeben dass gedrängter und höher gebaut wird. Antworten
> Der moderne Mensch steigt morgens weder ins Auto noch > in die die S-Bahn. Er steigt aufs Velo. Einspruch! Beispiel Niederlanden: dort ist Velofahren absolut legitim, aber weder Strassen noch Züge sind damit wesentlich entlastet. Die Mobilität an sich ist das Problem - wieso verlagert man nicht die Arbeit weg von der Stadt..? Antworten
Träumen Sie weiter Herr Löpfe. Wenn Sie dies haben wollen dann gehen Sie zum Bundesrat und der sollen ein Gesetz erlassen das jeder Arbeitgeber verpflichtet ist nur Arbeitnehmer einzustellen, deren Wohnsitz sich in einem Radius von 10-15 Km befindet, denn nur so kann der moderne Mensch mit dem Velo zur Arbeit fahren. Das Gesetz schreibt einen zumutbaren Arbeitsweg von 2 Std Hin+2 zurück vor. Antworten
Die Menschen sollen dort wohnen wo sie arbeiten. Dazu benötigt es aber ein Umdenken in allen Bevölkerungsschichten. Während am Stadtrand oder in der Agglomeration Einfamilienglücksbiotope entstehen, finden unterschichtige Städterinnen und Städter kaum mehr finanzierbaren Wohnraum. Der Trend zum Singledasein verstärkt die Not. Antworten
Ich stelle mal die Hypothese auf, dass die Zersiedelung eine direkte Folge der Spekulation durch Banken, Vermögensverwalter und Versicherungen, welche - profitorientiert - auf Gewinnmaximierung gerichtet nur zu gerne die Wohnträume der Bevölkerung angeregt und gefördert hat. Die übertriebene Zuwanderung von ausserhalb der Schweiz in die Städte hat ein übriges dazu beigetragen. Andere Hypothesen? Antworten
Die Idee vom Arbeitsplatz in der Nähe des Wohnorts finde ich sympathisch. Dieser Ideallösung entgegen steht jedoch, dass der Arbeitsmarkt eine immer grössere Flexibilität und Mobilität verlangt und wohl niemand Lust verspürt, alle paar Jahre den Wohnort zu wechseln. Vergessen wir eines nicht: wir brauchen auch ein funktionierendes soziales Umfeld und ein solches beruht auf Langfristigkeit. Antworten
Eine Diskussion der Grenzen der Mobilität sind definitiv angebracht. Die Erhöhung der SBB Tarife sind sicherlich ein Mittel, Pendlerströme in den Zügen zu vermindern. Allerdings müsste dann gleichzeitig auch das Auto-Pendeln in gleichem Masse verteuert werden! Sonst steigt man halt doch vom Zug aufs Auto um, aber Pendeln an sich wird nicht unattraktiver. Antworten
Hr. Löpfe, Sie haben aber etwas vergessen: Einerseits sind sämtliche Berufe wesentlich mobiler geworden. Es gibt viele Personen, die haben keinen festen Arbeitsplatz mehr, sondern arbeiten mal in St.Gallen, mal in Bern, mal in Basel, mal in Lausanne. Daneben ist es eine Illusion, zu erwarten, dass es in der Schweiz eine Agglomeration Zürich gibt, sondern es gibt eine Agglomeration Mittelland! Antworten
Kann dem nur beipflichten. Die rechten Gemeinderäte in den Landgemeinden steuern das ihre bei. Wenn Bauer Land eingezont bekommt gibt es fette Gewinne, also geht er in den Gemeinderat und setzt das durch. Mit dem Resultat dass die CH immer unansehnlicher wird. Wer in der Stadt wohnt braucht kein Auto - weniger öV - hat weniger Kosten - kann sich höhere Mieten leisten. Wir lebten gut damit. Antworten
