Die provokative Frage von Joe Ackermann
Aktualisiert am 18.06.2009 11 Kommentare
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Für seinen Auftritt wählte Josef Ackermann passenderweise eine Veranstaltung mit dem Titel «Geld, Geist und Magie in Goethes Faust II». Wie die Online-Redaktionen der «Frankfurter Allgemeinen» und des «Spiegel» berichten, warnte er angesichts der Erfahrungen aus der Finanzkrise in deutlichen Worten vor der zunehmenden Konzentration in der internationalen Bankenszene.
Überraschend stellte er auch eine provokante Frage, die mit der Grundhaltung vieler Berufskollegen kaum übereinstimmt: «Wie kann man Banken auf eine solche Grösse reduzieren, dass sie aus dem Markt ausscheiden können, ohne das System zu gefährden?», zitierte die FAZ den Topmanager – ein indirekter Hinweis auf die Möglichkeit massiver Eingriffe in den Markt durch den Staat oder Aufsichtsbehörden, wenn eine Bank durch ihre Grösse zu einem Klumpenrisiko wird.
Zum Niedergang der amerikanischen Grossbank Lehman Brothers, der die Finanzkrise entscheidend in Gang brachte, sagte Ackermann laut den Berichten, dass dieser Vorfall «in historischer Perspektive gar nicht so schlecht» gewesen sei. Er habe gezeigt, dass es einen «moral hazard» nicht geben dürfe – das Phänomen, dass Marktteilnehmer allzu grosse Risiken eingehen, weil sie als systemwichtige Mitspieler darauf zählen können, von der Politik gerettet zu werden. (raa)
Erstellt: 18.06.2009, 12:17 Uhr
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11 Kommentare
Toll dieser Ackermann! Er schaft es die Erkenntnis von Marx (mehr als 100Jahre alt!!!!) und der Kapitalkonzentration zu verkaufen. Wenn Kapitalisten nun das Wissen von Marx bemühen, war wohl die Irrlehre vom Kapital doch wahr, resp. der Neoliberalismus ein Irrtum hundertprozentiger Art. Wer das vor 20-30Jahren behauptete war Moskau gesteuert. Nun nicht mehr. Seltsam oder nicht? Antworten
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