Dougan: Ohne Boni nicht so erfolgreich

Aktualisiert am 22.04.2010 47 Kommentare

CS-Chef Brady Dougan verteidigt die hohen Bonuszahlungen für das Management der Grossbank: Diese dürften nicht getrennt vom Erfolg seiner Bank betrachtet werden.

Der 70-Millionen-Franken-Mann: CS-Chef Brady Dougan.

AFP

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Die Kompensationsmodelle hätten es erst ermöglicht, dass die Credit Suisse (CSGN 19.09 -1.39%) so hervorragend dastehe und ohne Finanzhilfe durch die Krise gekommen sei, sagte Brady Dougan in Videointerviews auf «NZZ Online» und dem Wirtschaftsportal «Cash». Er verglich die Leistungen der Schweizer Grossbank auch mit derjenigen anderer Finanzinstitute. Wäre vor fünf Jahren bei acht vergleichbaren Banken dasselbe Bonusprogramm lanciert worden, würden die Manager von sieben heute keinen Bonus erhalten, sagte er. Trotzdem räumt er ein: «Unsere Löhne sind ein kontroverses Thema.»

Dougan zeigte sich überzeugt davon, dass es ohne solche Lohn- und Bonusmodelle viel schwieriger gewesen wäre, die Bank durch die Krise zu führen. Das heute heftig diskutierte Bonusmodell sei für die CS bei der Einführung vor fünf Jahren weniger ein Vergütungsmodell, sondern vielmehr eine Investition gewesen.

Über 70 Millionen

Ende März hatte die CS bekanntgegeben, wie viel ihre obersten Manager aus einem für das Jahr 2004 lancierten Bonusprogramm erhalten. Insgesamt verteilte die Schweizer Grossbank am Dienstag Aktien im Gegenwert von rund 3 Milliarden Franken. Alleine Konzernchef Dougan erhielt ein Aktienpaket im Gegenwert von über 70 Millionen Franken.

Am Morgen hatte das Finanzinstitut seine Resultate präsentiert. Mit einem Gewinn von über 2 Milliarden Franken erreichte die CS auch wieder das Gewinnniveau, auf dem sie sich in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres bewegte. Das Ergebnis der Grossbank entspricht auch den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit einem Quartalsgewinn von rund 2,1 Milliarden Franken gerechnet hatten.

Anders zusammengesetzt

Der Überschuss setzt sich nun etwas anders zusammen: So hat die Vermögensverwaltung (Private Banking) mit 892 Millionen Franken 10 Prozent weniger zum Gewinn beigetragen. Der Vorsteuergewinn der Investmentbank ist sogar um 26 Prozent tiefer ausgefallen und betrug 1,79 Milliarden Franken. (bru/sda)

Erstellt: 22.04.2010, 13:28 Uhr

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47 Kommentare

Walter Schmid

22.04.2010, 14:08 Uhr
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Der Erfolg seiner Bank?? Lehmann-Schrottpapiere verkaufen und dann die Kunden hängen lassen, aber dafür die Kohle selber einsacken? Das ist der Erfolg seiner Bank! Antworten


Yves Schneider

22.04.2010, 13:46 Uhr
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Diese Erklärungs- und Rechtfertigungsversuche der Milliardenboni und Löhne sind reine Schaumschlägerei . Würden die Banken diese Summen gerecht auf alle Mitarbeiter verteilen und entsprechend gerechte Löhne (1:12) zahlen würde niemand die Glaubwürdigkeit des Management anzweifeln. Ein Manager ohne Fussvolk ist nähmlich ein Nichts, ein Fussvolk ohne Manager ein immer noch funktionierender Betrieb. Antworten



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