Der gesamte Artikel läuft auf ihre einzige Lösung, das verdichtete Bauen in den Städten, heraus. Wollen sie das wirklich fordern? Wollen sie die Leute verdichtet in Boxen zusammenstecken? Glauben sie nicht eher, dass die Mobilität eine grosse Leistung für das Wohlbefinden der Leute ist? in der Stadt ist diese Mobilität nicht mit dem privaten Personenverkehr zu bewältigen, darum der ÖV. Antworten
Diejenigen, die sich "Grüne" nennen, sind es im Prinzip nicht! Bastien Girod, ein junger Nationalrat der Grünen brachte es auf den Punkt: Stoppt endlich die Einwanderung! Doch damit ist er in ein Fettnäpfchen getreten. Die gestrigen Mulitkultis waren ihm für diesen Gedankenanstoss sehr böse und brachten ihn zum Schweigen: Doch genau das ist unser Problem! Stoppt die Einwanderung, und zwar subito!! Antworten
Das ist der einseitigste und undifferenzierteste Artikel, welchen ich jemals gelesen habe. Reine Polemik ohne Hintergrundwissen. Soll denn in Zürich ein Mexiko-City entstehen, eine 10 Millionen-Stadt, wo alle auf engstem Raum zusammenleben? Das Pendeln ermöglicht doch gerade eben die Dezentralisierung. Und diese ist die grosse Stärke der Schweiz. Sonst kann man gleich nach Shanghai wohnen gehen. Antworten
Und was ist wenn ich gar nicht in der Stadt leben will? Städte sind laut, stinkig, multi-kulturell & anonym. Es ist ein Segen für mich nach der Arbeit aufs ruhige Land zurückzukehren und mich zu erholen. Da hat es viel weniger arrogante und unanständige Menschen. Kein urban-chic und möchte-gern-Juppies. Auf dem Land zu leben heisst in der Natur zu sein und Begegnungen zu pflegen. Antworten
Vielen Dank für diesen Beitrag. Es ist seit langem einer dem ich voll Zustimmen kann. Ich schaue mir die Entwicklung schon seit Jahren mit einer gewissen Besorgtheit an, Immer mehr Leute teilen sich den immer gleich bleibenden Boden. Gepaart mit dem offenbar grössten Gut des Menschen (Geld) das immer mehr verdient werden muss / soll, kann längerfristig nicht gut gehen. Antworten
Einen wichtigen Punkt hat der Autor vergessen: Wieso wird steuerlich bevorteilt, wer Bahn oder Auto einsetzt und einen langen Arbeitsweg in Kauf nimmt? Das Gegenteil müsste der Fall sein. Wer weder ÖV noch Strassen nutzt, der sollte bevorzugt werden, da er ja die Infrastruktur nicht nutzt und in der nähe seines Arbeitsortes hinzieht. Antworten
Interessanter Artikel. Doch in einem Punkt muss ich wiedersprechen: erhöhte Bahnpreise würden kaum die Zersiedlung stoppen. Weil unser homo eoconomicus dann die billigere Variante nimmt, steigt er wieder auf das Auto um! Vielmehr muss man einfach die Mobilität der Menschen verteuern, d.h. neben einer Erhöhung der Bahnpreise auch den Strassenverkehr unatraktiv machen! Antworten
Lieber Herr Philipp Löpfe, um was geht es in ihrem Artikel? Und in den 90ern war, und ist heute auch noch nicht, Zürich keine Millionenstadt. Was wollen sie, behaupten, dass Aarau nun ein Vorort von Zürich sein solle? Ich glaube eher, dass sie einfach einen Text ohne Inhalt geschrieben haben, damit einfach ein leeres Feld gefüllt wurde. Antworten
Die Ansicht, höhere Bahnpreise förderten das verdichtete Bauen in den Städten ist leider ein Trugschluss. Um die Zersiedelung zu stoppen, müssten nicht nur S-Bahn-Tickets teurer werden, sondern auch der Individualverkehr. Denn solange Autofahren nicht massiv teuerer wird, werden die Pendler einfach wieder auf die Strassen zurück kehren. Antworten
Darum tut natürlich eine vernünftige Migrationspolitik Not! Wir sind offenbar für viele einfach noch immer zu attraktiv, dass man soviele Leute mit viel Geld aus aller Welt importiert, verschärft die Situation extrem. Ausser natürlich wir wollen ein Stadtstaat werden, wie beispielsweise Singapur. Persönlich kann ich aber dieser Entwicklung nicht viel abgewinnen! Antworten
Ich hatte das Glück, eine Eigentumswohnung in Zürich relativ günstig kaufen zu können. Nichtsdestotrotz, sie liegt am Stadtrand, weil ich mir wohnen in der Innenstadt einfach nicht mehr leisten kann. Eine äusserst bedenkliche Entwicklung. Der Schweizer Mittelstand wird an den Stadtrand und in die Agglo verdrängt. Kein Wunder, boomen da die S-Bahnen. Nicht weil wirs so wollen, weil wir müssen! Antworten
Interessante Analyse. Obwohl die Bahn grundsätzlich eine gute Sache ist, braucht auch diese Energie um voranzukommen. Die SBB benutzt nicht nur erneuerbare Energie (auch Nuklear) was sicher problematisch ist. Näher am Arbeitsplatz wohnen muss wieder vorteilhaft werden. Damit werden Mobilitätsformen möglich die wirklich nachhaltig sind, z.B. mit einem Velo oder kleinen Elektromobil. Antworten
Absolut zutreffend, diese Feststellungen! Überhaupt ist nicht einzusehen, weshalb im Internetzeitalter für dermassen viele Bürojobs die körperliche Anwesenheit der Beschäftigten in einem Firmengebäude zwingend sein sollte. Intelligente Organisation könnte die Pendlerplage gut und gern um 50 % reduzieren. Antworten
Die Aussagen sind nicht falsch, aber das Grundproblem ist der zu tiefe Preis für jegliche Mobilität. Das Auto erschliesst noch besser in die Fläche als der ÖV und hat dadurch noch mehr zum Siedlungsbrei beigetragen. Der zu tiefe Preis, unsere Anspruchshaltung (nicht nur in der Mobilität) und die baufreudigen Politiker und Verwaltungen - dort müsste angesetzt werden. Antworten
Der moderne Mensch muss heute pendeln, weil die grossen Firmen Standorte nach Belieben schliessen und an einem anderen Ort zusammenlegen oder neu aufbauen. Wer den Job behalten will, muss pendeln. Heute sind 90 Minuten Reiseweg an den Arbeitsplatz und ebensoviel zurück "zumutbar". Neustes Beispiel: 2000 MA aus Bern arbeiten in 2 Jahren in Agglo Zürich. Wer will, bleibt. Mit dem Velo verliert man. Antworten
Um nicht weitere falsche Anreize zu schaffen, sollte deshalb der Fahrkostenabzug bei den Steuern abgeschafft werden. Zumindest fraglich ist in diesen Zusammenhang auch die sogar in der Bundesverfassung vorgesehene Förderung von Wohneigentum, da der Wohneigentümer weniger flexibel ist als der Mieter und dadurch die Mobilität ebenfalls zunimmt. Antworten
Natürlich sollte man schon längst verdichtet bauen,damit man die Zersiedelung des Landes nicht noch erhöht. Ich teile auch die Auffassung,dass man jetzt den Bahntransport nicht noch weiter fördern sollte.Vorallem darf man diesen nicht noch mit Steuergeldern finanzieren.Der Kunde muss die Vollkosten tragen.Aber man soll nicht vergessen,dassalles nichts nützt,wenn die Zuwanderung nicht gebremst wird Antworten
Sehr treffender Artikel, vor allem der Abschnitt *Wanderbewegungen des Mittelstandes*. Natürlich spricht nicht alles gegen das Pendeln, aber gerade was die Pendlerströme und damit die Bewältigung dergleichen betrifft, werden wir wohl die Geister nicht mehr los, die wir riefen... Antworten
Leider hat hier Löpfe nur zur Hälfte recht. Hauptgrund ist auch unsere Arbeitswelt mit keiner Arbeitsplatzstabilität oder Garantie. Ich ziehe doch heute nicht mehr um, nur weil ich eine neue Stelle habe. Den Morgen sagt der Boss wir arbeiten statt in Zürich neu in Baden, Übermorgen zügelt die Firma oder Abteilung nach Uster um. Zu sagen habe ich nichts, ausser zu Kündigen, also immer Pendeln... Antworten
Ja, wir züchten Pendler, aber nicht wie hier beschrieben - darum sieht die Lösung auch anders aus. 1. Steuerliche Anreize für Pendeln streichen, sprich keine Abzüge für Arbeitsweg. 2. Per Gesetz sind 2 Stunden je Arbeitsweg, also Total 4 Stunden, zumutbar - das sollte dringendst auf 30, 40 Min. pro Arbeitsweg gesenkt werden. Antworten
Kurt Löpfe beschreibt treffend das Zusammenspiel von ö.V. und Wohnen. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass auch Firmen und Behörden (zB. kantonales Steueramt) ständig umziehen und ihre Mitarbeiter zur totalen Mobilität zwingen! Abhilfe gibt es nur dort, wo die Firmen es ermöglichen, von zu Hause aus zu arbeiten. Antworten
Nein, stimmt nicht ganz Herr Löpfe. Der moderne Mensch steigt aus dem Bett und läuft mit dem Pyjama ins Zimmer neben an, wo er sich sein Büro eingerichtet hat und da er auf dem Land mit S-Bahnhaltestelle vor der Tür, weit abgelegen der Urbanität lebt, braucht er weder ein Auto noch ein Velo, sondern gute Wanderschuhe damit er ausserhalb der Arbeitszeit mit Familie seinem Hobby nachfrönen kann. Antworten
Sehr guter Artikel, ich sehe das genau gleich. Überhaupt, wer will denn eigentlich vom Aargau oder St. Gallen nach ZH pendeln? Purer Zeitverlust. Leben und Arbeiten in einer grossen Stadt. Spart Zeit, Geld und Stress. Anstelle von Bus+S-Bahn+Trämli umsteigen, warten usw. kann man Abends nach der Arbeit dann noch ins Schwimmbad gehen oder ein Buch lesen. Antworten
Damit diese Vision Wirklichkeit würde müssten wohl einfach zuerst folgende Dinge erfüllt sein: Die Firmen verlagern ihre Sitze in die Agglomeration bzw. die ländlichen Gebiete oder die Mieten in den Städten bleiben auch für Familien ohne riesige Saläre bezahlbar. Ansonsten würde das ganze auf Kosten der Leute mit tiefen Löhnen ausgetragen, tolle Zukunftsvision für Familien. Antworten
Wenn schon, würden die Pendler vom Zug aufs Auto umsteigen, nicht aufs Velo. In die Städte zurückbewegen liessen sie sich nur mit planwirtschaftlichen Zwangsmassnahmen. Das soll dann ein bedeutender Evolutionsschritt sein? Oder verdichtetes Bauen, Evolution? Was hat das miteinander zu tun? Ist das überhaupt anstrebenswert? Darüber müsste man erst diskutieren. Da gibt es viele Glaubenssysteme... Antworten
Super, vielen herzlichen Dank, Herr Löpfe. Sie schreiben da eine total unpopuläre Wahrheit, die gerade deshalb so selten gesagt wird. Ich hoffe es wird sich auch endlich eine Partei des Problems annehmen - ich zähle auf die Grünliberalen. Und an die möchtegern-Sozis die gleich aufschreien werden: es kann sich JEDER eine Wohnung in der Stadt leisten; vielleicht muss man halt auf Komfort verzichten. Antworten
In China steigt der Handlanger vom Velo aufs Auto um. In der Schweiz der ebenso hochkaraetige wie hochverdichtete, hochbelaermte, hochbesteuerte und hochalimentenabgezockte Experte vom Auto wieder aufs Velo, wie sein Urgrossvater selig als BBC-Lohnsklave in Baden AG im Winter schon lange vor dem Morgengrauen. Und bald gibts wieder Werksbaracken, fuer Einheimische statt rotierende Gastarbeiter.... Antworten
Ach wie einfach ist doch die Welt für manchen Journalisten und manchen andern Simplizissimus! Als wären die verkraftbaren Bahnpreise (billig sind sie ja nicht grade) und die Preise des Wohnens die einzigen Gründe, um aufs Land zu ziehen! Dabei sind das die Gründe, die am wenigsten ins Gewicht fallen. Da zählen viel mehr hohe Steuern, teure Krenkenkassen, immer schlechtere Wohnqualität, Gewalt usw. Antworten
Der Artikel ist absolut richtig. Dazu kommt, dass die Pendlerei noch zusätzlich gefördert wird, indem man nicht nur die Fahrtkosten, sondern auch noch die auswärtige Verpflegung vom steuerbaren Einkommen abziehen kann. Ein völlig verfehltes Anreizsystem, welches diejenigen bestraft, die in der Nähe ihres Arbeitsortes wohnen und sich somit ökonomisch und ökologisch am vernünftigsten verhalten. Antworten
sehr bemerkenswerter artikel. anzufügen wäre noch, dass auch in der ch endlich der mut gefunden werden müsste, viel stärker die 3. dimension zu nutzen, sprich hochhäuser zu realisieren. die stadt zürich macht es zur zeit vor, ob nur der not gehorchend, oder aus überzeugung, kann ich nicht beurteilen. jedenfalls sollten in allen städten hochhäuser gebaut werden, statt die grüngürtel zu zerstören Antworten
Habe heute gerade mit Erstaunen ein Migros-Inserätchen gesehen: Familie sucht 4 bis 4,5-Zimmer Wohnung für 3'500 Franken ("jeder Tip willkommen"). Bis die Miete für eine 4,5-Zimmer Wohung- im Kreis vier notabene- wieder ein bezahlbares Niveau erreicht, wird es noch lange dauern. Der Wohn- und Arbeitsraum Zürichsee wird künftig bis ins Glarnerland hinein gehen- wetten? Modern hin oder her! Antworten
Wieso muss dazu die SBB teurer werden? Es reicht auch, wenn die Mieten billiger werden - dies kann erreicht werden u.a. durch entsprechende Bauzonen in der Stadt, staatlich geförderter Wohnungsbau usw. Im übrigen scheint mit der öffentliche Verkehr noch lange nicht an der Kapazitätsgrenze erreicht. Mehr Doppelstockzüge, längere Züge, mehr Züge, Schienenausbau - das wäre alles machbar. Antworten
Zitat: "Der moderne Mensch steigt morgens weder ins Auto noch in die die S-Bahn. Er steigt aufs Velo." Gegenfragen: Wann werden endlich alle schweizer Städte Autofrei? Wann gibt es endlich in allen schweizer Städten Velowege? Mein Senf: Wenn diese zwei Fragen geklärt sind, dann könnte man weiter diskutieren.. aber welcher Geschäftsmann fährt schon mit dem Velo zur Arbeit? Ich kenne nicht viele Antworten




Sonja Seifert
Nein, meiner Meinung nach ist das der falsche Ansatz. Wer auf's Land zieht kann sich die teuren Stadtwohnungen nicht mehr leisten. Die Vermieter saugen ihre Mieter gehörig aus in der Schweiz. Obwohl die Hypothekarzinsen im Keller sind ist kaum ein Vermieter mit der Miete herunter gegangen. Also sind billigere Stadtwohnungen bereit zu stellen, dann geht die Pendlerschar zurück! Antworten